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Cabrios in der großen Fahrzeugflotte? Na klar, was taugt besser als zugkräftiges Motivationsfahrzeug? Das Adjektiv „zugkräftig” hat beim Megane CC dCi 130 durchaus eine gewisse Doppeldeutigkeit, schließlich handelt es sich bei dem mittleren Commonrail-Diesel um ein kräftiges Kerlchen, das im Gegenzug bezahlbar ist. Und 300 Nm Drehmoment sind genug, um das 1,6-Tonnen-Gefährt zu beherrschen, die aufwendige Klappdach-Konstruktion fordert offenbar ihren Tribut. So ein richtiger Stürmer ist dieser Renault natürlich nicht – weder in punkto Fahrleistungen noch bezüglich des Frischluft-Durchsatzes. So geht der Franzose als milder Cruiser durch, die weit vorgezogene Windschutzscheibe wird ihrer Bezeichnung gerecht, und der Vierzylinder bleibt freundlich im Tonfall.

Das obligatorische Sechsganggetriebe harmoniert ausgezeichnet mit dem Selbstzünder, die Stufen rasten nicht sonderlich sportlich, aber doch geschmeidig ein. Genügend Raum auch geschlossen lässt den Fronttriebler zum feinen Tourer avancieren, der auch mit längeren Strecken kein Problem hat. Nur viel Gepäck könnte zu einem solchen werden, jedenfalls trifft das zu, wenn man sich unterwegs entscheiden sollte, die Hüllen spontan fallen zu lassen. Dann gibt es keinen Platz mehr für das Klappdach – also erst bitte zum Ziel, dann schnell das Auto ausräumen und die moderate Brise genießen. Ganze 206 von den insgesamt verfügbaren 417 Litern verschlingt der Wetterschutz – ein klassenüblicher Wert. Ab 24.412 Euro steht der Megane CC mit dem 130 PS-Diesel beim Händler. Ebenfalls ein hübscher Wert, im wahren Sinne des Wortes.