Klein, aber nicht kleinlich

<p>Nach wie vor ist das Kleinwagensegment vielfältig und stark in Deutschland. Und es ist durchaus auch im gewerblichen Bereich ein großes Thema. Im 123. Kostenvergleich beschäftigt sich Flottenmanagement mal wieder mit den Stadtflitzern, die allerdings längst langstreckentauglich geworden sind. Da elektrische Antriebe hier noch keine ganz so große Rolle spielen, der Diesel dagegen nicht mehr relevant ist und Hybride erst recht nicht, hat Flottenmanagement Benziner der 100-PS-Klasse untersucht. Das Ergebnis ist spannend, doch lesen Sie selbst.</p>

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Dass der Kleinwagen anno 2023 keine Rolle im Flottenbereich mehr spielen würde, kann man nicht sagen. Viele Modelle erzielen immerhin Anteile zwischen 20 und 40 Prozent im gewerblichen Bereich – und befinden sich damit durchaus auf Augenhöhe mit Fahrzeugen höherer Klassen. Klar, wenn es das Budget hergibt, nimmt man vielleicht doch lieber die größere (untere) Mittelklasse als den Kleinwagen. Doch die Stadtflitzer geben inzwischen längst keine schlechte Figur mehr ab, weil das Autofahrerleben mit Fahrzeugen aus diesem Segment alles andere als karg ausfällt. Zumal man bedenken muss, dass Kleinwagen heute genauso groß oder noch größer sind als vor wenigen Jahren kompakte Autos. Das Motto ist: außen klein und innen groß. Der moderne Kleinwagen ist sogar mehr Allrounder, als es die untere Mittelklasse einst war – und daher bestens geeignet sowohl für urbane Gegenden als auch für die Autobahn. Die Fahrwerke sind längst ausgewogen, die Innenräume präsentieren sich geräumiger und sogar so geräumig, dass sie auch für längere Distanzen taugen. Und das Infotainment rangiert generell auf einem hohen Level.

Apropos: Angesichts der Fahrzeugkategorie, die ja in der Regel bei einem knapper bemessenen Budget infrage kommt, haben wir als dienstwagenrelevante Infotainment-Features vor allem das integrierte Navigationssystem und immer noch die Bluetooth-Freisprechanlage (freilich Bestandteil auch einer Smartphone-Integration) berücksichtigt. Insbesondere die Möglichkeit, die Smartphoneoberfläche auf das im Auto integrierte Display und damit auch viele Funktionen ins Fahrzeug zu holen, die das eigene Mobiltelefon kann und nicht unbedingt das Fahrzeug selbst, wirkt charmant und ist nützlich. Navigieren wäre hier ein Beispiel. Aber vor allem auch das Nutzen von Messengerdiensten, was für viele Fahrer immer wichtiger wird, macht dieses Feature begehrenswert. In Kombination mit den inzwischen leistungsfähigen Sprachbediensystemen besteht die Möglichkeit, Messages zu senden, ohne dafür das Telefon in die Hand zu nehmen – auf diese Weise verschwindet schon mal eine böse Punktefalle (Flensburg lässt grüßen). Dennoch ist ein integriertes Navi auch in dieser Klasse kein überschwänglicher Luxus mehr. Alle Hersteller bieten es an, selten allerdings serienmäßig (siehe Liste). Häufig halten sich die Aufpreise in Grenzen und überschreiten die 500-Euro-Grenze nicht. Besonders günstig ist das Navigationssystem für den Peugeot mit lediglich 126 Euro. Beim Dacia muss der Kunde immer noch günstige 336 Euro extra einkalkulieren. Bei Škoda wird es mit 941 Euro teurer, dafür gibt es allerdings auch das Businesspaket mit üppigem Mehrwert (hier ist auch das volldigitale Kombiinstrument enthalten). Generell ist der Škoda nicht der günstigste Kandidat im Feld, aber auch nicht der teuerste bei einer allerdings bestechenden Verarbeitungsqualität.

Ein Kostenvergleich hat natürlich – wie der Name schon sagt – in erster Linie die Kosten im Blick. Allerdings gibt es so viele Kriterien mehr, die den Ausschlag für ein bestimmtes Fahrzeug geben. Und die Qualität gehört beispielsweise dazu. Und diese spiegelt ja nicht nur wider, wie gut bestimmte Materialien aussehen oder zusammengesetzt sind, sondern auch, wie exzellent die Technik funktioniert, zu der auch die Assistenzsysteme gehören.

Natürlich spielt auch das Servicenetz eine Rolle, denn wenn man weit fahren muss, um zur nächsten Markenwerkstatt zu kommen, könnte sich das nachteilig auf die persönliche Entscheidung auswirken. Zudem ist es sinnvoll, über Kriterien zu sprechen, die hier nicht zu einer Wertung führen, allerdings speziell im Bereich der Kleinwagen interessant sein könnten: so zum Beispiel die Außenlänge. Lediglich Citroën C3, Nissan Micra und Toyota Yaris unterschreiten die Viermetergrenze, was aber für den Einsatz im urbanen Bereich gerade entscheidend sein dürfte. Den geringsten Verkehrsraum nimmt der Toyota ein mit 3,94 Metern – der größte Vertreter hier in der großen Runde ist der DS3 Crossback, der mit satten 4,12 Längenmetern veritables Kompaktklassemaß hat.

Im Kostenvergleich der Kompaktklasse-Kombis stellte Flottenmanagement fest, dass die Vertreter dieser Liga keine Notlösung für knappe Budgets seien. Das gilt einmal mehr für den Kleinwagen, der ja absolut betrachtet nicht mehr klein ist. Nicht nur Längen von durchweg mehr als vier Metern, sondern ebenso seine Eigenschaften machen ihn zu einem ausgereiften Angebot. So kommt es, dass nicht nur vorn zwei geräumige Plätzchen vorgefunden werden; auch die zweite Reihe darf als reisetauglich angesehen werden – und das gilt auch für groß gewachsene Personen. Auch generell ist das Segment vom Fahreindruck ordentlich, sodass lange Strecken komfortabel abgespult werden können. So kann man sagen, dass heutige Kleinwagen lange nicht mehr nur bessere „Einkaufstaschen“ sind, sondern solide Allrounder mit guten Fahrqualitäten.

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Ausgabe 6/2023

Auch der Nutzwert bleibt nicht auf der Strecke. Wer allerdings Wert auf ein großes Kofferraumvolumen legt, muss seine Modellauswahl spezifisch treffen. Hier sind Fahrzeuge wie Škoda Fabia, Seat Ibiza und Hyundai i20 stark – Ersterer schluckt fast 1.200 Liter Gepäck, wahrlich eine Ansage in dieser Klasse. Vorbildlich auch, dass wirklich sämtliche Kandidaten hier in der Runde serienmäßig über eine Sitzhöhenverstellung verfügen. Die ist in der Tat unabdingbar, um Personen unterschiedlicher Statur eine gute Sitzposition zu ermöglichen, was wiederum ein Garant für Wohlfühlstimmung an Bord ist.

Bei der Motorisierung hat der Kleinwageninteressent nicht gerade die berühmte Qual der Wahl. Aus dem Dieselgeschäft haben sich die Hersteller in dieser Klasse inzwischen weitgehend zurückgezogen – einzelne Modelle gibt es aber noch. Die immer aufwendiger werdende Abgasreinigung macht das Konzept des Selbstzünders offenbar unattraktiv in einem Segment, in dem wirtschaftlich sorgfältig kalkuliert werden muss. Die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch, allerdings bei Kleinwagen noch eine Ausnahmeerscheinung. Und so bleibt in der Konsequenz der Benziner als Vergleichsgegenstand übrig. Als optimale Leistung erachtet Flottenmanagement rund 74 kW/100 PS. Damit ist man alltagstauglich motorisiert, kann nicht nur gut im Verkehr mitschwimmen, sondern auch mal ordentlich überholen. Man erreicht problemlos Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn und ist auf der Landstraße auch dann flott unterwegs, wenn mal Steigungen überwunden werden müssen. Wir ziehen als budgetorientierte Lösung Fahrzeuge mit manuellem Schaltgetriebe für den Vergleich heran und tragen dem Umstand Rechnung, dass sich der Schalteranteil in dieser Liga noch immer bei fast 60 Prozent einpendelt. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass sämtliche Offerten auch mit Automatikgetriebe zu haben sind.

Es mag unterschiedliche Motive geben, warum man zum Kleinwagen greift. Wendigkeit in der Stadt oder geringe Unterhaltskosten spielen sicherlich eine Rolle. Verzicht ist aber keineswegs angesagt. Die Vertreter des Segments sind außerdem in vielen Punkten im hohen Maße individualisierbar – was für mehr Emotionalität sorgt. Das gilt nicht nur für den optischen Part (häufig bekommt man schicke Details wie eine zweifarbige Lackierung oder eine große Auswahl an schicken Alurädern), sondern auch für die technische Ausrüstung. Allerdings ist es so, dass bestimmte Features in dieser Klasse nicht zur Standardausstattung jedes Modells gehören. So muss man als Kunde schauen, worauf man speziellen Wert legt. Volladaptive LED-Scheinwerfer beispielsweise, mit denen man auch bei Gegenverkehr mit blendfreiem Fernlicht unterwegs sein kann, findet man vorwiegend bei Produkten des Volkswagen Konzerns: Škoda Fabia und Volkswagen Polo lassen sich damit ausrüsten. Dafür gibt es keinerlei Kompromisse beim Thema Fahrassistenz und Sicherheit. Nahezu alle Modelle bieten mittlerweile einen adaptiven Tempomaten – eine technische Vorrüstung, die sowohl der Sicherheit als auch dem Komfort dient. Man wählt eine Geschwindigkeit, und die Anlage hält das Tempo in Abhängigkeit vom fließenden Verkehr. Bremst der Vordermann, so wird auch das eigene Fahrzeug langsamer. Im umgekehrten Fall beschleunigt es wieder. Hierzu sollte man die technischen Unterschiede kennen. Der Abstand zum nächsten Auto wird entweder per Radar oder Kamera gemessen, um die Längsführung entsprechend zu steuern. Mit der technischen Funktionsweise verschieben sich die Systemgrenzen. Nutzt man ein Kamerasystem, ist die Funktion des aktiven Tempomaten bei Regen oder extremem Gegenlicht nicht mehr gegeben. Ein radarbasiertes System arbeitet hingegen auch bei Niederschlag einwandfrei – außer, Schneematsch verdeckt den Sensor. Auch arbeiten aktive Geschwindigkeitsregler bei manuellen Getrieben nicht bis zum Stillstand und können das Auto nicht wieder anfahren – schließlich muss der Fahrer ja kuppeln. Wer die Bandbreite der aktiven Fahrregelung nutzen möchte, sollte demnach zum Automatikgetriebe greifen.

Ein durchaus komfortrelevantes Extra für rückengeplagte Langstreckenfahrer ist die Lendenwirbelstütze. Weil der Kleinwagen ja nicht primär als Langstreckler eingesetzt wird, aber durchaus weite Reisen kommod bestreiten kann und soll, nimmt dieses Extra keinerlei Einfluss. Die Stütze ist fast durchweg als Option lieferbar und eine bereichernde Sache, falls man plant, häufig länger unterwegs zu sein. Wer mit Rückenschmerzen zu kämpfen hat, kann diese so reduzieren, da sich mit der Stütze eine individuelle Anpassung der Lehne an den Rücken vornehmen lässt.

Bezüglich der Fahrzeugauswahl gehört das Kleinwagensegment zum umfangreichsten auf dem Markt, was die spätere Kaufentscheidung nicht immer einfach macht. Leider ist der auf dem hiesigen Markt durchaus wichtige Mini diesmal nicht dabei, da dieser gerade erneuert wird. Auch der günstige Mitsubishi Space Star – hier leider nicht vertreten – wäre insbesondere kostenseitig ein hochinteressanter Kandidat gewesen. Er passt von der Leistung nicht in unser Beuteschema, da weit unter 100 PS. Für den Hinterkopf – es gibt ihn als Neuwagen zum Aktionspreis von 11.084 Euro netto.

Reden wir über Kosten. Die Champions in der Leasingdisziplin kommen aus Tschechien und Japan – Mazda 2 und Škoda Fabia gibt es bei 20.000 Kilometern Jahresfahrleistung für rund 306 Euro monatlich in der Konfiguration mit den von uns definierten dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmalen. Beim Nissan Micra ist man mit 310 Euro dabei.

Am oberen Ende der Fahnenstange stehen die Produkte aus dem Hause Audi, DS Automobiles und Toyota. Vor allem Ersterer präsentiert sich in vielen Disziplinen als deutlich über dem Durchschnitt positioniertes Produkt. Das spiegelt sich beispielsweise in seiner Verarbeitungsqualität wider sowie in den eingesetzten Materialien. Als Objekt höchster Ingenieurkunst versteht sich der Audi A1 Sportback mit seinem präzisen Fahrwerk und dem feinen, mit vielen dekorativen Details geschmückten Innenraum. In Anbetracht dessen darf der Ingolstädter als erschwingliches Angebot gelten, rangiert seine Rate mit 391 Euro monatlich in der 20.000-Kilometer-Betrachtung noch deutlich unter jener des DS3 Crossback, der hier mit 475 Euro zu Buche schlägt. Auch gesamtwirtschaftlich bleibt der Preisvorteil eines Audi A1 Sportback im Vergleich zum DS3 Crossback bestehen, also unter Betrachtung der Leasingrate plus Kraftstoffkosten. Hier werden gestaffelt je nach Fahrleistung monatlich 425 Euro (10.000 Kilometer), 527 Euro (20.000 Kilometer) respektive 849 Euro (50.000 Kilometer) für den A1 fällig. Währenddessen verlangt DS Automobiles für die gleichen Positionen 507 Euro, 610 Euro sowie 930 Euro. Die teuerste Offerte in der Leasingdisziplin kommt allerdings von Toyota. Unser ausgewählter Yaris ist nicht unter monatlich 472 Euro (10.000 Kilometer) zu haben. Gesamtwirtschaftlich betrachtet rangiert er zwischen 536 (10.000 Kilometer) und 930 Euro (50.000 Kilometer) monatlich.

Für Kauffuhrparks interessant: Die Grundpreise der Fahrzeuge sind nicht immer fest an die Leasingraten gekoppelt. Ein gutes Beispiel hierfür bildet der Vergleich der beiden Kandidaten Volkswagen Polo und Hyundai i20. So schlägt der Wolfsburger mit einem Listenpreis von 20.672 Euro (inklusive der dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmale) zu Buche, liegt damit über dem Hyundai i20, der seinerseits 19.735 Euro kostet. Wer least, zahlt für den Volkswagen monatlich ab 327 Euro in der 10.000-Kilometer-Kategorie, 359 Euro bei 20.000 jährlich gefahrenen Kilometern und 469 Euro bei 50.000 Kilometern pro Jahr. Der in der Anschaffung günstigere Koreaner verlangt von seinen Leasingnehmern dagegen 345 Euro (10.000 Kilometer monatlich), 379 Euro (20.000 Kilometer) sowie 497 Euro (50.000 Kilometer) monatlich.

Letztlich gibt es eine Vielzahl von Parametern, aus deren Bewertung der Kunde seine Kaufentscheidung ableiten kann – nicht immer sind es die Kosten. Vielleicht legt er ja großen Wert auf eine langfristige Garantie, um sich später nicht mit hohen Werkstattrechnungen herumschlagen zu müssen. Hier ist Kia längst vorgeprescht und gewährt sieben Jahre lang Schutz. Der Mazda sticht mit sechs Jahren ebenfalls deutlich hervor.

Immer wieder ein großes Thema ist der Punkt „Servicedichte“. Schließlich gibt es viele Kunden, für die das Produkt nicht unbedingt im Vordergrund steht. Gerade in den günstigeren Fahrzeugsegmenten ist weniger Emotionalität im Spiel. Hier geht es häufig darum, möglichst unbehelligt von Störungen von einem zum anderen Ziel zu gelangen. Und zu dieser Vorstellung gehört auch, den Händler möglichst nah am Wohnort zu haben. Klarer Champion in dieser Disziplin ist der Volkswagen Polo. Hier profitieren die Wolfsburger von den hohen Verkaufszahlen der Marke – nur so kann sie sich ein derart dichtes Händlerund Werkstattnetz leisten. Ford als zweitplatzierter Hersteller glänzt in diesem Bereich aber ebenfalls mit 1.763 Händlern. Doch auch Importeure müssen sich nicht verstecken. Škoda wartet immerhin mit 1.142 Servicepartnern auf und dürfte die meisten Kunden damit beruhigen. Es ist nun einmal so, dass jede Automobilnation dazu tendiert, den landeseigenen Produkten den Vorzug zu geben. Natürlich ist auch Audi eine deutsche Marke, aber im Premiumbereich sind solch große Händlernetze schlicht nicht darstellbar. Das gilt auch für die Importeure, besonders exklusiv ist DS Automobiles mit lediglich 34 Partnern.

Da unser Kostenvergleich im Schwerpunkt auf den finanziellen Aspekt abhebt und nun einmal nicht jedes Auto das günstigste sein kann, wollen wir etliche Alternativen etwas näher vorstellen, die hier nicht den ersten Platz machen konnten. Da wäre beispielsweise der Volkswagen Polo – er profitiert nicht nur vom dichten Servicenetz, sondern ist auch ein wirklich gutes Produkt in allen Belangen. Exzellente Verarbeitung, das präzise Fahrverhalten sowie die große Bandbreite an technischen Sonderausstattungen unterstreichen, dass Volkswagen eine Ingenieurfirma durch und durch ist. Auch die knackigen Polster und das mittlerweile geräumige Platzangebot machen den Polo zu einem runden Angebot. Dabei ist er preislich kein Ausreißer nach oben und besticht außerdem durch einen hohen Grad der möglichen Individualisierung,wasgenerelleherbeideutschen Herstellern (im Gegensatz zu Importeuren) gegeben ist. Hier sind die Importeure im Nachteil, da sie es logistisch schwerer haben, so viele unterschiedliche Modelle auf Lager zu halten.

In gewisser Weise eine Ausnahmeerscheinung ist der Renault Clio. Der Kleinwagenvertreter überzeugt mit einem hohen Maß an Technik, ist geräumig und wirkt adrett. Renault-Kunden profitieren übrigens auch von einem dichten Servicenetz, das genau eintausend Partner umfasst. Preislich rangiert der Clio eher im Mittelfeld. An die Adresse der nutzwertinteressierten Klientel sei gerichtet, dass der Franzose auch im maximalen Kofferraumvolumen gar nicht schlecht abschneidet mit 1.069 Litern maximalem Laderaumvolumen. Übrigens dürfen Clio-Käufer aus einer breiten Antriebspalette wählen, zu der nicht nur ein Vollhybrid mit einer Systemleistung von 105 kW/143 PS zählt, sondern auch noch ein 74 kW/100 PS starker Selbstzünder. Und für den Benziner steht auf Wunsch selbstredend ein Automatikgetriebe (hier als stufenlose CVT-Lösung) zur Verfügung. Allesamt Argumente für den Langstreckeneinsatz, der auf diese Weise recht komfortabel möglich ist. Aber Achtung: Das Modell steht vor der Ablösung.

Einen näheren Blick auf den Kia Rio zu werfen, lohnt sich ebenfalls. Der kleine Koreaner ist zwar schon seit 2017 auf dem Markt, dafür aber ausgereift und gut verarbeitet. Auch der Hersteller selbst vertraut offenbar auf dessen Zuverlässigkeit, worauf das lange Garantieversprechen hinweist. Stetige Updates halten den Fronttriebler auf der zeitlichen Höhe, und so darf der Kunde natürlich auch die modernsten Infotainment-Features genießen. Eine Besonderheit des Koreaners mit 48-Volt-Funktionalitäten ist die „by Wire“ arbeitende Kupplung. Das heißt: Die über das Pedal betätigte manuelle Kupplung wird nicht wie im konventionellen Fall mit der Körperkraft eingerückt, sondern diesen Part übernimmt ein elektrischer Aktuator. Vorteile gibt es gleich mehrere: beispielsweise die leichtgängige Funktionsweise des Pedals, aber auch die Möglichkeit, segeln zu können. Hier wird also im Schubbetrieb der Motor abgeschaltet, um Kraftstoff zu sparen – das geht sonst nur in Verbindung mit einem Automatikgetriebe. Außerdem sind für den Rio peppige Außenfarben und eine reichhaltige Auswahl verschiedener Leichtmetallräder lieferbar, was ihn zu einem runden Angebot macht. Nicht zu vergessen: Er gehört zu den Gewinnern beim Nettogesamtpreis – das ist der Grundpreis mit den addierten dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmalen.

Diesmal außerhalb der Wertung, weil aktuell nicht im Konfigurator: der recht frische Opel Corsa. Er gehört zu den noch wenigen Kleinwagen-Offerten mit der Option auf eine rein elektrische Variante mit 50-kWh-Akku. Wer sich für ihn entscheidet, kommt außerdem in den Genuss von 100 kW Ladeleistung und profitiert so von einem gewissen Maß an Langstreckentauglichkeit. Seine Motorleistung beträgt ebenfalls 100 kW/136 PS. Die Rüsselsheimer stellen darüber hinaus weiterhin einen Dieselmotor zur Verfügung mit 75 kW/102 PS. Wer den Benziner mit Automatik wählt, bekommt übrigens eine komfortable, achtstufige Wandlerlösung – neben den ganzen in diesem Segment dominierenden Doppelkupplungsgetrieben eine sanfte Alternative. Preislich rangiert der Corsa im mittleren Feld, was auch in Ordnung ist angesichts guter Verarbeitungsqualität und vor allem der vollen Abdeckung unserer definierten Mehrwertausstattung, zu der sogar die begehrten LED-Matrixscheinwerfer gehören. Diese gibt es bei vielen Wettbewerbern im Segment nicht einmal gegen Aufpreis. Sie empfehlen sich jedoch vor allem bei nächtlichen Fahrten im ländlichen Bereich wegen ihrer hohen und zielgenauen Leuchtkraft. Außerdem kann bei Gegenverkehr weiterhin mit Fernlicht gefahren werden – entgegenkommende Objekte blendet das System partiell aus, sodass Personen nicht vom hellen Licht geblendet zu werden.

Auch Mazda ist traditionell im Kleinwagenbereich unterwegs. Das aktuelle Modell ist bereits lange am Markt und gilt als ausgereift sowie gut verarbeitet. Mazda setzt insbesondere auf klassische Antriebe, hat den Diesel für seinen Kleinsten allerdings inzwischen aus dem Programm gestrichen. Dafür präsentieren sich die beiden stärksten Benziner jetzt mild hybridisiert, was sie in der Effizienz verbessert. Der Japaner besticht außerdem durch einen günstigen Grundpreis – spannend für jene Kunden, die kaufen statt leasen. Und ein reichhaltiges Angebot bei den technischen Sonderausstattungen macht ihn überdies attraktiv. Auch er bietet beispielsweise voll adaptive LED-Scheinwerfer. Bei der Automatik setzt Mazda auf den dynamischen Drehmomentwandler und schwört damit auf einen komfortorientierten Ansatz – allerdings ist Mazda der Meinung, sechs Fahrstufen reichten. Die Techniker aus Hiroshima haben ihren Kleinwagen außerdem konsequent weiterentwickelt, sodass er auch im Bereich Infotainment noch immer punktet.

Als spanischer „Heißblüter“ geht der Seat Ibiza frisch geliftet auf Kundenfang. Doch er ist nicht nur stylisch, sondern auch recht praktisch mit einem hohen Kofferraumvolumen von knapp 1.200 Litern. Auch in der Disziplin Zuladung gehört er zu den Gewinnern mit ordentlichen 576 Kilogramm. Preislich bewegt er sich im unteren Mittelfeld – angesichts einer wirklich sauberen Verarbeitung geht das mehr als in Ordnung. Wer sich für den Ibiza interessiert, merkt bei der Konfiguration, dass er viele Optionen bereithält, um die Ausstattung zu individualisieren. Dass die Verantwortlichen ihren Cityflitzer offenbar tatsächlich vorwiegend in der Stadt eingesetzt sehen, könnte der Grund sein, warum keine Lendenwirbelstütze lieferbar ist. Allerdings können sich schon die Basissitze sehen lassen und dürfen mit Fug und Recht als gut gepolstert bezeichnet werden. Nicht mehr verfügbar sind Selbstzünder, noch nicht zu haben ist ein rein elektrischer Antrieb – doch hierbei dürfte es sich lediglich um eine Frage der Zeit handeln. In dieser Ibiza-Generation dürfte der lautlose Antrieb allerdings kein Thema mehr sein.

Mit dem Citroën C3 erhält der Kunde wohl die verspielteste Option, Kleinwagen zu fahren. Der Franzose blickt sympathisch drein und spielt in der preislichen Mittelfeld-Liga. Er besticht durch eine hohe Reichweite, gehört aber auch zu den Angeboten mit wenigen technischen Optionen. So müssen Langstreckenfahrer mit einem Tempomaten ohne adaptive Regelung auskommen. Die wichtigsten Komfortund Sicherheitsassistenten sind natürlich auch für den C3 zu haben. Er transportiert den Charme französischer Kleinwagen jedenfalls perfekt und tritt damit womöglich in die Fußstapfen des legendären 2CV, besser bekannt als Ente. Und die Franzosen halten es für richtig, weiterhin Selbstzünder anzubieten – vielleicht gar nicht so unklug, denn an Kundeninteresse dürfte es nach wie vor nicht mangeln. Und da sich immer mehr Hersteller vom Diesel verabschieden, kann das Stück vom Kuchen, das für Citroën übrigbleibt, nur größer und nicht kleiner werden.

Noch reichhaltiger im Antriebsmix präsentiert sich der Peugeot 208. Der französische Schönling lässt den Interessenten die Wahl zwischen Benzin, Diesel und batterieelektrischem Antrieb – verzichtet dafür aber auf die Übergangsstufe in Form eines Hybrids. Wer das durchaus distinguierte Design goutiert und auf die Löwenmarke setzt, muss zumindest bei der Leasingdisziplin ein bisschen mehr Geld in die Hand nehmen als bei vielen Wettbewerbern. Als Kaufofferte rangiert der Kleinwagen im Mittelfeld. Er besticht überdies durch eine solide Anzahl an serienmäßigen dienstwagenrelevanten Ausstattungsmerkmalen. Als Alleinstellungsmerkmal des Peugeot gilt das sogenannte i-Cockpit – daraus ergibt sich eine in der Position höherliegend angeordnete Instrumententafel sowie ein im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen etwas niedriger positioniertes Lenkrad. Es könnte durchaus sein, dass der Peugeot 208 Anklang findet mit seinem erfrischend-extrovertierten Äußeren. Darüber hinaus zeigt er sich gut verarbeitet und besticht durch sportive Fahreigenschaften passend zum dynamischen Blechkleid.

Der Audi A1 Sportback sticht mit seiner Karosserieform aus dem Wettbewerb hervor, die als sportlicher Kombiersatz durchgehen könnte. Der Ingolstädter überzeugt vor allem als Produkt höchster Güte, für das ein Mehrpreis wohl akzeptiert wird. Antriebsseitig bleibt es beim Benziner, da sind die Bayern ganz konsequent. Peppige Metallicklackierungen machen das A1-Vergnügen farbig – außerdem kann das Dach in einem schicken Kontrastton lackiert werden. Dass der Kleinwagen aus dem Hause Audi etwas kostspieliger daherkommt, liegt nicht zuletzt daran, dass viele Features als Option gewählt werden müssen. Andererseits bedeutet das aber auch die Möglichkeit einer sehr gezielten Ausstattung mit dem Fokus auf hohe Qualität. Eine lieferbare Lendenwirbelstütze spricht dafür, den A1 ruhig auch mal für eine längere Reise zu nutzen, zumal es den Ingenieuren gelang, selbst die Dreizylinder-Triebwerke akustisch ganz gut aus der Fahrgastzelle herauszuhalten. Allerdings muss man auch wissen: Audi stimmt seine Produkte konsequent sportlich ab.

Wer den Mini in diesem Umfeld vermisst, muss sich eine Weile gedulden – bald wird das Modell als komplett erneuerte Variante wieder als stylische Alternative im Kleinwagen-Universum zur Verfügung stehen.

Fazit: Das Kleinwagensegment ist nach wie vor vielfältig wie nie und bietet von dezent gezeichneter Nutzwertware (Škoda Fabia oder Volkswagen Polo) bis zu den extrovertierten Sportvarianten (in Extremform der Rallye-Ableger Yaris GR) alles, was das Herz begehrt. Rar gemacht hat sich der Kombi, doch dafür gibt es ja von vielen Herstellern SUV-Ausführungen, auf die wir an anderer Stelle vielleicht einmal gesondert eingehen werden. Noch auf sich warten lassen in diesem Segment die batterieelektrischen Antriebe, allerdings wird sich das ändern. Bis dahin dürfte auch noch der eine oder andere Diesel einen Käufer finden. Es ist also weiterhin viel Bewegung im Segment der Cityflitzer.

And the winner is ... Škoda Fabia 1.0 TSI

 

So haben wir gewertet

Der Flottenmanagement-Kostenvergleich setzt sich aus fünf Hauptkriterien – den Kosten über Laufzeit und -leistung, den technischen Daten, den flottenrelevanten Daten, der Ausstattung und den einmaligen Kosten beim Kauf – zusammen. Dabei erhalten die jeweils drei günstigsten Modelle eine grüne Markierung und die drei teuersten eine rote Markierung. Ebenfalls werden flottenrelevante Fakten wie die Dichte des Servicenetzes und die Garantiezeiten grün beziehungsweise rot markiert und dementsprechend bewertet. Die technischen Daten eines jeden Modells werden unter den Gesichtspunkten des Durchschnittsverbrauchs in l/100 km laut WLTP-Fahrzyklus, des CO2-Ausstoßes in g/km, der Reichweite in km sowie der Ladungsdaten – Kofferraumvolumen in l, maximales Laderaumvolumen in l und Zuladung in kg – beurteilt und entweder mit Grün für die drei Bestwerte beziehungsweise Rot für die drei schlechtesten Werte gekennzeichnet. Zusätzlich erhalten segmentspezifische technische Daten, wie beispielsweise die Anhängelast gebremst bei mittelgroßen SUV, eine entsprechende Grün-Rot-Bewertung. Zudem erhalten Modelle, welche die Vergleichsmotorleistung stark unterschreiten oder zum Zeitpunkt der Datenerhebung noch nicht die Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM erfüllen, eine Negativbewertung. Eine positive Bewertung erfolgt dementsprechend bei einer deutlich höheren Motorleistung.

Daneben wird eine besonders lange Laufzeit der Fahrzeuggarantie mit einem Pluspunkt respektive einer grünen Markierung hervorgehoben. Falls Elemente der dienstwagenrelevanten Ausstattung nicht lieferbar sind, werden diese rot gekennzeichnet und dementsprechend gewertet. Eine grüne Kennzeichnung im Bereich Ausstattung kann aufgrund einer hohen Anzahl an serienmäßig verbauten dienstwagenrelevanten Ausstattungselementen beziehungsweise einer Mehrwertausstattung erzielt werden, ebenso erfolgt eine Negativwertung bei einer geringen Anzahl.


Dienstwagenrelevante Ausstattung im Segment der 5-türigen Kleinwagen:
• Rundum-Airbagschutz für Fahrer und Beifahrer
• Aktiver Bremsassistent
• Bluetooth-Freisprechanlage 
• Einparkhilfe hinten
• Klimaanlage
• Licht- und Regensensor
• Navigationssystem
• Nebelscheinwerfer
• Rückfahrkamera
• Sitzheizung vorn

Mehrwertausstattung im Segment der 5-türigen Kleinwagen:
• Adaptiver Tempomat
• E-Call / Notrufsystem
• Klimaautomatik
• Schlüsselloser Start
• Spurhalteassistent
• Totwinkel-Assistent
• Verkehrszeichenerkennung

 

 

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