Aristokratische Basis
Der Range Rover ist noch immer das Standardwerk im Bereich der komfortablen Luxus-Offroader. Das Konzept funktioniert auch als Plug-in-Hybrid ausgezeichnet.

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Es gibt Autos, die man fährt, und es gibt Autos, in denen man residiert. Der Range Rover gehört eindeutig zur zweiten Sorte. Er ist kein bloßes SUV, sondern eine rollende Souveränitätserklärung: groß, schwer, nobel und immer ein wenig entrückt vom hektischen Klein-Klein des Verkehrs. Genau darin liegt sein Reiz. Gleichzeitig stellt sich bei einem luxuriösen Geländewagen dieser Größenordnung natürlich die Frage, wie zeitgemäß so ein 2,8-Tonnen-Brocken heute noch sein kann. Land Rover beantwortet sie beim P460e mit einem durchaus cleveren Plug-in-Hybrid-Konzept.
Denn die Batterie fällt für einen PHEV ungewöhnlich üppig aus. 38,2 kWh brutto stehen im Datenblatt, davon sind 31,8 kWh tatsächlich nutzbar. Das ist mehr als manche frühen Elektroautos geboten haben und reicht nach WLTP für deutlich über 100 Kilometer rein elektrisches Fahren. Wer regelmäßig lädt, kann viele Alltagsstrecken lokal emissionsfrei erledigen. Kommt der Strom dann noch aus regenerativer Quelle, etwa von der eigenen Photovoltaikanlage, wird der Betrieb nicht nur sauberer, sondern im Alltag auch spürbar günstiger.
Unterstützt wird der elektrische Teil von einem kultivierten Dreiliter-Reihensechszylinder. Gemeinsam bringen Benziner und E-Motor im P460e 460 PS sowie 660 Newtonmeter Drehmoment an den Start. Das ist weniger brachial als beim stärkeren P550e, aber weit entfernt von Verzicht. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in rund sechs Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 225 km/h. Entscheidend ist ohnehin weniger die nackte Zahl als die Art, wie der Range Rover seine Kraft serviert: nicht giftig,
nicht nervös, sondern mit diesem majestätischen Nachdruck, der mehr Salon als Sportstudio ist.
Im Alltag reicht der elektrische Antrieb oft völlig aus. Gerade in der Stadt gleitet der Range Rover lautlos und gelassen dahin, als wolle er den Asphalt gar nicht berühren. Wird mehr Leistung verlangt, schaltet sich der Sechszylinder unaufgeregt hinzu. Dann wirkt der Antrieb nicht wie ein Kompromiss, sondern wie ein gut eingespieltes Ensemble. Strom für die Ruhe, Benzin für die Reichweite und beide zusammen für souveräne Reserven.
Natürlich bleibt der Range Rover P460e ein teures Vergnügen. Aber im Firmenwagenbereich hilft die Plug-in-Hybrid-Technik gleich doppelt – durch die hohe elektrische Reichweite im Alltag und durch die günstigere Dienstwagenbesteuerung. So bleibt der große Brite, was er immer war. Nämlich ein Luxus-Geländewagen mit ganz eigener Aura. Nur fährt er jetzt im Idealfall erstaunlich oft elektrisch durch die Welt. Der 460er ist ab netto 128.067 Euro zu haben.

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