Unter dem Radar

Die aus dem SsangYong-Konzern hervorgegangene Marke KGM ist in unseren Breiten nun wirklich exotisch. Dabei baut der koreanische Hersteller wirklich gute Autos. Wie den Torres.

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Der KGM Torres ist durchaus ein Auto mit großem optischen Auftritt und angenehm bodenständigem Kern. Denn er gibt den robusten Abenteurer: kantige Front, hohe Flanken, markante Details sowie ein bisschen Expeditionsromantik vor dem Supermarkt. Unter der Haube arbeitet dagegen ein beschaulicher 1,5-Liter-Turbobenziner mit 163 PS. Natürlich verwandeln 163 PS diesen SUV nicht in ein irres Kraftpaket. Dafür ist der Torres zu groß, zu hoch und zu sehr auf Nutzwert ausgelegt. Die Leistung reicht aber für den normalen Alltag völlig aus. Stadtverkehr, Landstraße, Pendelstrecke, Einkauf, Familienbetrieb – das alles klappt ohne Probleme. Der Turbobenziner passt am besten zu einer ruhigen Fahrweise. Er zieht ordentlich an, braucht bei höherer Last aber Drehzahl. Das ist kein Makel, sondern eher Teil des Charakters. Der Torres möchte nicht hetzen. Er möchte Platz bieten und seine Passagiere bequem durch den Alltag bringen. Innen zählt vor allem Nutzwert. Der Torres bietet viel Raum, einen großen Kofferraum und ein sachliches Cockpit mit moderner Anmutung. Der Eindruck bleibt eher pragmatisch als luxuriös, aber genau das passt zu KGM. Allerdings haben die Verantwortlichen erkannt, dass sie um gutes Infotainment nicht herumkommen und dem Torres ein großes Panorama-Display spendiert, das sich architektonisch gut macht.

Am Ende ist der Torres 1.5 Turbo kein Feinschmecker-SUV und kein Offroad-Mythos. Er ist ein großer, kantiger Alltagswagen mit vernünftiger Leistung, viel Platz und eigenem Gesicht. Gerade dadurch wirkt er sympathisch: außen Abenteuerpose, innen Familienwerkzeug und vorn ein robuster Benziner für das echte Leben. Obendrein ist er erschwinglich eingepreist mit 26.210 Euro netto. Automatik kostet je nach Ausstattungslinie 1.849 Euro (netto) extra, darin enthalten ist aber auch ein adaptiver Tempomat.

 

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