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Passend zum Wirtschaftsaufschwung sorgt auch Peugeot durch die Modernisierung des mittleren Transporters Expert für frischen Wind in der Nutzfahrzeugsparte. In der dritten Generation hat man ihm ein schnittiges Äußeres verpasst, zudem ein besonderes Augenmerk auf Komfort, Sicherheit und niedrige Betriebskosten gelegt.

Schon beim Platznehmen in der Fahrerkabine fällt der Pkw-ähnliche Komfort auf. Wie in einem Van sitzt es sich erhöht und äußerst bequem. Haptisch und optisch angenehme Materialien lassen keineswegs den Eindruck eines „Nutzfahrzeugs“ entstehen. Und auf die aus Limousine und Co. bekannten Ausstattungsmerkmale muss nicht verzichtet werden, schließlich verbringt auch der Transporter-Fahrer heutzutage viel Zeit im Fahrzeug. So listet Peugeot bei den Sonderausstattungen beispielsweise diverse Sitzmodifikationen, Bordcomputer, Regensensor und Lichtautomatik, Navigation mit Freisprecheinrichtung und Klimaanlage auf.

Serienmäßig an Bord hat der Expert viele praktische Ablagefächer, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und je nach Version eine Luftfederung. Diese sorgt für eine konstante Gesamthöhe von unter 1,90 m in abgesenktem Zustand, daneben für eine unabhängig von der Beladung konstante Fahrzeughöhe. Bei der manuellen Höhenverstellung kann über eine Taste hinten im Laderaum die Ladekante beim Be- und Entladen reguliert werden.

Ein neues Fahrzeug bietet regelmäßig die Chance, an den Abmessungen zu arbeiten. Hier hat Peugeot an sämtlichen Ecken und Enden draufgelegt: die Kurzversion wurde um 283 mm, die Langversion um 213 mm gestreckt, der Laderaum wuchs auf 5 Kubikmeter beim L1H1, auf 6 beim L2H1 und auf 7 beim neu im Programm stehenden langen Hochdach L2H2. Die Ladehöhe wurde auf 1.449 mm bei der Basisversion und auf 1.750 mm bei der hohen Version erhöht, die Ladefläche auf 2.254 mm in der Kurzversion und auf 2.584 mm in der Langversion vergrößert. Auch an der Nutzlast haben die Franzosen gearbeitet, nun dürfen 1.000 beziehungsweise 1.200 kg zugeladen werden.

Das Herzstück des Test-Transporters bildet ein 2,0-Liter HDi-Dieselmotor mit 88 kW/120 PS aus der gemeinsamen Entwicklung von PSA und Ford. Ein Drehmoment von 300 Nm verschafft ihm die nötige Kraft und ein gutes Beschleunigungsverhalten. Dabei bleibt die Geräuschentwicklung dank einer guten Dämmung stets moderat. Gleiches gilt für den werksseitig angegebenen Durchschnittsverbrauch: 7,2 Liter/100 km.

Das Fahrverhalten des Experts geht durchaus ebenfalls als Pkw-ähnlich durch. So lässt er sich komfortabel und leichtgängig dank Servolenkung durch die Kurven zirkeln als auch rangieren. Hierbei empfiehlt sich die akustische Einparkhilfe, die den Fahrer unterstützt, den nicht sichtbaren Bereich hinter dem Fahrzeug abzuschätzen. Das manuelle Sechsganggetriebe erweist sich als gut abgestimmt, jedoch durch die eng liegenden Schaltgassen kam es im Testbetrieb hin und wieder zu Schaltfehlern.

In der Fortentwicklung der Expert-Reihe erweitert Peugeot das Spektrum neben der neuen Hochdachvariante um eine Vielzahl von Umbaumöglichkeiten auf der Plattform-Fahrgestell- Version, die auf der Langversion mit einem Radstand von 3122 mm beruht. Durch die Versionsvielfalt können nun noch mehr Kundenwünsche abgedeckt werden. Die Basisversion bildet der L1H1 mit dem 1.6 L HDi-Motor mit 66 kW/ 90 PS, der preislich bei 19.030 Euro netto startet. Erfreulich zudem für die Betriebskosten: das Wartungsintervall wurde auf 30.000 km bzw. zwei Jahre erhöht sowie die Einbruchssicherheit verbessert, so dass die Versicherungseinstufungen sanken.