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Hätte Wollnikom der AXA das System LapID zur Führerscheinkontrolle nicht im letzen Jahr vorgestellt, die AXA hätte einen externen Anbieter mit der Umsetzung eines ähnlichen Systems beauftragt beziehungsweise sie im eigenen Hause betreut, denn solch eine Lösung schwebte den Verantwortlichen vor. So umreißt Ralf Welter, Leiter der Gruppe Fuhrpark der AXA, die Notwendigkeit und den Zeitpunkt der Einführung und drückt damit auch das Interesse aus, das die Versicherung mit dem 1.300 Fahrzeuge großen Fuhrpark an dieser Art der Kontrolle hat.

Dass die Konzeption nun außer Haus stattgefunden hat, scheint kein Nachteil zu sein: „Es wurde mit Verstand entwickelt und macht für unsere Zwecke einen vollkommenen Eindruck“, bescheinigt Ralf Welter.

LapID besteht aus einem Lesegerät, das auf die Führerscheine geklebte Siegel-Chips, die eine Seriennummer enthalten, einliest. Im Anschluss sendet es eine Meldung über die erfolgte Führerscheinkontrolle per SIM-Karte und GPRS an den LapID- Server. Dort wird die Seriennummer entschlüsselt und den Dienstwagennutzer-Daten zugeordnet sowie eine Meldung über die erfolgte Kontrolle verfasst, auf die der Fuhrparkverantwortliche Zugriff erhält. Die kleinen Lesegeräte können in Firmenniederlassungen aufgestellt werden oder, wie nun in Kooperation mit euro- Shell erfolgt, an frequentierten Shell-Stationen. Der per Mail und/oder SMS aufgeforderte Fahrer sollte dann in einem Zeitraum von vier Wochen seinen Führerschein an einer der Kontrollstellen vorzeigen. Die Rechtssicherheit von LapID ist von der Verkehrsrechtlerin Dr. Katja Löhr- Müller als juristisch einwandfrei bestätigt worden.

„Aus Dienstwagennutzersicht sprechen die Anonymität der Kontrolle sowie eine Zeitersparnis durch kürzere Wege dafür, aus Unternehmenssichtweise stehen ebenfalls verkürzte Wege und damit finanzielle Vorteile im Vordergrund“, führt Ralf Welter Argumente an, die für die Umstellung auf die Führerscheinkontrolle mit LapID stehen. Er selbst kann davon profitieren, dass der Prozess nun einfacher und übersichtlicher zu verwalten ist. Gerade für einen dezentral aufgestellten Fuhrpark wie den der AXA bietet sich solch ein Verfahren an.

Sämtliche für die Führerscheinkontrolle relevanten Fahrer-Daten (Name, Vorname, Handy-Nummer, Email-Adresse, eventuell Geburtsdatum zur Unterscheidung von Namensdoppelungen) konnten aus dem AXA-eigenen Verwaltungs-Tool „per Knopfdruck“ übernommen, d.h. den Seriennummern auf den Chips zugeordnet werden. Schon damit können die Fahrer aufgefordert werden, in den Niederlassungen ihre Führerscheine mit dem 1-Cent-Stück großen Siegel präparieren zu lassen. Dies übernehmen autorisierte Mitarbeiter, die in den Niederlassungen für die Dienstwagen-Verwaltung tätig sind. Eine schadlose Entfernung ist übrigens nicht möglich, da das Siegel durch jegliches Ablösen zerstört wird. Bisher kam man bei der AXA der Führerscheinkontrollpflicht einmal im Jahr bei Inspektionen, Neuwagenübergabe, Fahrzeugrückgabe etc. durch externe Mitarbeiter nach. Doch dank des Lap- ID kann nun die Kontrolle unaufwändig alle 180 Tage durchgeführt werden. „Der Arbeitgeber möchte damit seiner Halterhaftung gewissenhaft nachkommen, zudem sehen wir hier – auch wenn es bisher niemals gravierende Probleme gab – die Möglichkeit, Schlupflöcher weiter zu minimieren“, so Welter. Die mitbestimmenden Gremien (Sprecherausschuss, Personalabteilung etc.) bei der AXA unterstützen das Vorhaben, da es sich um eine rechtliche Pflicht handelt. Zweimal im Jahr erhalten die Fahrer also die Nachricht per SMS und Mail – Volker Varol, Mitglied der Geschäftsleitung bei Wollnikom, empfiehlt beides parallel – zur Führerscheinkontrolle an der nächsten Station.

Streber werden übrigens nicht berücksichtigt. Das System macht nur die Kontrollen sichtbar, zu denen auch aufgefordert wurde. Allerdings kann das Prüfintervall „gewisser Pappenheimer“ kürzer gewählt werden, z.B. wenn durch ein belastetes Punktekonto ein Fahrverbot droht. Falls der Aufforderung innerhalb der Frist trotz wiederholter Nachricht nicht nachgekommen wird, erhält der Fuhrparkverantwortliche eine Benachrichtigung, aufgrund der er dann weitere Maßnahmen einleiten kann.

Kurzfristig sollen rund 200 Shell-Stationen mit dem LapIDKontrollgerät ausgestattet sein, weitere 190 stehen bereit. Bis Ende des Jahres kann der Führerschein dann an 800 Stationen kontrolliert werden. Dabei entspricht Shell unter anderem auch Kundenwünschen. An den Tankstellen entsteht dadurch kein zusätzlicher Aufwand, das Gerät wird lediglich mit dem Strom verbunden, nimmt nicht viel Platz weg. Den Service stellt Wollnikom, die mit über 20 Technikern deutschlandweit 24 Stunden einsatzbereit sind. „Tritt ein Problem mit dem Gerät auf, erhält der nächstverfügbare Techniker automatisch eine Nachricht und kümmert sich umgehend“, klärt Volker Varol auf.

Das komplette Kontroll-Reporting ist für zehn Jahre nachvollziehbar inklusive manueller Änderungen. Wichtig zur Doppelkontrolle wäre hierbei, dass zwei Verantwortliche oder mehr Zugriff auf den LapID-Server erhalten. Eine Software ist nicht erforderlich, außerdem lassen sich Schnittstellen zu individuellen Software-Tools herstellen. Als exklusiver Kooperationspartner im Mineralölsektor bot sich die Shell quasi an. Mit einer flächendeckenden Tankstellen-Aufstellung finden sich genügend Standorte. „Zudem passt diese Dienstleistung hervorragend in das Fuhrparkmanagement- Portfolio von euroShell“, freut sich Rolf Baumann, Verkaufsleiter euroShell. „Wir sehen uns als Servicedienstleister in Punkto Mobilität und können mit der Führerscheinkontrolle eine weitere Komponente anbieten, die zudem keine Extra-Fahrten nötig macht. Wie schon früher beweisen wir Schnelligkeit und Innovation.“

Auch wenn sich Ralf Welter sicher ist, dass seine Fahrer schnell „ihre“ Prüfstationen kennen, finden sie im AXA-Intranet eine Verlinkung zu Partnern und Dienstleistern zum Abruf der Servicestationen. Zudem kann über den Stationsfinder auf www.ladpid.de das nächstgelegene LapIDGerät ausfindig gemacht werden. DEKRA, LapID und Wollnikom planen bundesweit alle DEKRA Niederlassungen und Außenstellen mit Kontrollgeräten auszustatten und das Anbringen und Registrieren des LapID-Prüfsiegels ebenfalls an allen DEKRA Lokationen anzubieten. Damit wächst das Netz weiter. „Die Führerscheinkontrolle per LapID lohnt sich für Fuhrparks ab einer Größe von 50 Fahrzeugen beziehungsweise bei dezentral aufgestellten Fuhrparks. Die Kosten starten bei 24 Euro netto jährlicher Prüfgebühr und variieren je nach Fuhrparkgröße“, informiert Volker Varol. Zusätzlich fallen einmalige Kosten pro Siegel in Höhe von 10 Euro an. Optionale Kosten entstehen bei Datenimport, Einrichtung und Betrieb von internen LapID-Prüfstationen. Weitere Informationen zur Dienstleistung Führerscheinkontrolle erhalten Sie unter www.wollnikom.de , www.lapid.de oder www.euroshell.de .

 

AXA Konzern

Seit 1997 gehört AXA Deutschland zur internationalen AXA Gruppe, einem der größten Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen der Welt. Seine Wurzeln hat das Unternehmen in Köln, wo es 1839 als „Kölnische Feuer- Versicherungs-Gesellschaft, genannt Colonia“ von einheimischen Kaufleuten und Bankiers gegründet wurde. Köln ist seitdem ununterbrochen Sitz der Hauptverwaltung. Insgesamt hat die AXA Deutschland rund 4,7 Millionen Kunden mit etwa 10 Millionen Verträgen. Größtes Geschäftsfeld ist die Schaden- und Unfallversicherung. Zu den Kernaktivitäten der AXA Deutschland gehören darüber hinaus Finanzdienstleistungen wie beispielsweise das Vermögensmanagement über die Anfang 2001 gegründete AXA Bank AG. Die rund 110.000 Mitarbeiter und Vermittler der AXA Gruppe betreuen weltweit zurzeit über 51,5 Millionen Kunden.

Wollnikom

Als Spezialist für Telematik, Navigation, elektronische Führerscheinkontrolle und universellen Freisprecheinrichtungen im Automobil mit einem bundesweiten „Vor- Ort-Service“, hat das Unternehmen Wollnikom mit Sitz in Korschenbroich sich in den letzten 14 Jahren bekannt gemacht. Dabei spielt der Bedarf großer Fuhrparkflotten eine entscheidende Rolle. Ziel ist es, sowohl durch „Rundumservice“ aus einer Hand flexible und kostengünstige Optimierung im Telemediabereich zu erreichen, als auch gleichzeitige Geldersparnis trotz Outsourcing zu ermöglichen. Durch die Produktneutralität und die Herstellerungebundenheit ist die erbrachte Leistung individuell auf den einzelnen Fuhrpark zugeschnitten, dank eines Modells, das nicht in die Unternehmensstrukturen und -abläufe des Kunden eingreift und die Unternehmensprofessionalität derer berücksichtigt.

euroShell

1970 wurde das euroShell System als internationales Tankkartensystem der Shell Gruppe eingeführt. Seit der Installation von Computer Kassensystemen und Magnetkartenlesern 1985 gehört die elektronische Abwicklung des Tank- und Servicekartengeschäftes bei Shell zum Standard. 1988 wurde die euroShell Deutschland GmbH, mit Sitz in Hamburg, eine eigenständige Gesellschaft und ist seit 1997 in ihrem Segment europaweit Marktführer. 2002 übernimmt die euroShell, als Tochtergesellschaft der Shell Deutschland Oil GmbH, die Abwicklung und Systembetreuung des DEA Tank- und Servicekartengeschäftes. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind europaweit im Shell Konzern etwa 5 Millionen Karten und in Deutschland rund 1,2 Millionen Karten ausgegeben worden. Die Flottenkarte für Pkw wird national an insgesamt rund 4.200 Tankstellen (Shell, Esso, Avia) und international an rund 20.000 Tankstellen in 36 Ländern akzeptiert.