In Reih’ und Speed

<p>Mazda ist nach ewigen Jahren wieder mit einem Reihensechszylinder am Start. Dieser debütiert im CX-60 als Diesel. Flottenmanagement war mit der stärkeren der beiden Ausführungen unterwegs.</p>

In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed

1 /9

In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed
In Reih’ und Speed

PDF Download

Vielleicht ist die Überschrift ein bisschen überspitzt, aber prinzipiell ist der aktuell stärkste Mazda CX-60 als Diesel kein Kind von Traurigkeit. Sicher, 254 PS sind im Zeitalter der Leistungsinflation nicht sonderlich viel, aber es reicht, um mehr als souverän unterwegs zu sein. Und der Output liegt natürlich deutlich über dem, was der durchschnittliche Autofahrer heute so zur Verfügung hat. Entsprechend hurtig stürmt der CX-60 mit dieser Maschine auf 100 km/h – nämlich binnen 7,4 Sekunden laut Werk. Als Topspeed sind 219 Sachen angesetzt. Das sollte wohl reichen. Doch erst einmal der Blick auf das Blechkleid. Das mittlere SUV wirkt schlicht, schnörkellos, aber solide. Der Eindruck der Solidität entsteht durch den Kniff der Designer, die beliebten Sicken einfach wegzulassen in Kombination mit einer hohen Gürtellinie. Dazu kommt ein großflächiger Kühlergrill mit extravagant gestylten Scheinwerfern. So wird die CX-60-Front zwar zum Hingucker, ohne jedoch prollig zu wirken. Das Heck dagegen sieht eher konventionell aus. Ausdrucksstarke Endrohre machen allerdings an.

Dass die Japaner stolz auf ihren jüngsten Motorenbau simd, tun sie übrigens kund. So prangt ein „Inline 6“-Schriftzug auf beiden Seiten des Vorderwagens. Und woran erkennt man den Reihensechser noch? Ausprobieren und Motor anlassen. Ah, jetzt wird es klar. Der Diesel klingt ein bisschen wie die damaligen großvolumigen japanischen 2,8-Liter-Selbstzünder in diversen, damals noch schrotigen Geländewagen. Tief und bassig, ein bisschen schnorchelnd werkelt die hier übrigens 3,3 Liter große Maschine mit ihrer 550 Newtonmeter großen Drehmoment-Macht (ab 1.500 Umdrehungen). Schön, dass es sowas noch gibt, dürften eine ganze Menge an Interessenten denken. Dennoch sind auch bei Mazda moderne Zeiten angebrochen: Daher haben die Techniker den Brocken freilich elektrifiziert, damit er noch effizienter wird. So greifen ihm 17 elektrische PS unter die Arme, wenn der Turbo aufgrund des noch geringen Abgasstromes nicht viel ausrichten kann. Außerdem bringt der kleine E-Motor 153 Newtonmeter auf und wirkt direkt auf das Getriebe, damit kann man schon arbeiten. Zusammen mit der Achtstufigen Automatik (arbeitet mit Lamellenkupplung statt Wandler) gibt die Antriebseinheit ein geschmeidiges Trio ab.Komfortabler kann man kaum vom Fleck kommen, zumal das Drehmomentplateau für Souveränität sorgt.

Und während der mit 4,75 Längenmetern recht große Allradler samtig dahinplätschert, ist es an der Zeit, die Innenarchitektur zu begutachten. Der Testwagen verfügt über cooles Metalloptik-Dekor statt Ahornholz – auch mal erfrischend. Aber wichtiger sind natürlich die Bedienelemente. Und auch hier geht Mazda einen legitimen Sonderweg. So wird der große, hoch oben auf der Konsole thronende Bildschirm erst berührungsempfindlich, wenn man die Smartphone-Integration aktiviert. Anderenfalls erfolgt die Bedienung über den Dreh-Drück-Steller. Jetzt kann man darüber diskutieren, was schneller geht – Fakt ist aber, dass man mit dem Drehschalter hantieren kann, ohne die Augen vom Straßenverkehr zu nehmen. Hier handelt es sich also um einen Sicherheitsaspekt. Apropos Sicherheit: Viele möchten ja die Vibrationen beim Verlassen der Spur gerne ausschalten. Dazu muss man ebenfalls das Menü bemühen. Allerdings schaltet diese sich bei jedem Neustart wieder ein – das ist eben EU-Regulation.

Was sagen denn die Infotainment-Fans? Die freuen sich in erster Linie über das komplett aus Displayfläche bestehende Kombiinstrument plus Head-up-Display. Und hier bietet Mazda selbstverständlich die vollwertige Lösung an. Will heißen: Die Informationen werden direkt in die Scheibe projiziert und nicht etwa auf eine vorgelagerte Plexiglas-Klappe. Bei der Bedienung setzen die Japaner übrigens weiterhin auf jede Menge Drucktasten. Das gilt auch für den größten Teil der Funktionalitäten der Klimaautomatik: Hier sitzen die relevanten Tasten gleich vor der Nase der Frontpassagiere. Die Knöpfe zur Steuerung der Sitzklimatisierung weilen ebenfalls in dieser Reihe. Und für die Temperaturregulierung sind entsprechende Kippschalter zuständig. Ansonsten dient das Lenkrad als dankbare Fläche für weitere Taster, mit denen man nicht zuletzt den Tempomat bedient. Insgesamt lässt sich die Funktionsfülle des Japaners aber intuitiv beherrschen – die Bedienungsanleitung kann also im Handschuhfach bleiben.

Schön ist, dass der CX-60 ausgesprochen komfortabel ist. Diesen Einschlag unterstützt sein großzügiges Platzangebot vorn und hinten. Vor allem aber überzeugt das hohe Maß an Bein- und Kopffreiheit in der zweiten Reihe – zumindest jene Interessenten, die oft mehrere Personen auch mal auf längeren Reisen mitnehmen. Übrigens gibt es – ganz State of the Art – selbst im Fond zwei USB-C-Anschlüsse, um den hinteren Passagieren eine kurzweilige Fahrt zu ermöglichen. Üppige Sitzpolster sorgen für den nötigen Komfort an dieser Stelle. Und natürlich lässt sich das vordere Mobiliar sogar kühlen – aber dafür wird ein Aufpreis von 2.436 Euro (netto) fällig. In diesem Fall zieht auch Mazdas innovatives System in den CX-60 ein, das mittels Gesichtserkennung die zuvor gespeicherte Stellung von Sitz und Spiegeln abruft. Witzig ist, dass man wahlweise seine Körpergroße angeben kann, und die Sitze fahren in eine entsprechende Stellung. Zumindest kann die dann gewählte Position als gute Basis dienen, von der aus man die Sitzposition anschließend feinjustieren kann.

newspaper_img

Aktuelles Magazin

Ausgabe 3/2024

Bleibt die Preisfrage. Mit dem Grundtarif von netto 45.840 Euro bietet der Mazda CX-60 e-Skyactiv D 254 durchaus jede Menge Auto für den aufgerufenen Kurs. Denn neben dem kultivierten Sechszylinder-Diesel plus Achtgangautomatik gibt es Autonombremsung, LED-Scheinwerfer, Navigationssystem, Rückfahrkamera, Parksensoren, schlüsselloses Schließsystem, Sitzheizung, Tempomat und Verkehrszeichenerkennung frei Haus. Damit ist die Bandbreite an Ausstattungsmerkmalen aber noch lange nicht erschöpft. Vor allem sollte auf das so genannte Driver Assistance-Paket nicht verzichtet werden. Es kostet 1.344 Euro netto und umfasst nicht zuletzt den adaptiven Tempomat. Mit diesem Gadget bremst der CX-60 im fließenden Verkehr im Takt der Vordermanns bis zum Stillstand herunter. Die Anlage besticht durch feinfühlige Steuerung und schnelle Reaktion. In diesem Paket sind aber auch noch LED-Matrix-Scheinwerfer sowie der Querverkehrwarner enthalten. Der führt eine Notbremsung durch, falls man querenden Verkehr übersieht, was die Sicherheit deutlich erhöht.

0 Kommentare

Zeichenbegrenzung: 0/2000

newspaper_img

Aktuelles Magazin

Ausgabe 4/2023

countdown-bg

Der nächste „Flotte!
Der Branchentreff" 2025