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Interview mit Frank Kemmerer (Leiter Flottenmanagement Mercedes-Benz Pkw & smart im Mercedes- Benz Vertrieb Deutschland)

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Flottenmanagement: Herr Kemmerer, Sie sind seit fast sieben Jahren Leiter Flottenmanagement bei Mercedes-Benz. Auf welche Erfolge können Sie zurückblicken, wie hat sich Ihr Bereich seitdem entwickelt

Frank Kemmerer: 2007 sind wir mit einem neuen Team und einem neuen Ansatz gestartet, nämlich Flottenlösungen national wie international mit kompetenter Beratung aus einer Hand zu bieten. Dazu gehören ein starkes Händlernetz, gut ausgebildete Flottenverkäufer, ein leistungsfähiger Service vor Ort sowie die zentrale Unterstützung durch nationale wie internationale Key-Account- Manager. Ich glaube, hier haben wir uns sehr gut entwickelt. Im letzten Jahr haben wir unser Leistungsspektrum für gewerbliche Kunden unter der Dachmarke „Flottensterne“ zusammengeführt. Wir unterscheiden hierbei je nach Flottengröße zwischen Flottensterne 1+, Flottensterne 15+ und wirklich großen, meist auch internationalen Flotten, für welche Flottensterne 100+ mit optionaler Key-Account-Betreuung und Individualkonditionen steht.

So können wir flexibel auf die gestiegenen Anforderungen des Marktes reagieren, insbesondere geht es hier um die Themenfelder der optimalen Car Policy, der resultierenden TCO, also um die Gesamtkosten der jeweils gewählten Mobilitätslösung. Im Dialog mit unseren Kunden legen wir Wert auf eine hohe Konstanz der Ansprechpartner, und in der Tat sind die nationalen wie internationalen Key-Account-Teams im engen Schulterschluss mit den Finanzdienstleistungskollegen von Daimler Fleet Management seit Jahren verlässliche Partner für unsere Kunden.

Flottenmanagement: Ein „Daimler“ ist Premium pur. Der Mercedes-Claim „Das Beste oder nichts“ unterstreicht diesen Anspruch noch. In welchen Zielgruppen nutzt das eher, wo ist das Image vielleicht sogar zu hoch

Frank Kemmerer: Ich glaube, der Premiumanspruch wird in unserer aktuellen Modellpalette hervorragend abgebildet. Die A-Klasse als emotionales Einstiegsfahrzeug demonstriert, dass „Premium“ keine Frage der Größe ist. Der Premiumanspruch fordert uns, gemeinsam mit dem Kunden die beste Lösung auf die Straße zu bringen. Wertanmutung, modernes Design, effiziente Motoren, leistungsfördernder Komfort mit intelligent vernetzten Sicherheits- und Assistenzsystemen sind Dinge, die gerade für Vielfahrer besonders wichtig sind. Am Ende bedeutet „Premium von Mercedes-Benz“ die beste Entscheidung für den Kunden, denn er motiviert damit nicht nur seine Mitarbeiter, sondern demonstriert damit auch seinen eigenen Anspruch. Von daher ist es für uns ein sehr positives Verkaufsargument.

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Ausgabe 1/2014

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Flottenmanagement: Auf welchen Hauptsäulen steht das Flottengeschäft in Deutschland? Welches sind im deutschen Flottenmarkt die wichtigsten Modelle und warum

Frank Kemmerer: Wenn man den Flottenmarkt insgesamt betrachtet, haben wir einen starken Schwerpunkt im Mittelklassesegment, das bedeutet bei uns konkret: C-Klasse T-Modell beziehungsweise in der Oberen Mittelklasse: E-Klasse T-Modell. Aber auch im Kompaktwagenbereich konnten wir mit der A-Klasse eine starke Ausweitung erzielen. Nicht unterschätzen darf man die starke Entwicklung im SUVSegment in den letzten Jahren: Bei kleineren Flotten hat der SUV-Bereich schon eine Spitzenposition erobert, bei größeren Flotten ist dieser Trend ebenfalls spürbar.

Flottenmanagement: Mit dem GLA ist Mercedes in das stark wachsende Segment der kleinen SUV eingestiegen – warum kamen Sie damit relativ spät, und wie sind Ihre Markterwartungen? Was hebt den GLA vom Wettbewerb ab

Frank Kemmerer: Mit der A-Klasse haben wir gezeigt, wie modern und dynamisch der Einstieg in die Mercedes-Benz-Welt interpretiert wurde. Der GLA ist in seiner Klasse das emotionalste, expressivste Fahrzeug und bietet gleichzeitig eine hohe Funktionalität. Das geht von der Beladbarkeit, der Flexibilität im Innenraum (mit einem Stauraum bis 1.200 Liter bei umgelegtem Vordersitz) bis hin zu den klassenbesten CO2-Werten, die für unsere Kunden ja extrem wichtig sind. Mit dem GLA gehen wir den mit der A-Klasse begonnenen Weg konsequent in Richtung der immer wichtiger werdenden SUV weiter und werden damit unsere Präsenz in den Fuhrparks weiter ausbauen.

Flottenmanagement: Sind Sie als Vollsortimenter – bis hin zum Nutzfahrzeug – gelegentlich auch Alleinausstatter in Fuhrparks und wenn ja, bevorzugt in welchen Branchen

Frank Kemmerer: In der Tat gibt es viele Fuhrparks, die exklusiv und zufrieden ausschließlich Mercedes fahren, und dies schon über sehr viele Jahre hinweg. Die Mehrzahl der User- Chooser-Fuhrparks ist jedoch ein Mehrmarken- Fuhrpark. Dort kann sich jeder Mitarbeiter für seine persönliche Wunschmarke entscheiden. Hier helfen uns die Kollegen von Daimler Fleet Management mit ihrer Mehrmarken-Fähigkeit, solche Fuhrparks dennoch gesamthaft zu managen und dann mit unseren Fahrzeugen im Quervergleich sukzessive zu überzeugen. Wir freuen uns, dass immer mehr Nutzer einen Mercedes wählen dürfen und auch wählen.

Flottenmanagement: Dieses Jahr gibt es ein Modellfeuerwerk bei Mercedes, unter anderem mit der neuen C-Klasse als Limousine und als TModell. Was dürfen wir hier – auch an flottenspezifischen Features – erwarten

Frank Kemmerer: Im März bereits erscheint der C 220 CDI, der für das Flottengeschäft wichtigste Motor, mit einem sensationellen CO2-Wert von 103 Gramm – bedingt auch durch die ausgezeichnete Aerodynamik mit einem cw-Wert von 0,26. Ab 70 km/h ist bekanntlich der Luftwiderstand der Widerstand, der alle anderen Gegenkräfte im Fahrzeug übersteigt. Wir haben sehr darauf geachtet, dass bei diesem Fahrzeug nicht nur der Zyklusverbrauch gut ist, sondern vor allem auch der Realverbrauch. Dafür sorgt nicht nur die Aerodynamik, sondern auch die Gewichtsreduktion um rund 100 Kilogramm durch intelligenten Leichtbau.

Das Styling des Fahrzeugs entspricht der Mercedes- Benz-Interpretation des modernen Luxus mit klaren Linien, aber auch sinnlichen Spannungsbögen. Die neue C-Klasse gibt es in vier Ausstattungslinien inklusive der jetzt eigenen AMG Line. Auch das Fahrwerk ist nochmals wesentlich agiler geworden, ohne die klassischen Fahreigenschaften wie den Mercedes-typischen Langstreckenkomfort einzuschränken. Hier setzen wir wieder einen klaren Klassenstandard, beispielsweise mit Hightechfeatures wie einem Fahrwerk mit Luftfederung. Im Innenraum finden Sie ein modern gestaltetes Cockpit mit moderner Multimedia-Ausstattung bis hin zu Anleihen aus dem Sportwagenbereich. Natürlich gibt es in der neuen C-Klasse auch alle Assistenzsysteme, die aus den großen Fahrzeugen wie S-Klasse und E-Klasse bekannt sind. Premiere hat unser Head-up-Display. Für mich ist die C-Klasse der ideale Leistungsträger – zwei Gene, die Mercedes repräsentiert, finden Sie hier: die kultivierte Sportlichkeit und den leistungsfördernden Komfort.

Das sind ideale Voraussetzungen für die Wertstabilität, die gerade für die TCO in der Flotte sehr wichtig ist. Auch hier haben wir sehr positive Prognosen für dieses Fahrzeugkonzept erhalten. Übrigens sind wir ausstattungsbereinigt, was den Preis anbelangt, ungefähr auf dem Niveau des Vorgängers. Es ist quasi ein kleines Upgrade: Economy kaufen und Business fahren. Der rund acht Zentimeter längere Radstand sorgt auch für großzügigere Platzverhältnisse. Die neue CKlasse ist für uns die ideale Eröffnung des Jahres, die dann zum Jahresende mit dem T-Modell, also der Kombi-Variante, ergänzt wird.

Darüber hinaus arbeiten wir weiterhin eng mit unseren Kollegen im Transporterbereich zusammen. Die neue V-Klasse wird uns helfen, unser Produktportfolio weiter abzurunden. Mit ihr definieren wir die Mercedes-Benz-Großraumlimousine neu. Die V-Klasse setzt mit Design, Funktionalität, Komfort, Wertanmutung und einer Vielzahl von Innovationen neue Maßstäbe in ihrem Segment – und das für bis zu acht Personen. Damit ist sie ein Fahrzeug mit großem Raumangebot und damit ideal geeignet für Kunden, die ein großes Raumangebot schätzen, aber nicht auf Stil und Komfort verzichten möchten.

Flottenmanagement: Umweltschutz und CO2-Reduktion werden in deutschen Fuhrparks immer wichtiger. In welche Richtung zielt Mercedes hier mittel- und langfristig? Werden schon jetzt relevante Stückzahlen alternativ angetriebener Modelle geordert, oder liegt der Fokus doch eher auf Kraftstoff sparen bei konventionell angetriebenen Modellen? Wo sehen Sie Tendenzen

Frank Kemmerer: Hier darf ich mal den Bogen erweitern und sagen: Wir bieten mit dem smart electric drive nach wie vor den Marktführer der Elektrofahrzeuge an. Davon sind bereits nennenswerte Stückzahlen verkauft worden, und wir werden unsere Modellpalette durch eine elektrische B-Klasse ergänzen. Das wichtigste Fahrzeug für uns ist jedoch der BlueTEC Hybrid. Das ist eine durchweg anerkannte Kombination, um kraftstoffsparend unterwegs zu sein. In 2014 wird unsere B-Klasse mit NGT das Portfolio erweitern, und später folgt dann die Luxusklasse mit dem schon auf der IAA vorgestellten S 500 Plug-in Hybrid.

In den Flotten werden nach wie vor hauptsächlich Dieselmotoren angefragt und bestellt. Und wenn man bedenkt, dass die C-Klasse inzwischen bei einem Wert von 103 Gramm CO2 liegt und der BlueTEC Hybrid wahrscheinlich sogar unter 100 Gramm liegen wird, setzen diese Fahrzeuge den Flottenverbrauch ganz konventionell signifikant nach unten.

Wir arbeiten natürlich weiter daran, die Gesamtverbräuche in den Flotten weiter zu senken. Dazu trägt auch bei, dass alle Motoren, auch die Benziner, inzwischen signifikant weniger verbrauchen – durch beispielsweise die angesprochenen Optimierungen in Sachen Aerodynamik und Leichtbau. Mercedes hat derzeit bereits mehr als 50 Modelle mit einem Ausstoß von unter 120 Gramm CO2.

Flottenmanagement: CO2-Reduktion bedeutet auch weniger Kraftstoffkosten. Generell stehen die Fuhrparkleiter permanent unter Kostendruck. Wie kann Mercedes helfen, die TCO für ein Fahrzeug niedrig zu halten

Frank Kemmerer: Die TCO werden neben der Grundkonditionierung von dem Restwert, dem Kraftstoffverbrauch, aber auch der Versicherungseinstufung und den Reifenkosten bestimmt, das sind bekannte Eckwerte. Die Anschaffungskosten des Fahrzeugs machen circa 50 Prozent der Gesamtkosten aus, der Rest fällt im täglichen Betrieb an. Genau hier setzen auch unsere Kollegen von Daimler Fleet Management an, die mit Dienstleistungen wie Fuhrparkmanagement, Flottenversicherungen, Wartungsmanagement und vielen mehr unsere Kunden dabei unterstützen, ihre Kosten weiter zu reduzieren. Bei der ganzen TCO-Debatte darf man nicht vergessen, dass der Kunde ein Auto braucht, das für sein Einsatz- und Fahrprofil geeignet ist. Hier unterstützen wir mit unserer Fuhrparkberatung und der individuellen Ausstattung der Fahrzeuge. Ein weiterer Faktor für die tatsächliche TCO sind der Fahrer und sein Fahrverhalten.

Hier bieten wir mit den Mercedes- Benz Driving Events individuell buchbare Programme für Fahrsicherheit und Effizienz, die darüber hinaus auch richtig motivierend für die Fahrer sind. Und natürlich arbeiten unsere Entwickler weiter an unseren Fahrzeugen. Wie schon erwähnt, wird die neue C-Klasse einen höheren Restwert erreichen, und dank des geringeren Gewichtes und einem cw-Wert bis 0,24 weniger verbrauchen. Die neuen Werte 103 Gramm CO2 bei 400 Newtonmetern, 0 auf 100 in 8,1 Sekunden und eine Endgeschwindigkeit über 230 km/h – das Auto ist einfach sensationell.

Flottenmanagement: Von einem Premiumhersteller wird Premiumservice erwartet. Welche zusätzlichen Services bietet Mercedes dem Flottenleiter? Welche Rolle spielt die Mercedes-Benz Bank, wie kooperieren Sie auch mit anderen Leasinggesellschaften? Wie ist generell der Vertrieb an Flottenkunden strukturiert

Frank Kemmerer: Es ist für uns ganz entscheidend, dass absoluter Topservice geboten wird. Das haben wir in vielen Werkstatttests auch immer wieder bewiesen. In großen Städten wie beispielsweise hier in Berlin offerieren wir einen 24-Stunden-Service, aber auch Hol- und Bringservice kann individuell vereinbart werden. Das hat sich in den letzten Jahren auf einem sehr hohen Niveau eingependelt. Jedes unserer Autohäuser ist bei uns mit Basis-Flottenservice versehen, in den großen Städten gibt es dann eigene Flottenabteilungen und erweiterte Services. Für den Bedarf an Fuhrparkmanagement und Leasinglösungen bieten wir innerhalb des Konzerns über die Daimler Fleet Management und die Mercedes- Benz Bank attraktive und marktgerechte Lösungen; das erwartet der Kunde von uns. Die Mercedes-Benz Bank ist der Ansprechpartner für den kleineren oder mittleren Kunden, Daimler Fleet Management für größere oder internationale Kunden. Sollte der Kunde eine freie Leasinggesellschaft als Prozesspartner für sich gewählt haben, kooperieren wir auch mit dieser, um dem Kunden die richtige Lösung anbieten zu können.

Flottenmanagement: Welche mittel- und langfristigen Ziele haben Sie sich für das Flottengeschäft vorgenommen, und wie wollen Sie diese erreichen? Was kann der Fuhrparkleiter in den nächsten Jahren von Mercedes erwarten?

Frank Kemmerer: Wir wollen in jedem Fuhrpark im Premiumbereich adäquat platziert sein und gewählt werden können. Unser Ziel ist es, im Premiumbereich weitere Marktanteile zu gewinnen und das über alle Fuhrparkgrößenklassen hinweg. Daran werden wir kontinuierlich arbeiten. Bei den Modellen geht es in den nächsten Jahren genauso spannend weiter, wie wir in 2014 angefangen haben. Lassen Sie sich überraschen.

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