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Bereits auf der CeBIT in diesem Jahr konnte man den Trend sehen: Fast eine ganze Halle war der mobilen Navigation und der Fuhrparksteuerung gewidmet. Denn Navigationsgeräte kosten zwar Geld, sparen bei dem Mitarbeiter aber ein Vielfaches davon in Form von Arbeitszeit wieder ein.

Waren Navigationsgeräte bis vor wenigen Jahren noch fast ausschließlich als Festeinbau und nur in Fahrzeugen der gehobenen Kategorie zu finden, fahren heute auch Kleinstwagen fröhlich mit einem aufgepfropften Mobilgerät herum. Selbst Fußgänger nutzen mitunter die handlichen Geräte, um sich in fremden Innenstädten leichter zurecht zu finden.

Grundsätzlich gibt es vier Gerätetypen für die Navigation:

Der Festeinbau
Fest eingebaute Navigationsgeräte sind noch immer der Klassiker. Ab der Oberen Mittelklasse wirken sie sich beim Restwert deutlich werterhöhend aus – ohne wird die Vermarktung des Gebrauchten bereits schwierig. Der klare Vorteil: Fest eingebaute Navigationsgeräte sind meist ergonomisch optimal positioniert, über die Bordelektronik – ggf. auch über Lenkradhebel – bedienbar und finden sich auch im Tunnel locker zurecht, da sie neben dem GPS-Signal noch die fahrzeugeigenen Sensoren auswerten können. Hauptnachteil ist der Preis; in kleineren Klassen lohnen sich aus Restwert- Sicht wenn überhaupt nur preisgünstige Navigationsgeräte, die dann aber nicht über eine übersichtliche Kartendarstellung verfügen. Demgegenüber ist es in einer Oberklasse oder Oberen Mittelklasse optisch nicht stimmig, über der hochwertigen Armatur unweit der Ledersitze ein per Saugnapf nachträglich „installiertes“ mobiles Navigationsgerät zu haben. Das portable würde hier eher als Zusatz ins Handschuhfach passen – für die Navigation zu Fuß.

Navigation über Handy
Für den gelegentlichen Bedarf eignet sich die Navigation über Handy. Denn hierfür ist in der Regel keinerlei Startinvestition nötig; schließlich gehört ein Handy mit Freisprecheinrichtung ohnehin zur Grundausstattung eines Flottenfahrzeuges. Ein weiterer Vorteil: Da das benötigte Kartenmaterial nicht lokal, sondern beim Anbieter gespeichert ist, sind kostspielige Updates unnötig und man ist immer auf dem aktuellsten Stand. Allerdings kann ein Handy vor allem im Hinblick auf die Übersichtlichkeit der Darstellung und die einfache Bedienbarkeit nicht mithalten. Außerdem wird hier die fehlende Startinvestition durch Kosten pro Routenberechnung ausgeglichen. Zu empfehlen ist diese Variante also in der Tat eher für den gelegentlichen Bedarf.

Navigation via PDA
Auch PDAs bieten das Feature der mobilen Navigation. Es gelten hier aber ähnliche Einschränkungen wie bei Handys; zudem ist eine Autohalterung für den PDA in der Flotte nicht Standard. Obendrein ist im PDA üblicherweise kein GPS-Modul installiert, so dass neben dem Einbau der PDA-Halterung dann noch der Zusatzaufwand für das GPS Modul käme. Und wenn dann ohnehin ein zusätzliches Gerät im Auto installiert werden muss, kann es eigentlich auch gleich ein mobiles Navigationssystem sein.

Das mobile Navigationssystem
Seit einigen Jahren boomen zunehmend die praktischen tragbaren Zielführer, die meist mittels Saugnapf an die Fensterscheibe geklebt werden. Die mobilen Geräte sind vor allem preisgünstig – bereits unter 200 Euro geht es hier los, und selbst die Luxusausführungen liegen mit 500 bis 600 Euro netto weit unterhalb eines gleich leistungsfähigen Festeinbaus. Zudem sind die mobilen Geräte nicht an ein bestimmtes Auto gebunden, wodurch in einem Fuhrpark je nach Bedarf einige wenige Geräte für eine größere Flotte ausreichen. Wer in unbekannten Gefilden unterwegs ist, heftet sich einfach ein Navigationssystem an die Scheibe. Wer die üblichen Routen abfährt, hat ohnehin keinen akuten Bedarf.

Wer nun glaubt, den schnell wachsenden Markt der mobilen Navigationsgeräte teilen sich die Klassiker wie TomTom und Naviflash, der irrt: Auf den folgenden drei Seiten haben wir – und selbst hier ohne den Anspruch der Vollständigkeit – immerhin 29 verschiedene Geräte von 15 Herstellern als Marktübersicht zusammengetragen.

Die Features sind hochgradig unterschiedlich; einige Geräte sind nur monochrom, die meisten jedoch in Farbe. Das vorinstallierte Kar tenmaterial schwankt von nur Deutschland bis hin zu fast ganz Europa; die meist jährlichen Updates reichen preislich von kostenlos bis hin zu 149 Euro netto. Viele Geräte werden via Touchscreen bedient, etliche haben eine Fernbedienung und wenige bieten beides zur Auswahl. Das Zubehör ist ebenso unterschiedlich wie die Betriebsdauer im Akku-Betrieb, die zwischen zwei und zehn Stunden schwankt. TMC wird überwiegend unterstützt, ist allerdings nicht bei allen Anbietern kostenlos. Einige Anbieter schwören auf das Feature MP3, andere möchten dem User den doch eher schlechten Sound aus den für Sprachausgabe vorgesehenen Lautsprechern nicht zumuten. Ein Highlight ist sicher die Möglichkeit, auf der Raststätte oder im Stau via DVB-T fern zu sehen, wie es derzeit nur der naviflash 1060+TV ermöglicht. Aber letztlich muss jeder selbst entscheiden, welche Features für ihn wichtig sind. Unsere Tabelle sollte Ihnen die Entscheidung erleichtern.