Wahre Größe

<p>Neben dem rein elektrischen BMW i7 haben die Münchener ihr Flaggschiff durchaus auch noch mit Dieselmotor im Angebot. Flottenmanagement hat den dann auf die Bezeichnung 740d xDrive hörenden Luxusliner probegefahren.</p>

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Der Oberklasse-BMW i7 ist quasi der letzte Schrei im Bereich der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge innerhalb des BMW-Kosmos. Doch keine Sorge, die Bayern bieten auch andere Antriebsoptionen für ihr Flaggschiff. Beispielsweise eine mit Dieselaggregat. Die Qual der Wahl hat der Kunde allerdings nicht mehr — einziges Modell ist der 740d xDrive. Jedoch muss man kaum befürchten, damit nicht adäquat motorisiert unterwegs zu sein. Die Systemleistung ergibt sich einerseits aus der Power (286 PS) des Sechszylinder-Selbstzünders und der Kraft (18 PS) des Elektromotors, der zusätzlich noch unter dem Blech hockt. Daraus ergeben sich insgesamt 299 PS, womit man durchaus leben kann.

In dumpf murmelnder Diesel-Manier und bei feinster Laufkultur schiebt die Triebwerkskombination das 2,3 Tonnen schwere Nobelgefährt an. Mangelnde Fahrleistungen? Wohl kaum. Nachdrücklich erklimmt die virtuelle Nadel die Tempomarkierungen und landet laut Werk schon nach 5,8 Sekunden auf 100 km/h. Mehr Motor braucht man nicht. Und mehr Sitzmöbel gibt es quasi nicht. Himmlisch-wattig empfangen die Polster den Fahrgast und leisten gute Vorarbeit für die Luftfederung, mit deren Hilfe das 5,39-Meter-Schiff insgesamt ein ziemlich geschmeidiges Bild abgibt beim Überrollen selbst grober Unebenheiten. Dennoch leidet die Agilität nicht, denn die Hinterachse lenkt mit. Dadurch wird der große Wagen in Kurven dynamischer und beim Rangieren wendiger.

Und solche Skills in der Hardware machen Oberklasse-Komfort am Ende immer noch aus. Natürlich muss dieser heutzutage garniert werden mit immer verrückteren Infotainment-Gadgets. Bei BMW ist es nicht der riesige Screen (zumindest vorn nicht), sondern das maximal nobel und schick anmutende Curved Display, das schmal, aber dafür ellenlang Aufschluss über sämtliche Fahrzeuginformationen gibt. Der Bildschirm ist berührungsempfindlich, also erfolgt auch die Bedienung über ihn. Und wenn man nicht gerade mit dem komplexen Menü beschäftigt ist, fällt der Blick auf das Kristallglasdekor mit zarter Hintergrundillumination. Hipster kann der Siebener also. Ist er eigentlich überhaupt noch Oberklasse? Mit seinen Abmessungen, dem formidablen Platzangebot (insbesondere in der zweiten Reihe) und dem sogenannten „Theatre Screen“, einem 31-Zoll-Bildschirm mit 8K-Auflösung, strebt die neue Top-Limousine Richtung Luxusklasse.

Mindestens 96.050 Euro netto kostet der 740d xDrive und glänzt serienmäßig mit allen erdenklichen Assistenten, adaptivem LED-Licht, Navi, schlüssellosem Schließsystem und Tempomat. Neben dem netto 3.991 Euro kostenden Theatre Screen muss man sich unbedingt die Automatiktüren geben (netto 1.260 Euro Aufpreis). Sie gleiten per Knopfdruck vollständig auf und schließen nicht nur bei Betätigen der Taste, sondern beispielsweise auch beim Tritt auf das Bremspedal. Auch die kleinen Displays in den Fond sind ziemlich cool. Bleibt nur zu hoffen, dass die Interessenten der jüngsten BMW-Oberklasse über eine entsprechend große Garage verfügen.

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