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Moderne Kommunikationsgeräte für das mobile Telefonieren im PKW – sei es mittels eingebauter Freisprecheinrichtung oder einer ‚Plug and Play’-Anlage, welche über den Zigarettenanzünder des Fahrzeugs eingesteckt wird –, gibt es in verschiedenen Variationen. Telefonieren sollte während der Fahrt trotzdem Nebensache bleiben, denn die Aufmerksamkeit des Fahrers gehört nach wie vor der Fahrt selbst.

Laut Computermagazin c’t geht der aktuelle Trend zu Smartphones mit großem Touchscreen und GPS-Empfänger. Hersteller von Freisprecheinrichtungen wie BURY oder Jabra bieten eine Vielfalt an modernen Kommunikationslösungen an.

Die einfachste Lösung für das Telefonieren während der Fahrt ohne das Handy am Ohr sind Stereo-Headsets. GN Netcom hat pünktlich zur IFA 2010 erstmals schnurgebundene Stereo- Headsets von Jabra auf den Markt gebracht. Sie bestehen aus einer Bedieneinheit mit Mikrofon und In-Ear-Kopfhörern. Die Headsets lassen sich über einen 3,5 Milimeter Klinkenstecker mit Handys, Computern, iPhones und MP3-Playern verbinden. Über die Bedieneinheit können geräteabhängig Anrufe entgegengenommen werden. Alle Headsets sind mit korrisionsfreien Goldkontakten ausgestattet, so dass laut Jabra eine störungsfreie Klangwiedergabe ermöglicht wird. Im Bereich Bluetooth-Headsets sind Geräte wie das Jabra Stone oder das Jabra Cruiser Bluetooth® mit Sonnenblendenclip gute Begleiter für eine sicherere Fahrt.

Der Hersteller BURY verfügt in Bezug auf OEMLösungen sowie Freisprecheinrichtungen über langjährige Erfahrung im Bereich Automotive und zeichnet sich durch seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Automobilherstellern wie zum Beispiel Porsche und VW aus. Das Gerät BURY Smart, eine sprachgesteuerte Bluetooth®- Freisprecheinrichtung mit Touchscreen aus dem Hause BURY, kann mittels Sprachsteuerung ohne Kabel bedient werden. Separate Pegelanpassung des Mikrofons und des Lautsprechers können über das Menü der Freisprecheinrichtung bedient werden. Mit dem BURY Smart ist eine gleichzeitige Verbindung von zwei Mobilfunktelefonen mit der Anlage im Fahrzeug möglich. Ein weiteres Modell ist das CC 9060 Music, mit dem bis zu zehn Benutzerprofile mit insgesamt 15.000 Telefonbucheinträgen gespeichert werden können und eine DialogPlus Sprachsteuerung laut Hersteller alle Telefonfunktionen wahlweise auch über die Stimme bedienbar macht. Auch hier ist eine Verbindung ohne Kabel mit dem iPhone und A2DP-fähigen Handys möglich.

Seitens der Premiumfahrzeughersteller gibt es serienmäßige Module, aber auch Varianten in der Sonderausstattung, die das Telefonieren und die Kommunikation im Dienstwagen möglich machen. Wer das iPhone, das iPad, seinen Laptop oder das Netbook als mobiles Büro nutzt, findet beim Hersteller Audi kabellosen Zugang. Laut Audi können bis zu acht Endgeräte wie Laptop, Apple iPad oder Netbook vom Beifahrer und von Fondpassagieren gleichzeitig über ein fahrzeugintegriertes WLAN-Modul mit dem Internet verbunden werden. In das Bluetooth- Autotelefon-Online legt der Fahrer eine datenfähige SIM-Karte ein, um den Internet-Zugang zu aktivieren. Als Alternative ist auch eine Verbindung via SIM-Access-Profile und Bluetooth des Mobiltelefons möglich. Für den Audi A4 sind Bluetooth-Schnittstelle, Handyvorbereitung (bestehend aus Freisprecheinrichtung mit Sprachbedienung sowie Ladeeinrichtung für das Handy), Handyvorbereitung in der Mittelarmlehne und Bluetooth-Autotelefon als Sonderausstattungen erhältlich.
Auch Mercedes-Benz bietet für die Kommunikation im Fahrzeug Features wie das Media Interface (beispielsweise für das T-Modell der EKlasse), das je nach Wunsch zur Auswahl steht, an. Laut Hersteller ermöglicht eine universelle Schnittstelle die Verbindung und Bedienung tragbarer Audiogeräte mit dem Infotainmentsystem. Über das serienmäßige Multifunktionslenkrad lassen sich zudem Telefon, Navigationssystem, Autoradio und andere Geräte steuern.

Bei Porsche bietet die Serienausstattung beim Cayenne ein integriertes Antennensystem für Audio, Telefon, Navigation sowie TV. Zusätzlich stehen Telefonmodul, Sprachbedienung und das Porsche Communication Management-System (PCM) mit Touchscreen zur Auswahl. Das optionale GSM-Telefonmodul bietet laut Porsche hohen Bedienkomfort und optimierte Sprachqualität. Der Fahrer legt seine SIM-Karte direkt in den im PCM integrierten SIM-Kartenleser ein und kann mittels Freisprecheinrichtung oder des, auf Wunsch erhältlichen, schnurlosen Bedienhörers telefonieren. Außerdem kann er mit der Bluetooth®-Verbindung seines Mobiltelefons über das SIM-Access Profile (SAP) Telefonate führen. Je nach Mobiltelefon hat der Nutzer laut Hersteller dabei nicht nur Zugriff auf die Nummern der SIM-Karte, sondern auch auf den internen Speicher im Mobilfunkgerät. Die Bedienung erfolgt komplett über das PCM. Das Mobiltelefon kann dabei in der Jackentasche bleiben.

BMW bietet für alle Modelle das BMW Bluetooth Headset mit Plug-In Ohrhörer in drei Größen für einen universellen Einsatz an. Telefonfunktionen wie Gesprächsaufnahme, Auflegen oder Lautstärkeneinstellung erfolgen per Knopfdruck am Headset. Neben einer Basis- Freisprecheinrichtung (zum Beispiel für das Modell 3er Touring), die für gängige Mobiltelefone sowie für RIM und BlackBerry® geeignet ist, bietet der Münchner Auto-Hersteller auch einen Snap-In-Adapter mit USB-Schnittstelle für bluetooth-fähige Geräte sowie Apple iPhone ® an. Bei diesem Modul telefoniert der Fahrer über eine Freisprecheinrichtung und bedient diese mittels iDrive Controller, Multifunktionslenkrad oder Sprachsteuerung. Auch das System BMWConnectedDrive bietet umfangreiche Office-Funktionen, die über das Telefonieren hinausgehen.

Volvo stellt für alle Modelle ebenfalls eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung für gängige Mobiltelefone mit Bluetooth-Schnittstelle zur Verfügung. Schon beim Einstieg ins Fahrzeug wird ein Telefonat vom Handy auf die PKW-Einrichtung ohne Unterbrechung umgeschaltet. Die Gesprächspartner unterhalten sich via Volvo Audioanlage. Das Mikrofon befindet sich an der Deckenkonsole über dem Innenspiegel. Mit dem Kommunikationssystem Volvo On Call (VOC) steht dem Fahrer eine umfangreiche Unterstützung im Falle eines Unfalls beziehungsweise einer Panne zur Verfügung. Laut Hersteller reagiert das System bei einem schweren Unfall automatisch und informiert bereits beim Auslösen eines Airbags die VOC-Zentrale. Dabei wird der aktuelle Standort des Fahrzeugs übermittelt. Erfolgt bei Anruf des VOC-Operators keine Reaktion seitens des Fahrers, benachrichtigt das System Polizei und Rettungskräfte. VOC beinhaltet ein eingebautes Mobiltelefon mit einer SIM-Karte speziell für solche Notfall- oder Service-Anrufe. Mit einem zusätzlichen SIMKarten- Steckplatz ist eine reguläre Telefonnutzung möglich.

Dank der verschiedenen Module der Fahrzeughersteller und Anbieter von Kommunikationslösungen für Automobile, ist das Telefonieren während der Autofahrt eine legale Angelegenheit. Somit schont der Fahrer sein Punktekonto in Flensburg und erspart sich den vermeidlichen Konflikt mit dem Gesetzgeber. Die Kommunikationsmöglichkeiten mögen die Sicherheit insofern erhöhen, als dass der Fahrer beide Hände am Lenkrad hat. Es bleibt dennoch die Ablenkung durch das Telefonat per se, die letztendlich das eigentliche Risiko darstellt.