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Der Jetta, also der Stufenheck- Golf, hat hier in Deutschland vermutlich eine lebendigere Geschichte als er selbst ist: Mal hieß er Vento oder Bora, dann wieder Jetta. Klar, kleine Limousinen findet man hierzulande nicht wirklich attraktiv. Das könnte sich bald vielleicht wieder ändern, wenn es nach den Marketing-Spezialisten geht, nicht umsonst ist künftig auch mit einem Audi A3-Stufenheck zu rechnen. Wie dem auch sei, der neue VW Jetta stellt ein schickes Stückchen Automobil dar, mit aktuellem Markengesicht und durchaus athletischen Elementen. Das Grundgerüst basiert auf der Golf VI-Plattform und noch nicht auf dem künftigen modularen Quer-Baukasten; die Optik des Interieurs entspricht dem neuesten Volkswagen-Stand und baggert mit seiner Schlichtheit und der feinen Verarbeitungsqualität.
Erste Runden mit der Diesel-Riege bescheinigen den Commonrail-Kandidaten exakt den erwarteten Eindruck: Sie laufen genau so kultiviert wie in den bisher bekannten Modellen; das gilt auch für die Fahrleistungen und das Getriebe – der 105 PS-Vertreter mit 1,6 Litern Hubraum reicht für die allermeisten Anforderungen völlig, während die 140 PS-Stufe mit 400 Kubikzentimetern mehr eine spürbare Nummer giftiger von dannen zieht. Ein richtiger Aha-Effekt bewirkt der Blick in den Fond, wo geradezu fürstliche Platzverhältnisse vorherrschen. Wer also häufig zu dritt oder viert reist, sollte sich vielleicht doch überlegen, ob der Jetta zumindest in Frage kommen könnte, denn dann macht sich der 7,3 Zentimeter üppigere Radstand positiv bemerkbar. Außerdem ist das 510 Liter große Kofferraumvolumen keineswegs von schlechten Eltern. Ab 19.390 Euro netto kosten die Selbstzünder-Ausgaben – dann in der Trendline-Version mit den kompletten Sicherheitsfeatures sowie Klimaanlage.