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Mit einem satten Plus von 3,7 Prozent zeigte der Flottenmarkt 2006 laut Dataforce einen deutlich höheren Anstieg als beispielsweise das Gesamtwachstum des BIP in Deutschland. Damit liegt der Flottenmarkt bereits das dritte Jahr in Folge im Plus. Zum Jahresende legte das Geschäft im Dezember sogar gleich um 7,8 Prozent zu. Im relativen Wachstum konnten vor allem Hyundai (+46%), Mazda (+44%) und Toyota (+37%) 2006 stark zulegen. Aber auch Marktführer VW verbesserte sein Volumen im zweistelligen Bereich, ebenso Skoda mit einem Plus von 18 Prozent.

Gewinner nach Segmenten waren im vergangenen Jahr vor allem Geländewagen, Minis und Roadster, aber auch die Oberklasse. Die Dieselquote kletterte 2006 munter weiter auf nunmehr 72 Prozent. Die Mittelklasse als volumenstärkstes Fahrzeugsegment konnte ihren Anteil auf 27,3 Prozent steigern.

In unserem Kostenvergleich der Klassiker, den Mittelklasse-Dieselkombis, finden sich auf den ersten Plätzen auch gleich ein paar der Statistik-Gewinner wieder: Wie schon in den vorherigen Kostenvergleichen gewinnt der Skoda Octavia, weitere zweistellige Zuwachsgewinner finden sich auf Platz 4 (Mazda 6), Platz 6 (VW Passat) sowie Platz 8 (Toyota Avensis).

Eine neue Art der Gesamtkostenermittlung geben wir mit unserem Kooperationspartner EurotaxSchwacke ab Seite 28: Nicht nur Leasingrate und kalkulierte Kraftstoffkosten werden verglichen, sondern gemittelte Echtkosten aus einer über 10.000 Fahrzeuge großen Stichprobe. Einige Ergebnisse überraschen, aber eines wird deutlich: Gerade in der Mittelklasse sind die Abstände auf der Kostenseite oft geringer als vermutet. Die heftigsten Unterschiede waren noch in der Unteren Mittelklasse auszumachen; hier beträgt die Differenz der Gesamtkosten vom günstigsten zum teuersten Anbieter bei drei Jahren Laufzeit und 120.000 gefahrenen Kilometern satte 6.450,47 Euro – pro Fahrzeug, versteht sich, individuelle Rabatte freilich nicht mit eingerechnet.

Da möchte man nicht in der Haut des Fuhrparkleiters stecken, der die Car Policy ausarbeiten muss – ein paar Tips hierfür finden Sie ab Seite 13. Apropos: Haben Sie Dienstwagennutzer, die trotz Krankheit heldenhaft am Arbeitsplatz erscheinen und ihre Leiden mit frei verkäuflichen Mittelchen kurieren? Hier ist Vorsicht geboten – denn Fahruntüchtigkeit mit den entsprechenden haftungsrechtlichen Folgen gibt es nicht nur bei Alkohol am Steuer! (siehe Seite 50). Eine gute Nachricht für Fuhrparkleiter hingegen gibt es von der Abteilung Führerscheinkontrolle (Seite 26): Schnell und effektiv kann der Kontrollpflicht nunmehr unter anderem an zahlreichen Shell-Tankstellen nachgekommen werden. Der Aufwand für den Fuhrparkleiter sinkt damit auf ein Minimum.

Ralph Wuttke

Chefredakteur