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Allen Unkenrufen über die allgemeine Wirtschaftslage zum Trotz sieht sich die Volkswagen Leasing GmbH in Braunschweig gut aufgestellt für die Zeiten und Anforderungen, die da kommen. Der Vertragsbestand mit Fahrzeugen im Management allein im Bereich Großkunden ist nach Unternehmensangaben jetzt bei über einer halben Million angekommen (Stand 30.09.08) und gliedert sich momentan in die Quoten 23 Prozent Full Service-Leasing-Verträge, weitere 29 Prozent Finanzleasing-Verträge und 48 Prozent reine Service-Verträge. „Grundsätzlich ändert sich aufgrund der Finanzkrise nicht ad hoc der Mobilitätsbedarf unserer Kunden.
Fakt ist jedoch, dass in dieser Situation die Preissensibilität sehr wohl zunimmt. Dennoch verzeichnen wir gegenwärtig ein stärkeres Wachstum als der Gesamtmarkt mit einem Rekord-Plus von 22 Prozent,“ bekundete Lars- Henner Santelmann, Sprecher der Geschäftsführung, auf dem „Innovation Day“ der Volkswagen Leasing im November letzten Jahres in Wolfsburg, „auch steigt der Full Service-Leasinganteil zunehmend. Begünstigt wird diese Entwicklung unter anderem dadurch, dass die Non-Captives im Bereich der kleineren Flotten weiter an Einfluss verlieren.“
Auch im Hinblick auf die Restwert-Problematik fühle man sich in Braunschweig nach wie vor gut gerüstet. Schon vor Jahren sei ein professionelles, europaweites Used Car Management in Form einer internationalen Gebrauchtwagendrehscheibe installiert worden. Im Übrigen zeige sich weiterhin eine vergleichsweise hohe Restwert-Stabilität der Konzernprodukte. „Wir stellen immer wieder fest,“ betonte Geschäftsführer Dirk Pinkvos, „dass wir im Rahmen unseres Geschäftsmodells auch im Gebrauchtwagengeschäft noch eine sehr leistungsfähige Position einnehmen.“

Vor diesem Hintergrund haben sich die Strategen der Volkswagen Leasing im Hinblick auf die Erschließung weiterer Zielgruppen und Marktpotenziale im Firmen- beziehungsweise Großkundengeschäft viel vorgenommen. So wurde die im Juli 2007 gestartete Dienstleistungs- und Service-Offensive, „Minus 50 Prozent auf Wartung und Verschleiß“, nunmehr auf alle klassischen Konzernmarken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda sowie Volkswagen Nutzfahrzeuge ausgedehnt. Demnach kostet bei einer Laufzeit von 36 Monaten und 30.000 Kilometern jährlicher Fahrleistung die Dienstleistung Wartung und Verschleiß beispielsweise für einen Passat Variant, mit 1,9 Liter-TDI-Motor und 77 kW Leistung, statt bisher 55 lediglich noch 27,50 Euro, für einen VW Transporter T5 (mit 2,5 Liter und 96 kW Leistung) statt bisher 72 Euro lediglich noch 36 Euro und für einen VW Crafter 35 (mit 2,5 Liter-TDI und 80 kW Leistung) statt bisher 68 Euro lediglich noch 34 Euro. Darin enthalten sind alle Kosten für Inspektionen, Abgasuntersuchungs- und HU-Gebühren, sämtliche Werkstattleistungen infolge Verschleiß sowie die Abschlepp- und Bergungskosten im Pannenfall.

In diesem Zusammenhang verwies Thomas Rennebaum, Leiter Marketing und Produktmanagement im Geschäftsbereich Großkunden der Volkswagen Leasing, noch einmal auf das separate Dienstleistungs-Modul „Notfall- und Schadenmanagement“ auch für Unfall-Situationen. Diese Dienstleistung umfasst das aktive Schadenmanagement in Bezug auf Bergen, Abschleppen und Mietwagen, die mehrsprachige Hotline rund um die Uhr, vereinfachte Abwicklungsprozesse für Fahrer und Fuhrparkmanager, die professionelle Schadenabwicklung mit Einschaltung von Rechtsanwalt und Gutachter sowie die Verauslagung der Kosten gemäß Leistungskatalog.

„Darüber hinaus“, so Rennebaum, „steht den Kunden über unser Control- und Reporting- System fleetCARS ein übersichtliches, jederzeit online abrufbares Schadenreporting zur Verfügung.“ Eine „intelligente Verknüpfung“ mit dem Online-Reporting-System gewährleiste im Übrigen auch das bequeme Handling der vor kurzem eingeführten elektronischen Führerscheinkontrolle mit LapID in Kooperation mit Wollnikom. Insbesondere werde hier der Dienstwagennutzer automatisch an die Vorlage seines Führerscheins bei einem von 350 Volkswagen-/Audi-Vertragshändlern oder an einer der weit über 1.000 bundesweiten LapID-Stationen per Mail und/oder SMS erinnert. Dabei sei ein standardmäßiger Turnus von zwei Prüfungen pro Jahr festgelegt. Der Rhythmus kann jedoch individuell durch den Fuhrparkverantwortlichen festgelegt werden. Sehr gut angenommen würde die neue, in Verbindung mit einem Leasingvertrag kostenlose „Tank & Service Karte Bonus“ für kleine und mittelgroße Fahrzeugflotten, die europaweit in einem flächendeckenden Tankstellennetz von rund 19.000 Stationen akzeptiert würde. Das Angebot umfasst ein Tankarten-Doppel der Gesellschaften Shell und Agip. Im Zuge dessen 1 Cent Nachlass pro Liter Diesel (inklusive Mehrwertsteuer), ein kostenloses Standardreporting, 500 Club Smart Punkte Startguthaben bei Shell und 10 Prozent Rabatt auf die Wagenwäsche bei Agip. „Allein in den letzten vier Monaten“, berichtete Rennebaum dann im Dezember, „konnten wir rund 7.000 neue Tankkarten ausgeben.“

Anschließend stellte Dr. Frank Woesthoff als neuer Leiter Fuhrparkmanagement bei Volkswagen Leasing brandaktuelle Produkte für die Optimierung der Fahrzeugauswahl und das Flotten-Handling vor. So führte er unter der Überschrift „Wie bekommen wir das Thema Auto umweltfreundlicher gestaltet?“ das Produkt „Fleet Competence eCO2“ für den CO2- optimierten Fuhrpark im Rahmen der „Green Fleet“-Aktivitäten ein. „Wir haben die Frage beantwortet, an welchen Stellschrauben der Flottenbetreiber zur Erreichung dieses Ziels sofort und wirkungsvoll drehen kann“, verdeutlichte Woesthoff. „Wir sehen hier die Instrumente ‚Hardware‘, insbesondere den Einsatz von Blue- Motion- oder Eco Fuel-Modellen des Volkswagen Konzerns im Fuhrpark, die Optimierung der ‚Software‘, durch das Angebot eines Spritspartrainings zu Sonderkonditionen sowie im Zuge dessen die Erweiterung des Reporting Tools fleetCARS um ein CO2-Monotoring. Komplettiert wird das Programm durch eine Projektpartnerschaft mit den Klimaschutz-Experten des Naturschutzbundes Deutschland e.V. (NABU, 450.000 Mitglieder)
Im Rahmen dieser Kooperation werden künftig zertifizierte Klimaschutzprojekte wie beispielsweise die Errichtung von Biogasanlagen oder die Wiederbewässerung einer ausgetrockneten Moorlandschaft unterstützt. „Wir selbst haben keine Kompetenz in punkto Klimaschutz“, begründete Woesthoff. „Wir brauchen ein kritisches, externes ‚Auge’, das wir auch unseren Kunden als kompetenten Gesprächspartner vorstellen, und eine Grundlage für die Herausgabe der Klima-Zertifikate. Durch den Einsatz unserer ‚Software’, können wir die CO2-Reduzierung sichtbar machen und dem Fuhrparkmanager aufzeigen. Imagegewinn und wirtschaftlicher Erfolg summieren sich zum erheblichen Kundenvorteil.“

Die Vertreter der Volkswagen Leasing GmbH und des Naturschutzbundes Deutschland e.V. unterzeichneten beim „Innovation Day“ vor Ort den entsprechenden Kooperations-Vertrag. „Zwar gestaltete sich der Dialog mit der Automobilindustrie in den letzten fünf Jahren nicht immer einfach,“ kommentierte NABU-Geschäftsführer Leif Miller die Unterschrift, „wir sind aber der festen Überzeugung, dass Fleet Competence eCO2 von beiden Seiten als gemeinsames, sehr ernsthaftes Projekt mit festem Willen und hohem Engagement verfolgt wird. Darüber hinaus sehen wir im Flottenmarkt auch einen entscheidenden Impulsgeber für den Gebrauchtwagenmarkt.“

Für Kunden, die saisonale Auftrags- beziehungsweise Auslastungsschwankungen ausgleichen müssen, stellt die Volkswagen Leasing GmbH 2009 drei neue flexible Leasing-Produkte zur Verfügung. Im Rahmen des „Mobilitätspool“ verringern sich die Leasingraten während der Vertragslaufzeit in festgeschriebenen Abständen. Hier kann entweder nach einem Jahr zu festen Konditionen die monatliche, risikolose Option der vorzeitigen Vertragsauflösung/-aufhebung vereinbart werden oder ein degressiver Leasingraten-Verlauf für vier Nutzungsphasen 9, 18, 27 und 36 Monate. Das Modell beinhaltet unter anderem das Geschäftsfahrzeug-Leasing, die GAP-Versicherung und die Vollkaskoversicherung. Mit dem Modell „MatrixLeasying“ haben Großkunden während der Vertragslaufzeit die Möglichkeit, ihren Vertrag anhand vorkalkulierter Leasingraten anzupassen.

Mit „FlexLeasying“, einem Telematik-gestützten Produkt, wird die Höhe der monatlichen Leasingrate anhand der gefahrenen Kilometer ermittelt. In diesem Fall besteht ein Leasingvertrag zwischen 24 und 54 Monaten Laufzeit, bei dem sich die Leasingrate aus einer Grundrate und einer Kilometerrate zusammensetzt. Voraussetzung ist der Einsatz einer Telematik- Box im Fahrzeug, die als herstellerautorisierte Nachrüstlösung über die Originalzubehör-Liste erhältlich und für die monatliche Abrechnung mit einem Kilometer-System des Leasing- Dienstleisters verknüpft ist. „Diese Variante ist liquiditätstechnisch als sehr vernünftig beispielsweise für Unternehmen mit saisonalen Auftrags- bzw. -Auslastungs-Schwankungen einzustufen“, ergänzte Woesthoff, „die demnach in Phasen geringerer Auslastung nur eine Grundrate zu entrichten hätten.“
Die nächsten Projekte sind schon in der Pipeline. Noch in diesem Jahr kommen zusätzlich ein Reifen-Modul und eine Versicherungslösung auf den Markt.