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Schon in der Prä-Volkswagen-Zeit von Skoda gab es einmal einen Superb, der in den Jahren von 1934 bis 1949 aus den Produktionshallen rollte. Die aktuelle zweite Generation hat natürlich bis auf den Namen nur noch wenig mit diesem historischen Fahrzeug gemein, mehr jedoch mit der ersten Generation. Als markantes Unterscheidungsmerkmal sei hier vor allem die Dachlinie genannt, die nun gestreckter und weniger rundlich ist. Auch die Frontpartie zeigt ein anderes Gesicht, denn der kantige Scheinwerfer wurde verkleinert beziehungsweise auf zwei Gehäuse verteilt. Insgesamt wirkt das Fahrzeug durchaus edel und ist seinem Erscheinungsbild nach jetzt eher der Oberen Mittelklasse als der Mittelklasse (Einstufung des KBA) zuzuordnen.

Konsequenterweise setzt sich der Qualitätsanspruch im Innenraum fort. Verarbeitung und Materialien sind relativ hochwertig, in der optischen Umsetzung aber nicht unbedingt spektakulär. Ein kleiner Hingucker ist die Zierleiste, welche sich vom Armaturenbrett bis zu den hinteren Fenstern zieht. Dort ist auf den Rücksitzen mehr als genug Platz für zwei Erwachsene, und vor allem die Beinfreiheit im Fond ist als überdurchschnittlich üppig zu klassifizieren. Der Superb II bietet ohnehin alle Voraussetzungen, um auch längere Distanzen komfortabel und entspannt zurücklegen zu können. Im Cockpit geben die bequemen Sitze ausreichend Halt, das Raumangebot ist großzügig, und dank des bedienerfreundlichen Navigationsgerätes Columbus (optional ab 1.328 Euro netto inkl. Radio, CD-Player und Festplatte) funktioniert die Zielführung ohne Probleme. Um das Gepäck unterzubringen, haben die Skoda-Konstrukteure dem Wagen eine zweigeteilte Kofferraumklappe verpasst, die entweder mit oder ohne Heckscheibe nach oben schwenkt. Der nun zugängliche Kofferraum fasst bei umgeklappten Rücksitzen beachtliche 1.670 Liter.

Für guten Reisekomfort ist aber auch eine entsprechende Motorisierung notwendig. Sie sollte über genug Leistung verfügen, um auch eilige Termine fristgerecht einhalten zu können, dabei aber den Stressfaktor nicht durch laute Fahrgeräusche unnötig in die Höhe treiben. Die erste Bedingung erfüllte unser Testwagen mit seinem 103 kW/140 PS TDI Pumpe-Düse- Aggregat und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 10,2 Sekunden. Hinsichtlich der Fahr- und Motorgeräusche erreicht er allerdings noch nicht ganz das Niveau vergleichbarer Modelle aus dem Mutterkonzern, und das obwohl auch unter seiner Motorhaube ein Vierzylinder aus dem VW-Regal seine Arbeit verrichtet. Eben dieser benötigt in Kombination mit der sauber schaltenden Sechsgang-Automatik im Durchschnitt 6,8 Liter und stößt dabei 177 g/km Kohlendioxid aus. Das Fahrwerk ist gut abgestimmt mit seiner Mischung aus sportlicher Straffheit und Komfort, ein weiterer Pluspunkt für die Langstreckentauglichkeit.

Das gefahrene Modell kostet in der Basisvariante mit Automatik 23.269 Euro netto. Ein weiterer Zwei-Liter-Motor mit 125 kW/170 PS und Schaltgetriebe startet bei 22.765 Euro netto, der kleinste der Selbstzünder mit 1,9 L Hubraum und 77 kW/105 PS hingegen bei 20.160 Euro netto. Letzterer ist auch im Superb GreenLine verbaut, einer verbrauchsoptimierten Variante mit 5,1 Litern Dieseldurst auf 100 Kilometern beziehungsweise einem Ausstoß von 136 g CO2 pro Kilometer, also 0,6 Litern weniger als die reguläre Version. Die drei Benziner liegen leistungstechnisch zwischen 92 kW/125 PS (19.319 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer) bis 191 kW/260 PS (29.235 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer)

Der neue Superb kann eine umfangreiche Serienausstattung inklusive Dieselpartikelfilter und schicker Optik beim In- und Exterieur auf der Haben-Seite verbuchen. Für den Fuhrparkentscheider dürfte aber vor allem das gute Preis-/Leistungs-Verhältnis von Interesse sein.