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Seat ist in so mancher Hinsicht eine besondere Marke, das zeigt auch die Marktübersicht. Häufiger in außergewöhnlichen Fuhrparks vertreten, mehr die Wahl für die Individualität denn Konformität. Dies bedingt auch eine Spur weit die Aufstellung innerhalb des Konzerns, die derzeit feinabgestimmt wird.

Sportlichkeit will Seat mit den Fahrzeugen propagieren, Emoción und Extravaganz. Dafür stehen in den Baureihen Ibiza, Leòn und Altea als Top-Motorisierungen eine Formula Racing (FR)- Version mit bis zu 200 PS sowie beim Ibiza und beim Leòn die Cupra-Versionen, die wir hier aber nicht vollständig dargestellt haben. So scheint es ganz plausibel, dass sich kein Kombi in der Palette befindet, die sich auf sechs Modelle begrenzt. Stattdessen setzen die Spanier auf das Vankonzept, das der Altea, der Toledo und auch der Alhambra darstellen. Sportlichkeit und Van passen demnach sehr gut zusammen. Zum Ende des Jahres soll der neue Van Altea XL weiteres Fuhrparkpotenzial ausschöpfen.

Vorteilhaft für den Fuhrparkbereich erweist sich die Zugehörigkeit zum Volkswagenkonzern, wodurch Seat aufgrund bestehender Konzern-Rahmenabkommen als Importeur leichter Zugang in die Flotten erhalten kann. Sämtliche Konzern- Dienstleistungen sowie Garantievereinbarungen gelten ebenfalls für die spanischen Tochtermodelle, die ja auf Technologiekomponenten von Volkswagen zurückgreifen. Für Firmenkunden interessant ist darüber hinaus, dass Seat in regelmäßigen Abständen Sondermodelle mit businessrelevanten Ausstattungspaketen anbietet.

Seit dem Produktionsende des Miniwagens Arosa beginnt Seat fahren mit dem Kleinwagen Ibiza und kostet im Finanzleasing bei 20.000 jährlich gefahrenen Kilometern rund 138 Euro. Unterm Strich am günstigsten kommt man hier bis 30.000 Kilometer im Jahr mit dem Ibiza 1.2 weg, erst ab 50.000 Kilometern rechnet sich in den Gesamtkosten der kleinste TDI. Die Baureihen Cordoba, Leòn, Altea und Toledo fahren in allen kalkulierten Laufleistungen durchweg am kostensparsamsten mit dem kleinsten 1.9 TDI -Motor.

Doch wenn Fahrspaß – einer der Hauptgründe für die Wahl eines Seat – und günstig vereinbar werden sollen, liegt die stärkere Dieselmotorisierung beispielsweise beim Leòn oder Altea in den Gesamtkosten preislich immer noch besser da, als die vergleichbare Benzinerversion (Leòn 2.0 TDI bei 30.000 km: 570 Euro, 2.0 FSI: 636 Euro). Auch bei der FR-Ausführung differieren Diesel und Benziner mit 60 Euro bzw. 113 Euro zu Gunsten des Diesels.

Als Frage des Geschmacks entpuppt sich dann die Wahl von Leòn oder Altea, denn preislich liegen zwischen oben genannten Motorisierungen minimal 10 Euro (maximal 30 Euro) in den Gesamtkosten. Im Ladevolumen erzielt der Altea einen Vorteil von 155 Litern. Hier führt das Sharan- Schwestermodell Alhambra mit über 2.600 Liter Fassungsvermögen und bietet sich als praktischer Allrounder an. So stellt sich am Ende heraus, Seat bietet vom günstigen Kleinwagen über sportlich getrimmte Modelle bis hin zum Großraumvan für jeden Verwendungszweck etwas an.