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In Kooperation mit dem Unternehmensberater Dr. Werner Lohrberg hatten wir in Flottenmanagament 1/2009 (S. 80) den Startschuss für eine umfangreiche Umfrage zum Thema Alternative Antriebe gegeben. Dabei liegen die wesentlichen Motivationen für eine solche Umfrage darin begründet, dass wir uns jetzt in dem Jahrhundert befinden, in dem nach allen bekannten und ernstzunehmenden Schätzungen die Erdölquellen früher oder später versiegen werden.

Das verkürzt auch die Entwicklungszeiträume bei den Fahrzeugherstellern und die Vorlaufzeiten für die Erprobung von Alternativen, nicht zuletzt in den Fuhrparks. Was in einem Jahrzehnt Y im Sinne ungebrochener und störungsfreier Mobilität funktionieren soll, muss in einem Jahrzehnt X weidlich getestet werden. Und noch, im Jahr 2009, ist nicht klar, wohin die Reise mit welchen alternativen Antrieben gehen soll. Langsam aber drängt die Zeit...

Dr. Lohrberg befasst sich mit alternativen Energien bereits seit mehr als zwölf Jahren. So war er beispielsweise Mitglied des Projektteams, das 1997 den Bau der ersten Erdgastankstelle in Kassel umsetzte, was den Weg dafür bereitete, dass die Aral AG heute mit rund 150 Erdgastankstellen Marktführer auf diesem Gebiet ist. Er führt dieselbe Mafo-Studie nun auch in der Schweiz durch, was nachher zusätzlich die Realisierung eines Ländervergleichs ermöglicht.

Der Aufruf an die Flottenmanagement-Leser zur regen Beteiligung hat ein nachhaltiges Echo gefunden, wöchentlich gehen über unsere Internetseite www.flotte.de bis zu einem Dutzend Antworten ein, das Thema stösst auf Interesse. Das deckt sich auch mit unseren Beobachtungen, dass seit etwa zwei Jahren, sei es im Hinblick auf eine CO2-Optimierung Fuhrparks, sei es in punkto Testeinsätze von alternativ angetriebenen Fahrzeugen an Fuhrparkrändern, deutliche Bewegung in die Branche gekommen ist. Dr. Werner Lohrberg fasst eine erste Auswertung von Trends so zusammen:

- Die Suche nach Möglichkeiten zur Kosteneinsparung ist das aktuelle Thema, das die Entscheider der Flottenbetreiber in 2009 beschäftigt – gefolgt bereits von der Frage, ob Fahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten Einsatz im Fuhrpark finden sollten. Als Informationsquelle bei der Beschäftigung mit dieser Thematik finden an erster Stelle Fachzeitschriften Berücksichtigung. Die Recherche im Internet steht hier an zweiter Stelle.

- Mehr als jeder Dritte der Befragten hat bereits Autogas-, Erdgas- oder Hybridfahrzeuge im Einsatz. Die Erfahrungen mit diesen Fahrzeugen sind sehr unterschiedlich, und dementsprechend streut das Zufriedensspektrum breit; von sehr zufrieden bis unzufrieden.

- In 2009 werden die Fahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten in immer mehr gewerblichen Flotten zum Einsatz kommen, denn bei mehr als der Hälfte der Befragten werden im laufenden Jahr diese Fahrzeuge in den Kreis der auszuwählenden Fahrzeuge aufgenommen.

- Aus Sicht der Befragten sind insbesondere die Automobilhersteller gefordert, den Fahrzeugen mit alternativen Antriebskonzepten zum Durchbruch im Markt zu verhelfen. Gefordert wird dabei ein breiteres Modellangebot, eine vergrößerte Reichweite und ein geringerer Aufpreis. Ein weitere wichtige Forderung richtet sich an die Mineralölindustrie mit dem Angebot von mehr Tankstellen. Aber auch der Staat mit zusätzlichen steuerlichen Anreizen ist aus Sicht der Entscheider im Flottenbereich gefordert.

Dr. Werner Lohrberg und wir bitten weiterhin um rege Beteiligung, damit wir in der nächsten Flottenmanagement ein aussagekräftiges Gesamtergebnis der Umfrage veröffentlichen können. „Vieln Dank“

Fragenkatalog auf www.flotte.de

Um zu erfassen, in welchen Teilbereichen welcher Fuhrparks alternative Antriebskonzepte bereits zum Einsatz kommen und welche Erfahrungen die Flottenbetreiber damit gesammelt haben, hat Dr. Werner Lohrberg einen sehr interessanten, speziellen Fragenkatalog für die Leser von Flottenmanagement entwickelt, den wir sehr gern zur Beantwortung auf unsere Internetseite www. flotte.de gestellt haben. Wir bitten freundlich um rege Beteiligung, damit es hier zu aussagekräftigen Auswertungen kommen kann, über die wir in den nächsten Ausgaben berichten. Das Ausfüllen des Fragebogens im Multiple Choice-Verfahren ist einfach und nimmt nicht mehr als 10 Minuten in Anspruch. Vielen Dank.

Beispielhafte Fragen:

• Welche alternativen Antriebsenergien haben Ihrer Meinung nach im Markt die besten Realisierungschancen? Bitte unterscheiden Sie zwischen dem mittelfristigen und langfristigen Zeitraum.

• Wer ist aus Ihrer Sicht in erster Linie gefordert, um den alternativen Antriebskonzepten zum Durchbruch im Markt zu verhelfen?

• Was muss aus Ihrer Sicht geschehen, dass in Ihrem Fuhrpark mehr Fahrzeuge mit alternativen Motorenkonzepten eingesetzt werden?