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Das hat lange gefehlt: Ein günstiger Businessklässler im schicken Kombiformat, mit dem man sich außerdem bei Kunden blicken lassen kann, ohne gleich Neid zu erwecken. Skoda bietet dafür die passende Lösung, denn das Flaggschiff der Marke ist inzwischen auch als Lastesel zu haben. Dabei präsentiert sich der vornehm-zurückhaltende Osteuropäer keineswegs so bäuerlich; mit geraden Linien, massivem Kühlergrill und unaufgeregtem Abschluss (nur nachts fällt er durch markante Rückleuchten auf) vermittelt der lange Fronttriebler einen Hauch von Glanz. Schön, wenn man ihn so still genießen kann, denn für Passanten ist der Nutzwert-Superb ein Durchläufer. Also ab in die gute Stube und hautnah erleben, was es heißt, in großzügiger Atmosphäre Strecken zurückzulegen. Und natürlich in solider Umgebung, schließlich entspricht die Verarbeitungsqualität dem Volkswagen- Standard.

Etwas anders als bei den Produkten der Mutter gestaltete Armaturen treffen den schmalen Grat zwischen Wiedererkennung und Individualität. Instrumente und Tasten mit typischerweise in grün gehaltener Illumination bewahren die Markentradition. Darüber hinaus erfreut der Superb seine Insassen mit kommoden Sesseln, die sicherstellen, dass das Ziel der Langstreckentauglichkeit auch ja erreicht werden kann. Was passt da besser als ein sparsamer Dieselmotor? Hier bedienen sich die verantwortlichen Ingenieure des reichhaltigen Konzern-Baukastens; zwei Liter Hubraum erachtet man wohl als angemessen, und auch die Praxis zeigt, dass man mit der 170 PS starken Spitzenversion gut unterwegs ist. In Kombination mit dem schlupffreien und flink schaltenden Doppelkupplungsgetriebe wird aus der Fuhre ein durstarmer wie agiler Expressgleiter.

Und zwar einer, der praktisch (niedrige Ladekante) und üppig mit Gepäck beladen werden kann. Satte 1.834 Liter schluckt der Superb bei umgeklappten Sitzen und zeigt dem Wettbewerb damit Zähne – bei einem Kampfpreis von 20.126 Euro netto für die Basisversion mit dem 1,4-Liter TSI und 125 PS. Übrigens: Natürlich bietet der obere Mittelklässler ebenso viel Beinfreiheit im Fond wie das Limousinen-Pendant, was ihm wohl Einzigartigkeit beschert. Denn welcher andere Kombi ist schon Chauffeurtauglich? Aber selbst fahren macht ja doch mehr Spaß, zumal die Entwickler das Fahrwerk mit einer harmonischen Note zwischen milder Alltagstauglichkeit und moderater Sportlichkeit versahen. Freilich ist der attraktive Diesel mit einem Zuschlag in der Anschaffung belegt, so dass die hier besprochene 125 KW-Variante mit 25.420 Euro netto (inklusive DSG) in Grundausstattung zu Buche schlägt.