Rein in den Fuhrpark

Die Einsteuerung neuer Fahrzeuge zählt zu den zentralen Aufgaben im Flottenmanagement. Doch wie genau erfolgt deren Beschaffung, wie werden sie versichert und wie lange verbleiben sie in der Flotte? Im Rahmen seiner aktuellen Online-Umfrage hat sich Flottenmanagement genau diesen Fragen gewidmet.

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Mit einem Anteil von 85,7 Prozent ist das Fahrzeugleasing in nahezu neun von zehn Flotten vertreten und stellt somit die am häufigsten genutzte Beschaffungsform dar, gefolgt vom Kauf mit 54,8 Prozent. Auch die kurzfristigeren Methoden, Langzeit- und Kurzzeitmiete, sind mit 50 beziehungsweise 35,7 Prozent stark vertreten. Das Auto-Abo, das sich besonders zur Überbrückung kurzfristiger Mobilitätsbedürfnisse eignet, wird hingegen nur in 4,8 Prozent der Flotten eingesetzt und liegt damit hinter der Finanzierung, die einen Anteil von 11,9 Prozent aufweist. Einen Autokredit nutzt keiner der befragten Fuhrparkleiter (Grafik 1).

Bei der Frage nach den wichtigsten Kriterien für die bevorzugte Beschaffungsform steht ein persönlicher Ansprechpartner mit 76,2 Prozent ganz oben auf der Liste, dicht gefolgt von einem unkomplizierten Beschaffungsprozess mit 73,8 Prozent. Auch die Gesamtkostenbetrachtung (Total Cost of Ownership, TCO) spielt mit 64,3 Prozent eine bedeutende Rolle. Ebenso wichtig ist die Flexibilität hinsichtlich der Vertragslaufzeit beziehungsweise der Kilometerleistung, die 59,5 Prozent der Befragten als relevant ansehen. Eine schnelle Verfügbarkeit ist für immerhin 40,5 Prozent der Teilnehmer von Bedeutung (Grafik 2).

Der typische Leasingzeitraum beträgt 36 Monate, weshalb es wenig überraschend ist, dass Pkw am häufigsten drei Jahre im Fuhrpark verbleiben (40,5 Prozent). Ein Trend zu längeren Verweildauern zeigt sich darin, dass eine Haltedauer von vier Jahren mit 35,7 Prozent den zweiten Platz einnimmt, gefolgt von einer Verweildauer von fünf Jahren oder mehr mit 16,7 Prozent. Eine Haltedauer von zwei Jahren wurde hingegen von keinem der befragten Fuhrparkleiter genannt (Grafik 3).

Die Frage, für welches Versicherungsprodukt sich die befragten Flottenverantwortlichen bei eingesteuerten Fahrzeugen entscheiden, lässt sich schnell beantworten: Die überwältigende Mehrheit von 97,6 Prozent bevorzugt aufgrund der Stückzahl einen Flottentarif. Nur ein sehr kleiner Anteil von 2,4 Prozent wählt die Einzelversicherung (Grafik 4).

Auch im Flottentarif können verschiedene Versicherungsarten gewählt werden. Den größten Anteil nimmt dabei die Vollkaskoversicherungmit 66,7 Prozent ein. Sie schützt die Fahrzeuge nicht nur bei selbst verschuldeten Unfällen, sondern auch bei Vandalismusschäden. Eine Teilkaskoversicherung wählen hingegen nur 14,3 Prozent der befragten Flottenleiter. 19 Prozent setzen ausschließlich auf die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung (Grafik 5).

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Neu angeschaffte Fahrzeuge müssen selbstverständlich zunächst zugelassen werden. Bei 23,8 Prozent der Befragten erfolgen alle Abläufe intern, das heißt, sie erledigen die Zulassung selbst – entweder persönlich beim Zulassungsamt oder online. 19 Prozent bevorzugen es, die Prozesse an spezialisierte Dienstleister auszulagern. Ein Drittel der Teilnehmer (35,8 Prozent) überträgt den Zulassungsprozess an den Leasing- oder Mobilitätsanbieter, während für 21,4 Prozent die Vorgehensweise vom jeweiligen Fahrzeug oder der Beschaffung abhängt (Grafik 6).

An welchem Ort erfolgt die Übergabe des neuen Firmenwagens an den Dienstwagenberechtigten? Die Mehrheit von 59,5 Prozent erhält ihr neues Fahrzeug direkt an der Firmenzentrale oder einer Niederlassung. Auf dem zweiten Platz steht die Übergabe beim Dienstwagenberechtigten zu Hause mit 23,8 Prozent. Für 14,3 Prozent erfolgt die Übernahme ihres neuen Dienstwagens beim Händler, während nur ein kleiner Anteil von 2,4 Prozent ihr Fahrzeug im Auslieferungszentrum des Herstellers entgegennimmt (Grafik 7).

Bevor das neue Fahrzeug in Betrieb genommen werden kann, ist eine Einweisung erforderlich. Diese wird in 54,7 Prozentder Fälle vom Händler oder dem Überführungsunternehmen gemäß den Unternehmensvorgaben durchgeführt. Die Fuhrparkleitung übernimmt die Einweisung in 42,9 Prozent der Fälle selbst, während spezialisierte Dienstleister mit lediglich 2,4 Prozent nur selten zum Einsatz kommen (Grafik 8).


 

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