PDF DOWNLOAD

Sie sind einfach in aller Munde: Social Communities, Blogs oder Wikis. Und dabei geht es nicht nur darum, private Informationen über die großen und kleinen Dinge des Alltags auszutauschen, sondern diese Foren sinnvoll und effektiv für Geschäftskontakte einzusetzen. Plattformen wie Facebook, Twitter oder Xing haben dem globalen Zusammenleben durch Just-in-time Kommunikation eine ganz neue Dimension gegeben.

Das Erfolgsrezept von Twitter & Co.
Vernetzung – so einfach und banal es auch klingen mag. Ob für Marketing- oder PR-Zwecke, zur Kundenbindung oder Personalsuche – die Zahl der Unternehmen, die sich präsentieren, innerhalb der verschiedenen Themen in Foren zu den eigenen Produkten mitdiskutieren oder ihr Personal rekrutieren, wächst täglich. Wir sehen, dass sich das Thema der Vernetzung auch auf andere Bereiche übertragen lässt.

Fuhrparks, Leasinggesellschaften und Autohändler – auch zu vernetzen?
Das Jahr 2010 war geprägt von großen Umwälzungen: die Nachwirkungen der Abwrackprämie, zahlreiche Fusionen und Insolvenzen im Autohandel sowie die langsame Erholung des gesamten Leasingmarktes. Und auf der Agenda der Fuhrpark- Verantwortlichen finden sich Schlagworte wie E-Mobility, Green Fleet oder Downsizing. Die jeweiligen Marktteilnehmer brauchen jetzt eigene, innovative Konzepte um die Herausforderungen auch konsequent und nachhaltig umsetzen zu können. Geschäftsprozesse schlank zu gestalten ist nicht nur innerhalb eines Unternehmens (Enterprise Application Integration (EAI)) zunehmend wichtig, um wettbewerbsfähig zu bleiben, sondern inzwischen auch ein unternehmensübergreifend kritischer Erfolgsfaktor.

Fuhrpark 2.0 mit Cloud Services
Das Thema des Supply-Chain- Management hat die Unternehmen vor ein paar Jahren dazu gebracht, neue Software-gestützte Systeme einzuführen. So ist die Zeit jetzt reif, sich auch im Fuhrpark- Management mit Dienstleistern, Herstellern und Händlern mittels neuer, moderner Technologien zu vernetzen. Der Trend geht eindeutig zum Cloud Computing. Der große Vorteil von Lösungen, mit denen man in der Wolke arbeitet besteht darin, dass Unternehmen keine umfangreichen Hardware-Investitionen tätigen müssen und neue Geschäftsmodelle zeitnah umsetzbar sind. So verkürzt sich das Time-to-Market wesentlich.

Tempomat bereits in der Angebotsphase
Je schneller zum Beispiel ein Angebot zum Kunden kommt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde dieses Angebot auch annimmt. Bei der Beschaffung von Fahrzeugen sind meistens mehrere Beteiligte im Spiel. So sind die Geschäfte hier zwischen Fuhrpark, Leasinggesellschaft und Autohandel unternehmensübergreifend abzuwickeln. Digitale Prozessketten aber, die Extended Enterprise Integration (EEI) oder auch elektronische B2B-Marktplätze implementieren, sind in diesem Zusammenspiel noch nicht etabliert. Gerade aber die Komplexität der Beschaffungsprozesse für das Produkt Automobil ermöglicht hier größte Einsparpotenziale und einen Zugewinn an Tempo. Zudem kann durch die Vermeidung von Doppeleingaben und die Automatisierung von unternehmensübergreifenden Prozessen die Effizienz massiv gesteigert werden.

Ausblick – Vernetzte Welten –
Es wird zunehmend zu einem Wettbewerbsvorteil, wie gut das digitale Miteinander zwischen Fuhrpark, Leasing- oder Finanzierungsgesellschaft und Autohandel letztlich funktioniert. Hier besteht echter Nachholbedarf, die Supply-Chain zu automatisieren. Besonders vorteilhaft sind vernetzte Lösungen, wenn es um verteilte Standorte geht – national oder auch über die Grenzen hinaus.
Dabei stehen die Faktoren Nutzerfreundlichkeit und Time-to-Service auf der obersten Stufe der Anforderungen. An dieser Stelle sind die Hersteller von Software-Systemen gefragt, ihre Systeme zu öffnen und über Standards nachzudenken, die die digitale Kommunikation für die genannten Bereiche optimieren können. Was für den Herstellungsprozess von Fahrzeugen schon Gang und Gebe ist, funktioniert im Sales Cycle der Fahrzeuge noch nicht. Die Auslagerung von Unternehmensabläufen in die Cloud eröffnet hier die Chance über Web-Services, die Geschäftsprozesse der drei Player näher zusammenzubringen. Schließlich werden alle Beteiligten durch schlankere und schnellere Prozesse profitieren.
P.S.: Getwittert habe ich heute dennoch nicht.

Matthias von Tippelskirch,
Geschäftsführer Carano Software Solutions GmbH