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Wenn in Deutschland ein neuer Kompakter an den Start geht, ist die Spannung immer recht groß. Schließlich handelt es sich um ein volumenträchtiges Segment – und folglich wecken Neulinge in dieser Kategorie das Interesse besonders vieler Menschen. So langsam gewöhnt man sich an die Außenhaut des neuen Focus, der recht dynamisch anrollt, nur von hinten eine gewisse Beliebigkeit ausstrahlt – vielleicht ein Zugeständnis an die zahlreichen potenziellen USKäufer? Nach der ersten Proberunde jedenfalls ist es mit der Beliebigkeit vorbei, dann machen sich handfeste Vorteile breit: So setzt sich der Fronttriebler für seine Klasse recht leise in Bewegung, man fühlt sich regelrecht abgeschottet von der Außenwelt. Der kultivierte Commonrail meldet sich erst jenseits der 3.500 Touren lautstark zu Wort, und dann ist das Drehzahlende bekanntermaßen fast schon erreicht.

Überhaupt – wann dreht man einen Diesel schon bis in diese Sphären? Schließlich setzt der für erste Ausfahrten eingesetzte 163 PS-Vertreter bereits ab 2.000 Umdrehungen satte 340 Nm Drehmoment frei, was eine äußerst schaltfaule Fortbewegung ermöglicht. Das Interieur entspricht der neuen Generation, die mit dem C-Max debütierte – neues Tastenlayout und teilweise glänzend lackierte Flächen sorgen für Freude oder eben auch nicht, je nach Gusto. Zumindest lassen sich die Funktionalitäten mit dem neuen Bediensystem recht schnell entdecken; darüber hinaus machen die Materialien des Fahrgastraumes einen wertigen Eindruck, damit wird jener Trend fortgesetzt, der schon mit dem Focus-Vorgänger begann. Ab exakt 15.000 Euro netto ist der neue untere Mittelklässler aus Köln zu haben – im Falle der dann relevanten Ambiente-Ausführung ist die Klimaanlage mit 966 Euro extra zu bezahlen.