Familientransporter
Der Volkswagen ID.7 Tourer als GTX gehört zu den klassischen Wölfen im Schafspelz. Seine brachiale Gewalt unter dem Blech sieht man ihm nicht an. Außerdem ist der Kombi schön komfortabel.

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Den VW ID.7 Tourer GTX kennzeichnet ein interessanter Widerspruch. Auf den ersten Blick steht da ein großer, braver Elektro-Kombi aus Niedersachsen – fast fünf Meter lang, viel Platz, viel Kofferraum und viel Familienalltag. Ein klassischer Pampersbomber also, nur ohne Dieselgrummeln und ohne Passat-Nostalgie. Dann drückt man auf das Fahrpedal, und plötzlich schiebt dieses lange Ding mit einer Vehemenz an, die nicht ganz zur vernünftigen Karosserie passen will.
Der GTX bringt 340 PS und Allradantrieb mit. Damit sprintet er in 5,5 Sekunden auf 100 km/h, die Spitze liegt neuerdings bei 200 km/h. Das klingt im Kombi-Kontext schon ziemlich verrückt. Noch wichtiger ist aber der Eindruck im Alltag. Das schlichte Multifunktionstool wirkt in keiner Weise sportlich-nervös, sondern einfach souverän. Außerdem bleibt es angenehm leise, wenn man die 679 Newtonmeter mal kurz abruft. Gerade beim Einfädeln, Überholen oder schnellen Herausbeschleunigen fühlt sich der Punch sehr willkommen an. Gleichzeitig bleibt der ID.7 Tourer ein echtes Raumauto. Der Kofferraum fasst 605 Liter, mit umgelegten Rücksitzen gar bis zu 1.714 Liter. Hinten gibt es viel Beinfreiheit, vorn ein ruhiges Cockpit mit großem Zentraldisplay. Außerdem ist der Wolfsburger gut gedämmt. Der GTX macht aus dem ID.7 keinen Sportwagen, sondern einen sehr schnellen Reise-Kombi. Und das passt gut.
Die große Batterie mit 86 kWh netto sorgt für fast 600 Kilometer WLTP-Reichweite. Geladen wird mit bis zu 199 kW, 10 bis 80 Prozent sollen in etwa 28 Minuten erledigt sein. Damit bleibt der GTX ziemlich langstreckentauglich. Am Ende ist er ein herrlich deutscher Spagat – er bietet viel Nutzwert, viel Ruhe, viel Platz und plötzlich richtig Druck. Der Familienkombi hat heimlich die Hanteln ausgepackt. Ab netto 54.315 Euro geht es los.

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