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Das Optimieren fängt dabei schon bei der Auswahl des Reifentyps an: Soll es ein „normaler“ Pneu sein, oder doch lieber ein rollwiderstandsoptimierter Reifen – etwas teurer, aber eben auch günstiger im Spritverbrauch? Liegt der Focus auf reiner Kostenersparnis, oder gönnt man den Fahrern – gerade auch bei Kundenverkehr und auf der Langstrecke – doch lieber die optimierten und laufruhigeren Markenreifen? Ist das letzte Stückchen Fahrkomfort wichtig, oder doch lieber, dass man auch bei einem defekten Reifen noch bis zum Termin oder zumindest bis zur Werkstatt kommt – mit einem Runflat-Reifen? Soll vielleicht generell schon ein Reifendruckkontrollsystem – soweit verfügbar – für alle Fahrzeuge vorgeschrieben werden, wie es ja ohnehin ab 2012 sinnvoller Weise in der EU Pflicht wird?

Wenn dann der richtige Reifen gefunden ist, gehen die Entscheidungsprozesse weiter: Auf welche Felge soll oder darf der gewählte Reifen aufgezogen werden? Alu- oder Stahlfelgen sind weniger eine Frage von Fahrkomfort und Praktikabilität, als vielmehr eine Frage von Außenauftritt und Mitarbeitermotivation. Heute ist der Anschaffungspreis zwischen diesen Felgenarten aber gar nicht mehr so unterschiedlich, jedoch sind die Alufelgen empfindlicher, und Beschädigungen können den gewünschten Restwertvorteil schnell wieder aufheben. Dafür bieten inzwischen Reifendienstleister gute und preisgünstige SmartRepair-Verfahren auch für Alufelgen an.

Ebenfalls zu entscheiden ist, ob sich der Fuhrparkleiter der inzwischen überwältigenden Mehrheit derer anschließt, die im saisonalen Wechsel Sommer- und Winterreifen fahren lassen anstelle von Ganzjahresreifen oder gar nur Sommerreifen (hier ist die Quote erfreulicherweise auf rund fünf Prozent zurückgegangen). Diese Frage sollte nicht nur unter Kostengesichtspunkten, sondern auch unter dem Gesichtspunkt der Fahrersicherheit entschieden werden. Nicht zuletzt gibt es ja auch noch eine Fürsorgepflicht des Arbeitgebers – auf keinen Fall sollte ein Dienstwagen im Winter mit Sommerreifen gefahren werden.

Aber auch die Frage, ob der Fuhrparkleiter einen Reifenservice im Leasingvertrag abschließt, oder eben doch einen externen Dienstleister wählt, birgt Optimierungspotential. Denn es gibt inzwischen mehrere professionelle Dienstleister, die den Reifenservice oft günstiger und individueller anbieten können. Bei einem Kauffuhrpark stellt sich die Frage nach dem Outsourcing-Partner allemal, denn das Reifenmanagement frisst, wenn man nicht jeden Tag damit beschäftigt ist und es nur für den eigenen Fuhrpark machen muss, unnötig Zeit und mithin Geld.
Auf den folgenden Seiten in unserem Reifenspecial haben wir einige Aspekte des Reifenmanagement zusammengetragen.