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Kraftstoff sparen ist ja eine ehrenwerte Sache, aber muss man damit immer auffallen? Wer Prius kauft, fällt auf – das sollte jedem potenziellen Käufer klar sein, bevor er seinen Vertrag unterschreibt. Denn er war es, der den Hybrid-Antrieb populär machte. Heute gilt dieser spezielle Toyota als Synonym für umweltverträgliche Automobilität, und das erkennen Passanten im Vorübergehen selbst dann, wenn sie von Autos wenig verstehen. Aber es schadet keinesfalls, sich dem Prius unbedarft zu nähern, denn potenzielle Vorurteile versperren nur die klare Sicht auf dieses im Grunde schräge, aber doch irgendwie normale Vehikel. Dass die Verantwortlichen nicht unbedingt um Konventionalität bemüht waren, zeigt der Joystick für die Getriebe-Bedienung. Denn auch eine Driveby- Wire-Steuerung lässt gewöhnliche Wählhebel zu – Lexus GS und LS beweisen es.

Ansonsten aber präsentiert sich der mit 4,46 Metern ordentlich dimensionierte Fronttriebler erstaunlich profan und vor allem auch innen großzügig geschnitten. So müssen Hinterbänkler auch auf langen Reisen keineswegs leiden. Allein die Polster erscheinen für europäische Verhältnisse einen Tick zu plüschig; dazu passen die synthetische Lenkung und Bremsen, wobei letztere bissig ansprechen. Mit der dritten Prius-Generation ist erstmalig etwas von Drehmoment spürbar im Antriebsstrang, wenngleich das typische Verharren der Motordrehzahl bei steigender Geschwindigkeit noch immer auf dem Plan steht – das leistungsverzweigte System bedingt es. Wer zumindest eine Zeit lang rein elektrisch fahren möchte, muss auf den Plugin-Prius warten, der ja immerhin bereits angekündigt wurde.