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Skoda macht Ernst: Während der erste Versuch einer Skoda-Businessklasse auf der Basis des langen Passats für den chinesischen Markt noch als Experiment betrachtet werden durfte, ist der Nachfolger ein optisch ansprechender Viertürer mit Bagger-Qualitäten. Mit eigener – freilich aus Konzernmodulen entstandener – Plattform, besonders viel Beinfreiheit im Fond und elegantem Auftritt beweist er ein hohes Maß an Eigenständigkeit. Innen herrscht Skoda-Flair, die Anmutung der Materialien liegt auf Volkswagen-Niveau; für Qualität ist also gesorgt. Nettigkeiten wie zum Beispiel der mitgelieferte Regenschirm inklusive Nassfach fehlen auch beim jüngsten Skoda-Riesen keinesfalls. Wurzelholz-Applikationen schaffen einen Hauch von Exklusivität. Beim Motorenprogramm bedienen sich die Osteuropäer natürlich bei der Mutter Volkswagen, um das Modernste zu bieten, was die Entwicklungsabteilungen hergeben. Es beginnt mit dem 1,4-Liter TSI und 125 PS – geht über den 1,8-Liter-Direkteinspritzer mit 160 PS sowie den drei Dieselaggregaten (105, 140 respektive 170 PS) und endet schließlich beim stattlichen und sonor klingenden 3,6-Liter- V6 mit 260 PS. Dieselfans müssen übrigens zur stärksten Variante greifen, um die neue Commonrail-Generation des Herstellers zu erwischen. Wer hier gezielt kauft, bekommt nicht nur ein kultiviertes, sondern auch ein bissiges Triebwerk mit ordentlicher Schubkraft. Eingelungener Kompromiss: Mit dem auf Wunsch lieferbaren DSG-Getriebe werden auch dynamische L a n g s t r e c k e n - F a h r e r glücklich. Früher musste man sich zwischen Komfort und Sportlichkeit entscheiden – wenn das keine Entwicklung ist.