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Eine Überraschung gleich vorneweg: Bei Unternehmen, die überhaupt Transporter im Fuhrpark haben, ist der Anteil derjenigen relativ hoch, bei denen der Transporter die hauptsächliche Fahrzeugart in der Gesamtflotte darstellt (siehe Grafik 1). Dataforce identifizierte drei Haupt-Kundentypen.

Kunden-Typ 1 • Typ 1, der überdurchschnittlich häufig im Bauhauptgewerbe zu finden ist, möchte mit fast 80 Prozent der Befragten vor allem Geländegängigkeit. Diese Zielgruppe ist es auch, die mit rund 65 Prozent der Befragten ihre Transporter bis zum bitteren Ende fahren – die Frage nach dem Restwert stellt sich hier nicht, nur die nach der Stabilität und möglicher Nutzbarkeit. Nur gut 40 Prozent dieser Kunden warten ihre Fahrzeuge ausschließlich in einer Vertragswerkstatt – dennoch sind immerhin 65 Prozent der betreffenden Fuhrparkleiter der Meinung, dass der Transporter schon auch die Visitenkarte des Unternehmens darstellt. Kundentyp 1 betrachtet seine Fahrzeuge als Werkzeug, die Haltedauer liegt bei durchschnittlich 8 Jahren. Gern werden gebrauchte Fahrzeuge erworben.

Kunden-Typ 2 • Typ 2 findet sich sehr häufig im Baunebengewerbe, beispielsweise bei Installateuren, sowie dem Handel. Geländegängigkeit ist hier mit unter 10 Prozent ebensowenig ein Thema wie die Wartung in Vertragswerkstätten (rund 35%). Dafür liegt bei diesem Kundentyp der Anteil derer, die den Transporter als Visitenkarte des Unternehmens ansehen bereits bei 90 Prozent. Sicher nicht zuletzt daher fahren 70 Prozent dieses Kundentyps die Transporter nicht bis zu ihrem Ableben, sondern tauschen sie vorher gegen ein neueres Modell aus. Auch Kundentyp 2 sieht seine Fahrzeuge als Werkzeug an. Die Fahrzeuge werden überwiegend gekauft.

Kunden-Typ 3 • Unter den Kunden des Typ 3 findet sich hauptsächlich das verarbeitende Gewerbe. Satte 95 Prozent der Fuhrparkleiter sehen den Transporter als Visitenkarte des Unternehmens, weshalb auch über 90 Prozent der Betroffenen die Wartung ausschließlich in Vertragswerkstätten der Hersteller durchführen lassen. Der Anteil der Fuhrparkleiter, die den Transporter- Letztbesitzer darstellen möchten, liegt hier nur bei 15 Prozent, Geländegängigkeit nannten rund 30 Prozent der Befragten als Kriterium. Kunden dieses Typs kaufen überwiegend deutsch, wobei der Anteil an Leasingfahrzeugen hier be-sonders hoch ist.

Deutsch oder Importeursmarke? • Insgesamt liegen im Transporter-Segment die Importeure in Deutschland laut Dataforce bei einem Marktanteil von rund 29 Prozent. In der befragten Zielgruppe der „Transporter-Flotten“ kommen Importeursmarken in 55,4 Prozent aller Flotten vor (siehe Grafik 2), mit deutlich unterschiedlicher Verteilung: Während Kunden des Typ 3 zu 58 Prozent rein deutsch fahren – sie vertrauen offenbar den deutschen Herstellern bei der „Visitenkarten-Funktion“ besonders – liegt der rein deutsch fahrende Anteil des Kundentyp 1 mit 35,4 Prozent eher niedrig.

Lange Haltedauer • Transporter werden länger gefahren als Pkw. Die durchschnittliche Haltedauer der befragten Fuhrparkleiter liegt bei 6,37 Jahren (siehe Grafik 3). Naturgemäß fahren Kunden des Typ 1 – die ja überwiegend den Transporter bis zum „Tod“ des Fahrzeuges nutzen – die Transporter mit fast 8 Jahren besonders lange. Aber auch die Kunden des Typ 3 warten durchschnittlich knapp 5 Jahre bis zum Fahrzeugwechsel.

Neufahrzeuge überwiegen • Selbst in den Flotten des Kundentyp 1 stellen gebrauchte Transporter mit 17,3 Prozent die Minderheit dar (siehe Grafik 4). Mit einem Neufahrzeuganteil von 98,2 Prozent kauft der Kundentyp 3 erwartungsgemäß fast keine Gebrauchten.