PDF DOWNLOAD

Seit einigen Jahren be nden sich die Restwerte mehr oder weniger im freien Fall, von ganz wenigen Fahrzeugtypen abgesehen. Hiervon sind auch wiederholt die Leasinggesellschaften betroffen, überall dort jedenfalls, wo aus Wettbewerbsgründen zu Gunsten möglichst niedriger Finanz-Leasingraten die Restwerte auf drei, dreieinhalb oder vier Jahre im vorhinein extrem optimistisch kalkuliert wurden. Schon das allein führte dann bei der Fahrzeugrückgabe zum bösen Erwachen, weil die Leasingrückläufer in der Wiedervermarktung nicht die einmal erhofften Preise erzielten. Die eine oder andere Leasinggesellschaft sah sich gezwungen, über die Zeit in ihren Bilanzen gar Rückstellungen für Restwertverluste zu bilden.

Diese Problematik hat bei den betroffenen Leasinggesellschaften auch noch einmal den Blick für die Fahrzeugrückgabe an sich im Hinblick auf die Fahrzeugzustände geschärft, gilt es doch für sie hier mehr denn je - in angespannter Lage auf dem Gebrauchtwagenmarkt - kein weiteres Geld zu verlieren. Das mag in Einzelfällen auch dazu führen, dass bei einer besonders kritischen Bewertung die eine oder andere, simple Gebrauchsspur eines drei Jahre alten Fahrzeugs mit 120.000 Kilometern Lau eistung schnell einmal zu einem Reparaturschaden hochstilisiert wird und beim Flottenbetreiber zu entsprechend hohen Nachforderungen führt. Eigentlich kann aber ein solches, unerfreuliches Ergebnis im Hinblick auf die gesamte Kundenbeziehung zum Flottenbetreiber letztlich auch nicht im Interesse der Leasinggesellschaft liegen.

Vor diesem Background haben sich zwei Unternehmen vom Niederrhein, die Hüsges Gruppe als Kfz-Sachverständigen-Zentrale mit Sitz in Willich und die in Neuss beheimatete TIP-TOP Autoaufbereitungs GmbH & Co. KG, die Hand gegeben, um mit einem präventiven Dienstleistungspaket eine Win-win-Situation für Flottenbetreiber und Leasinggesellschaft zu kreieren, die die Fahrzeugrückgabe durch Generierung eines Mehrwerts für beide Seiten entschärft.

Sie treten nun mit folgendem Angebot an den Flottenbetreiber heran: Die Hüsges Gruppe fertigt einen Zustandsbericht über die Leasing- Rückläufer an. Wenn beispielsweise aus einem 2.000 Wagen-Fuhrpark 20 Leasingfahrzeuge zur Rückgabe anstehen, braucht TIP-TOP die Autos zur professionellen smart repair- und Nano-Aufbereitung spätestens sechs Wochen vorher. Da das Neusser Unternehmen auch Kooperationen zu einigen Glas-Unternehmen p egt, können dabei auch Steinschläge in der Windschutzscheibe repariert beziehungsweise Scheiben ausgetauscht werden.

Hat der Fuhrparkbetreiber Waschmöglichkeiten vor Ort, beispielsweise für die Hochdruckreinigung von Felgen, können die Arbeiten auch durch eine mobile Service-Einheit des Autoaufbereiters beim Kunden erledigt werden. Weist ein Fahrzeug lediglich normale Gebrauchsspuren auf, die der Lau eistung entsprechen, können diese innerhalb von 24 Stunden entfernt werden. Die beiden Unternehmen empfehlen den Flottenbetreibern, zum Zwecke einer Vorab-Kalkulation etwa ein Jahr vor Ablauf einer beispielsweise dreijährigen Leasing-Laufzeit eine Liste darüber einzureichen, welche Fahrzeuge wann zur Rückgabe bei welchem Leasinggeber anstehen.

„Wir haben uns an einen Tisch gesetzt und überlegt, wie können wir für gemeinsame Kunden unsere Prozesse noch schlanker gestalten und dabei den Kunden gleichzeitig auch noch einen Mehrwert generieren“, motivierte Arndt Hüsges, ManagingDi-rector der Hüsges Gruppe, in einem Exklusiv-Termin mit Flottenmanagement die Kooperation. „Dabei ist uns auch aufgefallen, dass wir in unseren Dienstleistungen oft parallel dieselben Wege beschreiten. Wir nutzen jetzt die CarData24- Software gemeinsam, das Know how im Hinblick auf Check in/ Check out ist auch in Neuss aufgenommen worden, und wir fertigen Zustandsberichte und Minderwertgutachten in zehn Sprachen an.“ Und Suat Yilmam, Leiter Vertrieb und Koordination bei TIP-TOP ergänzt: „Das bringt dem Flottenkunden nicht nur eine sehr deutliche Zeitersparnis, sondern wir reduzieren damit auch die Übertragung von Fehlerquelen ganz er heblich.“

Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich das vom heutigen Geschäftsführer Turabi Yildiz gegründete Unternehmen in der professionellen Fahrzeugaufbereitung als sinnvolle Vorstufe für eine ertragsorientierte Wiedervermarktung. Bei den hier aufbereiteten Fahrzeugen handelt es sich zu mehr als 80 Prozent um Rückläufer aus dem Vermiet- und Leasinggeschäft. Die Dienstleistungen beinhalten wesentlich die wirtschaftlichere smart repair-Methode mit teilweise patentierten, hochmodernen Verfahren der Glas-, Karosserie-, Kunststoff-, Leder- und Textilbearbeitung sowie die Fahrzeugreinigung nach dem sogenannten Nano-Verfahren mit Wegpolierung des Schmutzes. In der qualitativen Ausführung der Arbeiten konzentrieren sich die einzelnen Stationen mit ständiger Selbstkontrolle auf ein einheitliches Qualitäts-Niveau, damit dieangebotenen Fahrzeuge keine unterschiedlichen Aufbereitungszustände aufweisen. Nach Unternehmensangaben wird derzeit jährlich über eine halbe Miilion Fahrzeuge durchgeschleust.

Der Kooperationspartner, vor nahezu 40 Jahren von Helmut Hüsges einmal als Ingenieurbüro gegründet, ist von den Söhnen Bernd und Arndt Hüsges innerhalb der letzten zehn Jahre zu einer der größten unabhängigen Kfz-Sachver-ständigen-Organisationen in Deutschland mit mehr als 100 Franchise-Partnern und 160 Standorten weiterentwickelt und ausgebaut worden. Zu den wesentlichen Dienstleistungen zählen Kfz-Gutachten und –Bewertungen, Zustandsberichte, das Schadenmanagement mit der Abwicklung von Kasko- und Haftp ichtschäden mithilfe eines bundesweiten Partner-Netzwerkes sowie das Angebot von Kfz-Versicherungen für Großkunden. Sämtliche Dienstleistungen sind für den Kunden über das Portal CarData24 jederzeit abrufbar.

„Wir erstellen das bundesweit einheitliche Gutachten über die Schäden und geben das über die CarData24-Kommunikations- Plattform an TIP-TOP“, summiert Arndt Hüsges die Kundenvorteile. „Von dort erhält der Flottenbetreiber ein top aufbereitetes Fahrzeug zurück, wodurch die Leasinggesellschaft garantiert höhere Verkaufspreise im Remarketing erzielen wird. Für den ganzen Prozess hat der Fuhrparkbetreiber in der Hüsges Gruppe nur noch einen Ansprechpartner.“