Stellantis baut den Einsatz dekarbonisierter Energie in ganz Europa aus, wobei Solaranlagen zwei Drittel der Produktionsstätten abdecken

Stellantis treibt den Ausbau von Lösungen zur Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien in seinem europäischen Produktionsnetzwerk voran und fördert damit sein langfristiges Ziel von CO2-Neutralität. Energiemanagement ist ein wichtiger Hebel, um CO₂-Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu stärken. In der Produktion verfolgt der Ansatz von Stellantis drei Ziele: die Senkung des Gesamtenergieverbrauchs, die Erhöhung des Anteils und der Vielfalt CO2-armer Energiequellen sowie die Sicherung der Energieversorgung zur Gewährleistung der Produktionskontinuität.

Stellantis baut den Einsatz dekarbonisierter Energie in ganz Europa aus, wobei Solaranlagen zwei Drittel der Produktionsstätten abdecken

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Stellantis baut den Einsatz dekarbonisierter Energie in ganz Europa aus, wobei Solaranlagen zwei Drittel der Produktionsstätten abdecken

„Energiemanagement ist ein entscheidender Faktor für die Umsetzung unserer Dekarbonisierungsstrategie. Durch den Ausbau erneuerbarer Lösungen in den Produktionsstätten – wie Solar, Wind, Geothermie oder Biomasse – in Verbindung mit Energiespeicherung reduzieren wir Emissionen, verbessern die Energieautonomie und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produktionspräsenz“, sagte Francesco Ciancia, Global Head of Manufacturing bei Stellantis.

Die europäischen Produktionsstätten von Stellantis beziehen mittlerweile 68 % ihres Stroms aus dekarbonisierter Energie. Der Konzern strebt an, dass der Eigenverbrauch vor Ort 2026 31 % des Energieverbrauchs in seinen europäischen Anlagen ausmachen soll, wobei führende Standorte einen Anteil von bis zu 80 % anstreben.

Dieser Ansatz zum Energiemanagement von Stellantis wird durch ein robustes Governance-Rahmenwerk unterstützt, wobei 89 % der europäischen Produktionsstandorte von Stellantis nach der Energiemanagementnorm ISO 50001-zertifiziert sind.
 

Ausbau von Photovoltaikanlagen in Produktionsstätten in ganz Europa

Stellantis baut in seinen europäischen Produktionsstätten Photovoltaikprojekte durch Partnerschaften mit führenden Energieanbietern aus. Dies geschieht vor allem im Rahmen von werksseitig abgeschlossen Stromabnahmeverträgen. Nach diesem Modell verwalten die Energieanbieter die Photovoltaikanlagen während ihres gesamten Lebenszyklus entsprechend dem spezifischen Energiebedarf jeder Produktionsstätte, wobei die Anlagen zum Ende der vereinbarten Laufzeit in den Besitz von Stellantis über gehen.

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Bisher wurden an 27 europäischen Produktionsstandorten Photovoltaikprojekte realisiert oder sind noch im Gange, was einer installierten Leistung von mehr als 500 MW entspricht. In Produktionsstätten wie Tychy in Polen könnte der Eigenverbrauch bis Ende 2026 bei etwa 60 % liegen. Im spanischen Zaragoza, wo bereits ein Hybridsystem mit Photovoltaikenergie und Windkraftanlagen in der Produktionsstätte betrieben wird, könnte der Eigenverbrauch bis zum Jahresende auf bis zu 80 % steigen.

Je nach Lage der Produktionsstätte werden die Photovoltaikanlagen auf Dächern, Parkdächern oder Freiflächen installiert. Sobald sie vollständig in Betrieb sind, rechnet man mit einer Einsparung von mehr als 100.000 Tonnen CO2 pro Jahr.
 

Einsatz von Batterie-Energiespeichersystemen zur Optimierung des Energieverbrauchs und des Netzgleichgewichts

Parallel zur Installation von Photovoltaikanlagen führt Stellantis Batterie-Energiespeichersysteme (BESS) ein, um den Energieverbrauch weiter zu optimieren und die Netzstabilität an seinen Produktionsstandorten zu unterstützen.

Das BESS-Programm wird 20 Produktionsstandorte in ganz Europa mit einer installierten Speicherkapazität von etwa 200 MWh abdecken und wird in zwei Phasen eingeführt. Die erste Phase befindet sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium: BESS soll bis voraussichtlich 2026 an sieben Anlagen in Betrieb sein, während die Umsetzung an den übrigen Standorten innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein soll.

Diese Systeme werden von fortschrittlichen Energiemanagementsystemen (EMS) gesteuert, die den Batteriebetrieb auf der Grundlage der Energieverfügbarkeit und des Energiebedarfs dynamisch optimieren und so die Gesamteffizienz steigern. In Produktionsstätten mit Photovoltaikanlagen maximieren die Speichersysteme zudem den Eigenverbrauch von Solarstrom, indem sie überschüssige Energie speichern.

Darüber hinaus können die Anlagen in Zusammenarbeit mit lokalen Netzbetreibern Netzdienstleistungen bereitstellen und so zur Netzstabilität beitragen, indem sie den Verbrauch bei Bedarf anpassen. Der Stellantis-Standort Madrid in Spanien betreibt bereits ein Batterie-Energiespeichersystem und dient als Pilotanlage zur Skalierung und Standardisierung dieser Lösung.

Durch die Kombination von erneuerbarer Energieerzeugung und Energiespeicherung bekräftigt Stellantis sein Engagement für eine nachhaltige Produktion, senkt die CO₂-Emissionen und stärkt die Energieversorgungssicherheit, während gleichzeitig die Anfälligkeit für Schwankungen auf dem Energiemarkt gemindert wird.
 

Diversifizierung des Energiemixes zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit und der Wettbewerbsfähigkeit

Diese Initiativen ergänzen andere Energieverträge und Dekarbonisierungsmaßnahmen, die bereits von Stellantis in seinen weltweiten Betrieben ins Leben gerufen wurden. Zusammen stellen sie einen konkreten Schritt hin zur langfristigen industriellen Nachhaltigkeit dar und spiegeln den umfassenden Ansatz des Unternehmens zur Energiewende wider, der Energieeffizienz mit dem Einsatz dekarbonisierter Lösungen in seiner gesamten Produktionspräsenz verbindet.

Darüber hinaus baut Stellantis den Einsatz von Geothermie als CO2-arme Lösung für industrielle Heiz- und Kühlzwecke aus. Die im vergangenen Jahr eingeweihte Geothermieanlage am Standort Caen in Frankreich, ist eine Weltpremiere für Stellantis und eine der ersten industriellen Anwendungen dieser Technologie im Land. Das System versorgt Gebäude mit erneuerbarer Wärme und sorgt für die Kühlung industrieller Prozesse, wodurch der Standort rund 30 % seines Energiebedarfs selbst decken kann.

Mehrere Produktionsstätten setzen zudem auf biomassebasierte Energielösungen, um die industrielle Wärmeversorgung zu dekarbonisieren. Dazu gehört Rennes in Frankreich, wo 2025 ein CO2-neutrales‑Heiznetz auf Basis lokal gewonnener Biomasse gestartet wurde. Darüber hinaus wurden an den französischen Standorten Sochaux und Vesoul, im slowakischen Trnava und in Serbien in Kragujevac kürzlich biomassebasierte‑Lösungen in Betrieb genommen.

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