Aus sechs mach vier

Die überarbeitete Infiniti- Businessklasse Q70 (vormals M) wird als Diesel jetzt mit vier statt sechs Zylindern und reduzierter Leistung angeboten, so ändern sich die Zeiten in Richtung ökologisch. Schwach auf der Brust ist die komfortable Limousine aber ganz und gar nicht. Flottenmanagement war mit dem feinen Gleiter unterwegs.

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Manchmal ist weniger eben mehr, wer kennt das nicht. Beim Kraftstoffverbrauch freut man sich über jeden eingesparten Liter, und die Autohersteller freuen sich ebenfalls, weil zu hohe Verbräuche künftig finanziell bestraft werden seitens der EU. Also bietet Infiniti für seine obere Mittelklasse Q70 nun einen Selbstzünder an, der massenkompatibel ist – es ist ein Kompromiss aus günstigen Kosten und immer noch guten Fahrleistungen. Er ist 2,2 Liter groß und 170 PS stark – als gemittelten NEFZ nennt das Werk 4,9 Liter je 100 km, somit rutscht der Hecktriebler in die begehrte Effizienzklasse A+. In der Praxis stört der Vierzylinder auch akustisch keineswegs. Eine gute Dämmung hält die Maschinentöne wirkungsvoll draußen. Dass der Common-Rail keinen Hehl aus seinem Verbrennungsverfahren macht, ist ja völlig in Ordnung. Als Kraftübertragung gibt es ausschließlich eine siebenstufige Wandlerautomatik – das Getriebe passt schließlich wunderbar zu dem komfortablen Langstreckenprofi.

Es schaltet spontan wie geschmeidig, und außerdem bietet es dank vieler Übersetzungen genügend Drehmoment-Split, um im niedrigen Tourenbereich cruisen oder im kleinen Gang giftig Serpentinen hinaufsprinten zu können. Okay, angesichts der Leistung dürfen natürlich keine Wunder erwartet werden, aber souveränes Vorankommen ist in jeder Lebenslage möglich. Das Werk verspricht, den Standardsprint auf 100 km/h binnen 8,9 Sekunden absolvieren zu können. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 220 Sachen. Doch die Domäne dieses Q70 sind zweifellos weite Distanzen. Richtig komfortable Sessel prädestinieren ihn für weite Reisen, und das Raumangebot ist mehr als üppig. Auch in der zweiten Reihe sitzt es sich vorzüglich – Sorgen um eingeschränkte Beinoder Kopffreiheit sind nicht nötig. Bei der Bedienung setzen die Verantwortlichen auf eine gesunde Mischung zwischen Menü und Taste. Es gibt daher so manche Knöpfchen und entsprechend viel Lernstoff, doch wenn man sich erst eingelebt hat, ist mancher Kniff schneller erledigt als ausgiebiges Surfen durch die Funktionsebenen selbst schnell reagierender Touchscreens.

Ein mildes Fahrwerk unterstützt die Reisefähigkeit nach Kräften. So flauscht der Tourer sanft über aggressive Querfugen und nimmt langwellige Verwerfungen mit typischem Nachschwung. Und die Infiniti-Marketingstrategen haben ein verlockendes Angebot erstellt, um den ausgefallenen Fünfmeter-Liner attraktiv zu machen. So beträgt der Basispreis netto 38.277 Euro bei einer reichhaltigen Ausstattung. Bluetooth-Freisprechanlage, LED-Scheinwerfer, Rückfahrkamera und elektrisch verstellbare Sitze gehören stets dazu. Das 45.336 Euro (netto) teure Highend- Modell spendiert darüber hinaus Features wie 360 Grad-Kamera, Lederpolster oder Sitzbelüftung. Selbstredend gibt es im Q70 auch die ganze Palette der heute üblichen Assistenten – angefangen vom autonomen Bremssystem, das im Falle kritischer Situationen außerdem warnt, bis hin zur aktiven Spurhaltekontrolle. Und damit den Passagieren der Hörgenuss während der Fahrt auch nicht abhanden kommt, installiert die Infiniti-Mannschaft ein hochwertiges Soundsystem. Ein kleines und feines Merkmal mit großer Wirkung.

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