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Platziert man den ersten Kangoo neben seinem Nachfolger fällt neben der neuen Optik vor allem das Wachstum um 17,8 Zentimeter auf eine Gesamtlänge von nun 421 Zentimetern auf. In der Breite ist eine Zunahme von 16 Zentimetern zu verzeichnen. Aber auch im Erscheinungsbild des Kastenwagens hat sich einiges getan. Die kurze, abgerundete Motorhaube des mit dem 1.5 dCi Dieselmotor (63 kW/86 PS) getesteten Wagens ist geblieben, neu hingegen sind der größere Lufteinlass und der Wegfall des Kühlergrills. Dadurch wirkt die Frontschürze mit den großen Scheinwerfern kompakter. Die Fenster sorgen für gute Sicht auf die Umgebung, wenngleich der Blick nach hinten durch den mittigen Teil des Rahmens der Flügeltüren etwas eingeschränkt wird. Im Innenraum setzt sich fort, was eine Inspektion der Karosseriemaße schon vermuten lässt. Das Platzangebot ist gerade im Cockpit mehr als großzügig, und zahlreiche Ablagefächer ermöglichen das sichere Verstauen von kleinerem Gepäck. Dank einer erhöhten Sitzposition verliert man im urbanen Einsatzgebiet nicht so leicht den Überblick und kann beim Rangieren das umgebende Terrain im Blickfeld behalten. Die Verarbeitungsqualität ist als solide einzustufen, das Design funktionell. Auf den Rücksitzen können bis zu drei Personen problemlos Platz finden und auf zwei an der Rückseite der Vordersitze angebrachten Ausklapptischchen sogar ein Mahl einnehmen oder das Notebook abstellen. Klappt man die im Verhältnis 1/3 zu 2/3 teilbare Rücksitzbank um, wächst das Ladevolumen von 660 Litern auf 1.521. Praktisch dabei ist ein ab Ausstattungslinie Authentique seri- In der zweiten Generation zeigt sich der Renault Kangoo mit einem deutlichen Plus an Länge und Breite. Geändert haben sich aber nicht nur die Außenmaße. enmäßiger Mechanismus, der die Sitzfläche der Fondsitze umschwenkt, so dass sich ein ebener Ladeboden ergibt. Belädt man den Franzosen in dieser Konfiguration bis unter das Dach können sogar bis zu 2.688 Liter transportiert werden. Zugang zur Rückbank beziehungsweise dem Kofferraum erhält man über eine hinten rechts angebrachte Schiebetür. In den Ausstattungsvarianten Expression und Privilège ist eine zweite Tür auf der linken Seite serienmäßig. Da der Wagen relativ tief liegt, lässt sich der Innenraum leicht besteigen, und auch beim Beladen des Kofferraums profitiert der Nutzer von der geringen Bodenfreiheit. Den Antrieb erledigt ein 1.6 16V Benziner mit 78 kW/106 PS oder einer von drei 1.5 dCi Dieselmotoren. Ihre Leistungswerte liegen bei 50 kW/68 PS, 63 kW/86 PS und 76 kW/103 PS. Letzterer verfügt bereits ab Werk über einen Partikelfilter. Der kleine Diesel ist in der Basisvariante für 12.731 Euro netto zu haben. Die stärkeren Versionen kosten 14.285 bzw. 15.294 Euro zzgl. MwSt. Der getestete Motor erwies sich als nicht ganz geräuscharm, was sich aber angesichts eines werksseitig angegebenen Verbrauchs von nur 5,3 Litern bei einem CO2-Ausstoß von 140g/km leicht verschmerzen lässt. Entsprechend seinem Einsatzzweck verfügt der Antrieb eben nicht über Rennqualitäten, ist aber für Fahrten in der Stadt und für kurze Distanzen auf der Autobahn ausreichend motorisiert. Mit dem Zuwachs an Länge und Breite hat der neue Kangoo schon einmal ein wichtiges Kriterium für Kastenwagen mit hohem Nutzwert erfüllt. Zieht man nun noch Faktoren wie niedrigen Preis und geringen Verbrauch hinzu ergibt sich ein Wagen, der für den innerstädtischen Transport von Personen und Waren gut geeignet ist.