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Geht es nach Bruno Morange, Vice President der Nutzfahrzeug Devision bei Renault, kann es immer so weitergehen: Renault ist seit Jahren Marktführer im Nutzfahrzeugsegment in Europa und auch in Deutschland bei vielen Modellen unter den Top 3 zu finden. Aber der Markt verlangt stetige Veränderung oder zumindest Verbesserung – daher gehen die Neuauflage des Trafic und Master mit einer zusätzlichen Prise aktuellem Zeitgeist ins Rennen.

Der neue Trafic
Äußerlich wurde der Trafic dezent modernisiert: Die neuen Monoblock-Scheinwerfer und der modifizierte Kühlergrill geben dem Trafic eine modernere, dynamischere Note. Die Rückleuchten in Klarglas-Optik und die optional in Wagenfarbe lackierten Front- und Heckstoßfänger sorgen für ein fließendereres Erscheinungsbild.

Im Innenraum dominieren Pkw-ähnliche Armaturen mit neuen LCD-Kombi-Instrumenten und nunmehr hellere, freundlichere Farbtöne. Das aufgewertete Navigationssystem ist gut platziert, und auch der Gewebestoff-Dachhimmel gibt dem Trafic eine frischere Note.

So viel Frische will auf die Straße gebracht werden, und hier kommt der neue Topdiesel mit 107 kW / 146 PS gerade recht: Bereits bei 1.500 Umdrehungen stehen 320 Newtonmeter zur Verfügung. Dabei verbraucht die neue Spitzenmotorisierung gerade einmal durchschnittliche 8.8 Liter (Werksangabe) und kommt obendrein mit einem serienmäßigen wartungs- und additiv-frei-en Partikelfilter daher. Optional gibt es den grossen Diesel auch mit dem automatisierten Schaltgetriebe „Quickshift“ (Aufpreis 950 Euro netto), dessen Schaltzeiten in der neuen Generation halbiert worden sind und das den Kraftstoffverbrauch um einen halben Liter senken soll. Eine sicher etwas komfortablere Wandlerautomatik ist bei Renault derzeit leider nicht in der Planung.

Dennoch, die Volumenmotorisierung wird der bekannte 2-Liter-Diesel mit 84 kW / 114 PS stellen – und zwar gleichermaßen für die Pkw-Variante (50%) wie auch für die Nutzfahrzeug-Version (56%). Rang zwei der Motorisierung der Nutzfahrzeuge wird mit 30 Prozent von dem 66 kW / 90 PS starken 2-Liter-Diesel erwartet, der mit 8,2 Litern exakt so viel verbraucht wie sein stärkerer Bruder. Zu dem niedrigen Spritverbrauch trägt nicht zuletzt das neue serienmäßige 6-Gang-Schaltgetriebe bei. Full-Size-Fahrerairbag, ABS und Bremsassistent sind Serie, automatische Türverriegelung mit selektiver Türöffung und ESP leider nur Option. In Kombination mit dem Quickshift-Getriebe ist ESP konstruktionsbedingt leider gar nicht zu haben.

Zahlreiche Varianten
Der neue Trafic ist in 19 Karosserie- und Aufbauversionen erhältlich: Ob Kastenwagen mit oder ohne Doppelkabine, 3.098 oder 3.498 mm Radstand, verblecht, teilverglast oder rundum verglast: Fast alles ist möglich, auch Branchenpakete gibt es beispielsweise für Servicetechniker, Sanitärtechniker, Maler und Elektriker, demnächst kommt auch noch ein Kühlfahrzeug hinzu.