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Flottenmanagement: Herr Koller, in den Fuhrparks steht wieder der saisonale Reifenwechsel an – auf Winterreifen. Die rasche, lückenlose Organisation des Wechsels bis zum letzten Dienstwagenfahrer stellt für den Fuhrparkmanager regelmäßig eine besondere Herausforderung dar, in welchen Punkten sind Sie hier als Ratgeber seitens A.T.U gerade besonders gefragt, mit welchen speziellen Lösungen für Flottenbetreiber warten Sie aktuell auf?

Koller: Wir raten unseren Flottenkunden zu einer frühzeitigen Umrüstung auf Wintereifen. Warum? Erstens könnten die Winterreifen im Markt aufgrund der reduzierten Kapazitäten der Reifenhersteller in diesem Jahr knapp werden. Zweitens sind bei einer frühen Umbereifung die Wartezeiten deutlich geringer. Daher die klare Empfehlung: am besten bis spätestens 15. Oktober umzurüsten. Unterstützung geben wir den Fuhrparkmanagern durch unseren ausgefeilten Online-Terminplaner und unsere telefonische Flotten-Hotline.

Flottenmanagement: Was kann es nach Ihren Erfahrungen bei einem bundesweit operierenden Fuhrpark dem Fuhrparkmanager in Einzelfällen nach wie vor erschweren, dafür Sorge zu tragen, dass auch der letzte Dienstwagenfahrer rechtzeitig garantiert auf die vom Gesetzgeber vorgeschriebene „angepasste Bereifung“ umgerüstet hat? Welche Maßnahmen empfehlen Sie dann?

Koller: In der Regel ist jeder Einzelne gefragt – und gefordert. Denn in Bezug auf Sicherheit sollte es im Eigeninteresse des Fahrzeugnutzers liegen, rechtzeitig auf wintertaugliche Bereifung umzurüsten. Ein zeitnah an alle betroffenen Mitarbeiter verschickter Hinweis des Fuhrparkverantwortlichen sollte ausreichen.

Flottenmanagement: Winter- oder Allwetterreifen ist in unseren Breiten eine stetig wiederkehrende Diskussion, das Angebot an Ganzjahresreifen ist gewachsen, es werden schon Transporter ab Werk mit Ganzjahresreifen ausgeliefert. Mit „M+S-Kennung“ oder „Schneeflockensymbol“ gelten auch Allwetterreifen im Winter als „angepasste“ Besohlung. Sie umgibt der Charme, die Anzahl der Reifenwechsel reduzieren zu können, sie sollen aber in punkto Haftung und Bremswege nicht ganz auf Winterreifen- Niveau liegen. Stellt sich aber in der kalten Jahreszeit nicht generell die Frage „angepasster“ Fahrweise, oder warum können Allwetter- Pneus dennoch die schlechtere Wahl sein?

Koller: Ein Ganzjahresreifen ist immer ein Kompromiss, aber auch sicherlich etwas entfernt von der Ideallösung. Im Hochsommer hat er nicht die gleichen Fahreigenschaften wie ein Sommerreifen, bei Schnee und Kälte kann er bei der Griffigkeit und Bremsverhalten nicht mit einem Winterreifen konkurrieren. Jeder Fuhrparkmanager muss die Entscheidung selbst treffen. Wir raten zu Winterreifen im Winter und Sommerreifen im Sommer.

Flottenmanagement: Ebenso scheint der rollwiderstandsoptimierte Reifen im Hinblick auf weitere Spritersparnis im Kommen, der inzwischen hier und da auch als Winterreifen angeboten wird. Können Sie seitens A.T.U eine verstärkte Nachfrage der Flottenbetreiber nach solchen Reifen feststellen, seit die Hersteller von Marken-Reifen ihren entsprechenden Produkten einen voll akzeptablen „Nassgriff“ bescheinigen?

Koller: Nein. Eine verstärkte Nachfrage der Fuhrparkmanager nach rollwiderstandsoptimierten Reifen haben wir bisher nicht registriert. Wichtig sind für die meisten unserer Kunden ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und die Reifenmarke.

Flottenmanagement: Wo die einzelnen Module eines Full Service-Leasing wieder auf den Prüfstand gestellt werden, gliedern die Fuhrparkmanager am ehesten die Dienstleistung „Reifenersatz“ wieder aus und übernehmen hier das Management mit Unterstützung spezialisierter Dienstleister in Eigenregie. Worin sehen Sie die wesentlichen Ursachen hierfür, wie argumentieren Sie gegebenenfalls seitens A.T.U für eine solche Entscheidung?

Koller: Diese Entwicklung können wir aus eigener Erfahrung bestätigen. Die Ursachen liegen in der mangelden Transparenz der Full Service- Angebote der Leasinggesellschaften. Hinzu kommt, dass der Kunde für Leistungen bezahlt, die er gar nicht in Anspruch nimmt. Denn diese „All inclusive“-Pakete eignen sich sehr gut dafür, diverse Aufschläge bei Wartung und Versicherung unterzubringen. Zahlreiche Flottenverantwortliche haben das Gefühl, bei den im Leasing-Vertrag beinhalteten Wartungspauschalen zu viel zu bezahlen. Deshalb gibt es einen ganz klaren Trend – und der geht zum Auftrennen der Komponenten in Einzelleistungen. Bei einer ausgegliederten Dienstleistung, zum Beispiel ‚Reifenersatz’, hat der Kunde viele Vorteile. Bei A.T.U sind in der Reifenpauschale zum Beispiel weder versteckte Management Fees enthalten, noch werden Kick Backs abgezogen. In der Kalkulation werden für den Kunden sämtliche Komponenten aufgezeigt, die in die Berechnung einfließen. Dadurch entstehen mehr Effizienz, mehr Preiswürdigkeit und mehr Transparenz. Der Fuhrparkverantwortliche hat eine höhere Kontrolle über seine Ausgaben und fährt damit in den meisten Fällen deutlich besser und kostengünstiger als mit Full Service- Leasing der Hersteller.