Opel für‘s Volk
Wer maximal bodenständig unterwegs sein möchte, für den ist der Opel Frontera womöglich genau die richtige Offerte. Flottenmanagement war mit der elektrischen Variante und großem Akku unterwegs.

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Der Opel Frontera Electric Extended Range ist kein Auto für elektrische Heldensagen. Er will weder blenden noch futuristisch schweben. Seine Stärke liegt im pragmatischen Angebot. Es gibt viel Platz, eine robuste Anmutung sowie einen Preis, der im Elektro-SUV-Umfeld noch halbwegs geerdet wirkt (26.210 Euro netto). Genau dadurch bekommt er eine erfrischend nüchterne Rolle. Er macht Elektromobilität nicht zum Lifestyle-Feuerwerk, sondern zum brauchbaren Alltagswerkzeug.
Die Extended-Range-Version bringt eine grö- ßere Batterie mit. Opel nennt 54 kWh und bis zu 408 Kilometer Reichweite nach WLTP. Der Antrieb bleibt bewusst unspektakulär. Der Elektromotor leistet 83 kW/113 PS und treibt die Vorderräder an. Das klingt bescheiden, passt aber zum Charakter. Der Frontera fährt ruhig, linear und angenehm leise. Im Stadtverkehr wirkt der E-Antrieb sofort passend: kein Rucken, kein Schalten, kein Turboloch. Auf der Landstraße reicht die Leistung für normales Mitschwimmen. Und selbst auf der Autobahn langt der Punch noch. Der Sprint auf 100 km/h benötigt laut Werk solide 14,2 Sekunden, die Spitze liegt bei 143 km/h. Wer permanent links fahren will, sitzt natürlich im falschen Auto. Wer entspannt, effizient und ohne Drama unterwegs sein möchte, liegt hingegen goldrichtig.
Auch beim Laden bleibt der Frontera bodenständig. DC-Laden ist mit bis zu 100 kW möglich, der Bereich von 20 bis 80 Prozent soll in rund 28 Minuten abgehandelt sein. Serienmäßig lädt der Frontera dreiphasig mit 11 kW auf der AC-Seite. Das ist im Alltag manchmal wichtiger als die große Schnellladezahl, weil viele Nutzer eben zu Hause, am Arbeitsplatz oder auch öffentlich über Nacht laden.
Mit 4,39 Metern Länge bleibt der Frontera kompakt genug für die Stadt, bietet aber spürbaren Nutzwert. Der Kofferraum fasst nach Umlegen der Rücksitzlehnen satte 1.600 Liter. Die hohe Karosserie, die klare Form und die eher einfache Bedienlogik passen zum Familien- und Alltagsanspruch. Opel setzt nicht auf übertriebenen Digitalzauber, sondern auf überschaubare Technik. Je nach Ausstattung gibt es mehr oder weniger Infotainment, Smartphone-Anbindung, Rückfahrkamera, kabelloses Laden und zusätzliche Komfortdetails.
Dank eher bürgerlicher Kosten wird dieser Opel interessant für Käufer, denen viele Elektro-SUV zu teuer, zu schwer oder zu überfrachtet erscheinen. Er ist kein Feinschmeckerauto, eher ein solides Werkzeug mit freundlichem Gesicht. Man könnte sagen, der Frontera macht keinen Lärm um seine Vernunft. Er stellt sie einfach vor die Tür. Er ist der Opel fürs Volk.

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