Remarketing
Was geschieht mit den Fahrzeugen, wenn sie das Ende ihrer Nutzungsdauer im Fuhrpark erreicht haben? Remarketing eröffnet Fuhrparkleitern die Chance, aus gebrauchten Fahrzeugen noch einen beträchtlichen finanziellen Wert zu erzielen.

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Firmenfahrzeuge werden zunächst angeschafft, anschließend genutzt und im Falle von Kaufmodellen schließlich wieder verkauft. Dieser letzte Schritt – das Remarketing – ist entscheidend, um den optimalen Restwert der Fahrzeuge zu erzielen. Firmenwagen, insbesondere Pkw und leichte Transporter, sind dabei oft gut gepflegt und hochwertig ausgestattet. Diese Eigenschaften machen sie auf dem Gebrauchtwagenmarkt besonders attraktiv. Allerdings lassen sich nicht alle Fahrzeugtypen gleichermaßen leicht verkaufen. Während gängige Modelle und klassische Firmenwagen in der Regel schnell einen Käufer finden, stellen spezielle Nutzfahrzeuge oder Nischenfahrzeuge mit einem bestimmten Einsatzbereich häufig eine größere Herausforderung dar. In solchen Fällen ist es entscheidend, gezielt nach passenden Interessenten zu suchen.
Ausstattung
Die Ausstattung eines Fahrzeugs hat einen entscheidenden Einfluss auf seinen Wiederverkaufswert. Fuhrparkleiter sollten daher bereits bei der Anschaffung darauf achten, wertstabilisierende und wertsteigernde Ausstattungsmerkmale zu wählen. Neben den Betriebskosten, der Car Policy und den Wünschen der Mitarbeiter sollte auch der zweite Lebenszyklus des Fahrzeugs in die Entscheidung einbezogen werden.
Besonders gefragt sind bewährte Modelle in klassischen Lackierungen wie Silber, Weiß oder Schwarz, die mit einer passenden Innenausstattung harmonieren. Auch die Motorisierung und Getriebekombination sollten zur Fahrzeugklasse passen – weder zu schwach noch überdimensioniert. Sicherheitsrelevante Assistenzsysteme wie Einparkhilfen, Rückfahrkameras oder Notbremsassistenten sowie technische Features wie LED-Matrix-Scheinwerfer, Head-up-Displays und Navigationssysteme steigern den Restwert zusätzlich. Aber nicht jede Sonderausstattung trägt zur Wertsteigerung bei. Fuhrparkleiter sollten daher von Beginn an auf eine durchdachte Fahrzeugkonfiguration achten, um die Wertentwicklung positiv zu beeinflussen. Ebenso wichtig ist eine lückenlose Fahrzeughistorie mit klarer Dokumentation, regelmäßiger Wartung und der Einhaltung der Serviceintervalle.
Methoden

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Eine der beliebtesten Methoden im Remarketing sind Fahrzeugauktionen – insbesondere online und international. Sie zeichnen sich durch zahlreiche Vorteile aus: Sie sind schnell, effizient und flexibel, da Fuhrparkleiter von jedem Standort aus in Echtzeit teilnehmen können. Darüber hinaus erreichen Auktionen ein breites Publikum, einschließlich internationaler Käufer, die Zugang zum deutschen Gebrauchtwagenmarkt suchen.
Jedes Fahrzeug wird mit einer ausführlichen Beschreibung und aussagekräftigen Bildern präsentiert, sodass Interessenten sich ein genaues Bild machen können. Zustandsbewertungen, Gutachten und Servicehistorien schaffen Transparenz und erfüllen die Erwartungen der Käufer. Am Ende entscheidet der Höchstbietende, ob der Preis seinen Vorstellungen entspricht, woraufhin der Verkäufer zustimmen oder ablehnen kann. Neben klassischen Bieterverfahren mit Mindestpreis gibt es auch Sofortkauf-Auktionen, Händlerauktionen sowie physische Auktionen. Thematisch gebündelte Auktionen sind besonders effizient, da sie kuratierte Angebote für Käufer und Verkäufer bereitstellen.
Neben Auktionen und spezialisierten Remarketing-Dienstleistern spielen auch Vertragshändler eine bedeutende Rolle bei der Wiedervermarktung von Firmenfahrzeugen. Sie bieten Fuhrparkleitern eine bewährte und oft unkomplizierte Möglichkeit, gebrauchte Fahrzeuge zu veräußern. Ein besonderer Vorteil der Vertragshändler liegt in der Option eines Rückkaufvertrags: Bereits beim Kauf eines Fahrzeugs kann mit dem Händler vereinbart werden, dass dieser das Fahrzeug nach Ablauf der Nutzungsdauer zurückkauft. Ein solcher Rückkaufvertrag verschafft Fuhrparkleitern eine hohe Planungssicherheit, da der Restwert des Fahrzeugs im Voraus festgelegt wird. Dadurch werden Marktschwankungen ausgeglichen und die Budgetplanung deutlich erleichtert.
Elektrofahrzeuge
Mit der zunehmenden Anzahl von Elektrofahrzeugen entstehen neue Herausforderungen im Remarketing. Die rasante technische Weiterentwicklung bewirkt, dass diese Fahrzeuge schneller veralten, was sich unmittelbar auf ihren Wert auswirkt. Dabei spielen insbesondere die Reichweite, die Ladezeit sowie der Zustand der Batterie eine entscheidende Rolle. Ein Batterietest mit Zertifikat bietet Käufern hier verlässliche Sicherheit hinsichtlich der verbleibenden Kapazität des Akkus, da dieser einen wesentlichen Anteil am Gesamtwert des Fahrzeugs ausmacht. Zudem unterliegen der Transport und die Handhabung von Elektrofahrzeugen speziellen Vorschriften, insbesondere bei Unfallfahrzeugen. Verkäufer sind verpflichtet sicherzustellen, dass der Akku unbeschädigt ist und das Fahrzeug ohne zusätzliche Maßnahmen transportiert werden kann.
Fazit: Remarketing ermöglicht Fuhrparkleitern, aus älteren Firmenfahrzeugen am Ende ihrer Nutzungsdauer noch einen hohen Geldwert zu erzielen. Mit dem passenden Fachwissen, einer gezielten Ausstattung und der Hilfe professioneller Dienstleistunger können Flottenverantwortliche das Maximum aus jedem Fahrzeug herausholen.

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