Leiser Reisebus
Als leistungsstarker GTX ist der Volkswagen ID. Buzz ein Wolf im Schafspelz. Und wenn es sich dann noch um die Langversion handelt, darf man schon fast von einem Fan-Auto sprechen.

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Der VW ID. Buzz GTX mit langem Radstand ist ein herrlich schräger Widerspruch auf Rädern. Eigentlich bleibt er ein großer, freundlicher Elektro-Bulli mit viel Platz, Schiebetüren und Familienformat. Gleichzeitig verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung der stärkste serienmäßige VW Bus aller Zeiten. Er leistet nicht weniger als 340 PS, bietet Allradantrieb und sprintet binnen 6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h – ein wahrer Rennbus also. Das klingt für einen fast fünf Meter langen Bulli erst mal absurd, funktioniert im Alltag aber erstaunlich lässig.
Die Langversion wartet außerdem mit 3,24 Metern Radstand auf. Dadurch entsteht genau jener Nutzwert, der dem kurzen ID.Buzz fehlt. Der LWB wirkt mehr wie ein echter Reise- und Familienbus, bietet viel Raum im Fond und ist optional als Siebensitzer erhältlich. Gleichzeitig bleibt der typische ID. Buzz-Charme erhalten: hohe Sitzposition, große Glasflächen, freundliches Raumgefühl und diese leicht verspielte Bulli-Anmutung, ohne Retro-Kitsch in Vollfettstufe.
Die große 86-kWh-Batterie sorgt für eine WLTPReichweite von bis zu 466 Kilometern, je nach Ausstattung. Geladen wird mit bis zu 199 kW, sodass der Hub von 10 bis 80 Prozent binnen 28 Minuten gelingen soll. Somit wird dieser Allrounder langstreckentauglich.
Innen bietet der ID. Buzz GTX die bekannte Mischung aus VW-Nutzfahrzeug-Pragmatik und Lifestyle-Lounge. Das Cockpit ist digital, die Bedienung inzwischen intuitiv. Der eigentliche Luxus liegt im fast verschwenderischen Raum. Es gibt viel Luft, viel Variabilität und mithin viel Alltagstalent. Der Preis von 58.865 Euro netto rückt ihn allerdings klar in die teure Ecke. Trotzdem hat der GTX etwas Besonderes. Er ist kein Vernunft-Schnäppchen, sondern ein schneller, elektrischer Familienraum mit Bulli-Seele und reichlich Schub.

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