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Pkw- und Lkw-Reifen sind in weiten Teilen aus Naturkautschuk – und damit ein Produkt aus nachwachsenden Rohstoffen. Um sie nach den hohen Anforderungen der Verbraucher zu fertigen, suchen Chemiker in ihren „Gummiküchen“ genannten Laboren immer neue Mischungen und Verbindungen. So konnte die Forschungsabteilung bei Continental laut eigenen Angaben den Materialeinsatz von Chemikalien, die als potentiell gefährlich für die Umwelt gelten, deutlich verringern. Dabei soll parallel das Leistungsvermögen von Reifen sogar noch weiter angestiegen sein. Dr. Boris Mergell, Leiter der Material und Prozessentwicklung Pkw- und Lkw-Reifen bei Continental sieht kein Ende dieser Entwicklung, sondern glaubt, dass der deutliche Trend zum „Downsizing“ im Chemie-Einsatz sich weiter fortsetzen wird. Für ihn ist der „Grüne Reifen“ schon im Handel angekommen. Schließlich würde ein Pkw- Reifen zu zwei Dritteln aus Kautschuken bestehen, wovon ein guter Teil ein nachwachsender Rohstoff ist, der aus dem mittelamerikanischen Gummibaum gewonnen wird. Insgesamt können Reifen mit alternativen Festigkeitsträgern um bis zu zehn Prozent leichter als herkömmliche Erzeugnisse sein, was dazu beiträgt, dass der Kraftstoffverbrauch weiter gesenkt wird.