Importierte Autos weisen in Deutschland ein 1,3-mal höheres Schadensrisiko auf, während fast 90 % der Käufer vollständige Transparenz erwarten
Während deutsche Autofahrer zunehmend auf Gebrauchtwagen aus dem Ausland zurückgreifen, warnen Experten, dass solche Fahrzeuge oft versteckte Mängel aufweisen. Da Länder keine Fahrzeugdaten untereinander austauschen und manche Schadensakten nie digitalisiert werden, startet ein importiertes Auto auf seinem neuen Markt praktisch mit einer weißen Weste.
Laut dem Fahrzeugdatenunternehmen carVertical kann der Anteil beschädigter Importfahrzeuge im Vergleich zu lokal genutzten Fahrzeugen in manchen Märkten um fast das Dreifache variieren. Eine vom Unternehmen durchgeführte Umfrage zeigt, dass 94,6 % der deutschen Autokäufer der Meinung sind, dass Verkäufer verpflichtet sind, frühere Schäden eines Fahrzeugs offenzulegen. Leider halten sich nicht alle Händler an die Regeln.
Für die meisten Käufer ist ein Auto ohne frühere Schäden wichtiger als ein niedrigerer Preis
Von allen Autos, die von carVertical-Kunden in Deutschland zwischen Januar 2025 und März 2026 überprüft wurden, wiesen 61,2 % der importierten Fahrzeuge eine dokumentierte Schadenshistorie auf – im Vergleich zu 45,5 % der lokal genutzten Autos. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass importierte Autos Schadensaufzeichnungen aufweisen, etwa 1,3-mal höher als bei ihren inländischen Pendants.
Diese Erkenntnis deckt sich mit carVerticals jüngster Untersuchung zu Tachomanipulationen, die ebenfalls ergab, dass importierte Fahrzeuge zwei- bis fünfmal häufiger manipuliert sind als inländische Autos. Dies belegt, dass dieses erhöhte Risiko ein ständiges Problem bei grenzüberschreitenden Transaktionen darstellt.
carVertical führte zudem eine Umfrage unter 14.000 Fahrern in ganz Europa durch, darunter 2.000 aus Deutschland, die ergab, dass eine einwandfreie Fahrzeughistorie für Käufer wichtiger ist als ein niedriger Preis. 67,1 % der deutschen Autokäufer gaben an, dass sie ein Auto ohne Schadenshistorie bevorzugen würden, während nur 10,8 % den Preis als wichtigstes Kriterium nannten. Dies verdeutlicht das mangelnde Vertrauen in das derzeitige System und was Käufer wirklich priorisieren.

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„Jedes Land hat unterschiedliche Datenschutzgesetze. Wenn es kein einheitliches System gibt, das sicherstellt, dass die Historie eines importierten Autos für alle Autofahrer zugänglich ist, leidet die Qualität der Gebrauchtfahrzeuge. Wenn ein Auto in ein anderes Land importiert wird, beginnt seine Historie oft von vorne – Mängel werden verschleiert und der Kilometerstand manipuliert“, sagt Matas Buzelis, Automarktexperte bei carVertical.
Rund ein Viertel aller in Deutschland geprüften Autos wurde aus dem Ausland importiert
Rund ein Viertel aller von carVertical in Deutschland geprüften Autos (22,9 %) stammte aus dem Ausland – ein im Vergleich zu vielen europäischen Märkten relativ geringer Anteil. Diese geringere Abhängigkeit von importierten Fahrzeugen deutet darauf hin, dass zwar weiterhin Risiken bestehen, das Gesamtrisiko durch problematische Importfahrzeuge jedoch geringer ist als in vielen anderen Ländern.
Im Ausland beschädigte Autos werden häufig mit billigen, nicht originalen Ersatzteilen repariert. Ein Fahrzeug, das strukturelle Schäden erlitten hat, kann zudem unsicher im Straßenverkehr sein. Verführt von einem makellosen Äußeren und einem niedrigen Preis verzichten Käufer oft auf eine ordnungsgemäße Fahrzeugprüfung – nur um später festzustellen, dass sie betrogen wurden.
„Aus dem Ausland importierte Autos sind immer ein riskanterer Kauf. Privatpersonen und im Autohandel tätige Unternehmen kaufen häufig Unfallfahrzeuge, reparieren sie so kostengünstig wie möglich und verkaufen sie weiter. Angesichts der Schadensquote bei importierten Fahrzeugen ist das Risiko, ein defektes Auto zu erwerben, keineswegs zu vernachlässigen“, sagt Buzelis.
Fast 70 % der Autofahrer würden kein Auto nach einem schweren Unfall kaufen
Das Fehlen eines einheitlichen Fahrzeugdatenregisters in der EU schafft eine Grauzone. Autofahrer haben keine Möglichkeit, sich über Kilometerstandsänderungen, frühere Unfälle oder Halterwechsel bei den Autos zu informieren, für die sie sich interessieren. Diese Daten bleiben in nationalen Datenbanken eingeschlossen, zum Nachteil von Gebrauchtwagenkäufern auf dem gesamten Kontinent.
Die Umfragedaten von carVertical zeigen, dass 68,5 % der Autofahrer kein Auto kaufen würden, das einen schweren Unfall hinter sich hat, selbst wenn es perfekt aussieht. Gleichzeitig gaben 71 % an, dass sie bereit wären, mehr für ein Auto zu bezahlen, bei dem sie sicher sein könnten, dass es nie in einen Unfall verwickelt war. Dies zeigt, dass die meisten Autofahrer die Risiken des Kaufs eines zuvor beschädigten Fahrzeugs verstehen und nicht geneigt sind, diese zu ignorieren.
Während Autofahrer kleinere kosmetische Schäden eher übersehen, gaben 85,6 % der Befragten an, dass die Schwere früherer Schäden für sie äußerst wichtig ist.
„Die Ironie dabei ist, dass Verbraucher zwar mehr Transparenz fordern, die derzeitige Auslegung der DSGVO jedoch Hürden für Unternehmen schafft, die diese bieten wollen. Vage Definitionen von ‚berechtigtem Interesse‘ zwingen Unternehmen in ein kostspieliges, länderspezifisches Rechtslabyrinth, um die Rechtmäßigkeit ihrer Datenverarbeitung nachzuweisen. Ein offenerer Zugang zu anonymisierten technischen Fahrzeugdaten in Europa würde diese Barrieren beseitigen, Innovationen fördern und den Verbrauchern den Schutz bieten, den sie eindeutig fordern“, erklärt Buzelis.

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Kia Venga: Günstiges Leasing-Angebot für Gewerbekunden
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DIGges Ding
<p> <img alt="" src="https://www.flotte.de/files/UserFiles/micra.jpg" style="width: 250px; height: 167px;" /></p> <p> Neuigkeiten für Micra-Kunden: Es gibt Nachschlag in Form von 18 Zusatz-Pferdchen, die dem analog zur Basisversion ebenso großen (1,2 Liter) Dreizylinder per Kompressor eingehaucht werden. Spürbar wird die Zusatzpower des DIG-S – ganz systemuntypisch – indes erst im oberen Drehzahlbereich.<br /> <br /> Der Micra geht unter die Kompressor-Vertreter. Eine Auszeichnung, welche in der Regel deutlich höherwertigen Fahrzeugen zuteil wird. Damit keine Missverständnisse entstehen: Ein Hubraum- und Leistungsmonster wird der japanische Kleinwagen dadurch nicht. Es bleibt bei kleinem Volumen und drei Töpfen, gibt aber einen Haufen Technik mit auf den Weg. Direkteinspritzung beispielsweise ist selbstverständlich – alles im Sinne des Verbrauchs, der gemittelt bei immerhin 4,1 Litern liegen soll, ein anspruchsvolles Ziel. Doch wie funktioniert das? Klar, man kann den Eintonner locker niedertourig fahren, aber dann sind keine Fahrleistungswunder zu erwarten. Macht gar nichts, schließlich kauft man eine satte Portion Prestige – wer kann schon behaupten, einen Kompressor sein Eigen zu nennen? Und der Rest geht völlig in Ordnung.<br /> <br /> Will heißen: Für einen Cityfloh unter vier Längenmetern bietet der Asiate erstaunlich viel Raum, was ihn zur erwachsenen Alternative stempelt – sogar hinten kann man gut auch etwas länger aushalten. Vorn kommen erst gar keine Diskussionen über das Thema "Platzangebot" auf, und die straffen Stühle avancieren außerdem zu angenehmen Begleitern auf größeren Reisen. Darüber hinaus erfreut der Fronttriebler durch sanfte Federungseigenschaften – was will man mehr? Auch Technik-Fans kommen auf ihre Kosten, eine Vielzahl an Sonderausstattungen, auf die selbst manche Businessklasse-Kunden verzichten, können geordert werden. Dazu gehört nicht zuletzt das schlüssellose Schließsystem. Dagegen zählen Features wie die volle Airbag-Ausrüstung und Klimaautomatik selbst hier inzwischen zum absoluten Standard.</p>

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