PDF DOWNLOAD Die Gesamtkosten für Dienstwagen explodieren. Nicht etwa, weil Autos teurer würden, sondern schlicht weil sich die Kraftstoffpreise in den letzten Jahren viel schneller verteuert als spritschonende Maßnahmen in Autos den Konsum eingeschränkt haben. Nun der nächste Schock: Diesel, lange Zeit als die Alternative für Vielfahrer gepriesen und in vielen Car Policies Pflicht, ist genauso teuer wie Benzin und hat sich damit sogar überproportional verteuert. Der prozentuale Anteil des Kraftstoffes an den TCO wird immer höher. Gründe hierfür sind im Wesentlichen nicht die in der Boulevardpresse gern als geldgierig hingestellten Mineralölkonzerne und auch nicht nur der Staat – obwohl dieser schon die Möglichkeit hätte, zumindest ein bisschen gegenzulenken – mit seinen üppigen Steuern auf Kraftstoff plus zusätzlicher Umsatzsteuer auf den Gesamtpreis, sondern schlicht der rapide steigende Ölpreis: Seit den 70er Jahren hat sich der Rohölpreis für das Barrel (159 Liter) verhundertfacht, allein in den letzten sechs Jahren verteuerte er sich um das Fünffache – und so wird es wohl auch weitergehen. Nun sind die Gründe offensichtlich – weltweit steigende Nachfrage durch die neuen riesigen Industrienationen, ein sichtbares Ende der unbegrenzten kostengünstigen Förderung sowie auch des Öls an sich, mangelnde Sicherheit und damit Investitionsbereitschaft in politisch instabilen Ölländern und so weiter. Das löst allerdings nicht das Problem des Fuhrparkleiters, mit seinem Budget auszukommen. Was also tun? Der Fokus im Fuhrpark sollte nun noch mehr in Richtung Verbrauchsreduzierung gehen; viele Einzelmaßnahmen kommen hier in Frage. Ob nun die Car Policy in Richtung verbrauchsoptimierte Fahrzeuge umgeschrieben wird, Spritspar-Trainings und/oder –Wettbewerbe gestartet oder schlicht mit Navigation und Flottensteuerung die Fahrtrouten optimiert werden – jede Maßnahme zählt. Auch alternative Antriebe wie Erdgas oder LPG sollten wieder verstärkt auf den Prüfstand kommen, denn da geht kostenmäßig doch einiges. Nebenbei hat Verbrauchsreduzierung in der Flotte immer auch einen öffentlichkeitswirksamen ökologischen Touch – wenn die Glaubwürdigkeit da ist, sprich: alle Ebenen bis hin zum Geschäftsführer oder Vorstand das Konzept mittragen.