Bekanntes Auto jetzt elektrisch

Eine rein elektrische Version des bereits wohlbekannten Ford Puma dient als weiterer Baustein unter vielen, um die gesetzlichen CO2-Vorgaben des Autoherstellers zu erfüllen. Flottenmanagement hat das Stadtauto ausgiebig getestet.

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Ford braucht mehr rein elektrisch angetriebene Modelle, um die CO2 -Anforderungen der EU zu erfüllen – soweit, so klar. Also ist der Konzern pragmatisch, stellt auch bei bestehenden Baureihen um – beispielsweise beim kleinen Puma. Und der ist schon als Verbrenner ein Auto, das mehr kann, als sein Format vermuten lässt. Praktisch, fahraktiv, unaufgeregt sympathisch – diese Beschreibung passt exakt. Mit dem kürzlich nachgelegten Puma Gen-E überträgt Ford dieses Konzept nun in die Elektrowelt – und macht dabei erstaunlich wenig Show. Kein futuristischer Exzess, keine überdrehten Design-Spielereien, sondern ein vertrauter Puma mit klar erkennbaren, aber bewusst dezenten Unterscheidungsmerkmalen. So identifiziert man die lautlose Ausführung äußerlich vor allem am geschlossenen Grill und am weißen „Puma“-Schriftzug. Das ist kein großes Statement, eher ein leiser Hinweis. Und genau so fährt sich dieses Auto auch – souverän, ohne großes Getöse, aber mit einer spannenden Mischung aus Performance und Ruhe.

Der erste echte Aha-Moment kommt beim Fahren. Typisch Ford ist das Fahrwerk, präzise und sauber abgestimmt nämlich. Der Puma Gen-E lenkt willig ein, bleibt jederzeit kontrollierbar und vermittelt ein angenehm direktes Gefühl zur Straße, ohne ausgeprägt sportlich zu wirken. Dann hätte er seinen Auftrag allerdings auch verfehlt. Gleichzeitig bringt der im Fahrzeugboden platzierte Akku eine gewisse Grundschwere mit, die dem Auto guttut. Der Puma liegt satt, wirkt stabil und filtert Unebenheiten deutlich souveräner weg, als man es in dieser Klasse erwarten würde. Das haben die Kölner gut hinbekommen. Interessant ist die Balance: Trotz dieser zusätzlichen Masse von rund 300 kg – hier ist die Rede von 1,6 Tonnen – bleibt der Puma knackig. Er fühlt sich nicht behäbig an, sondern eher erwachsen. Kleine Fahrbahnfugen werden sauber absorbiert, längere Wellen entspannt geglättet. Das Resultat ist Fahrkomfort, der im Alltag wirklich überzeugt – ohne dass der Puma dabei seinen agilen Charakter verliert. Man merkt, dass Ford hier nicht einfach ein bestehendes Fahrzeug mal eben im Vorbeigehen elektrifiziert hat. Da scheint viel Arbeit in die Abstimmung investiert worden zu sein.

Der rein elektrische Antrieb passt übrigens gut zum Puma. Denn so spontan und mühelos entfaltet ein Verbrenner in dieser Klasse seine Leistung nicht und stellt auch kein kräftiges Drehmoment von 290 Newtonmetern derart ansatzlos bereit. Im Stadtverkehr wirkt der Puma Gen-E dadurch leichtfüßig und souverän. Ampelstarts gelingen ohne Drama, Überholmanöver auf der Landstraße ohne Anstrengung. Die Fahrleistungen sind nicht spektakulär (acht Sekunden bis 100 km/h), aber doch moderat drahtig. Es ist diese unaufgeregte Gelassenheit, die den 168 PS starken Antrieb so angenehm macht. Besonders positiv fällt auf, wie kultiviert der Puma Gen-E dabei bleibt. Keine ruckartigen Reaktionen, kein übertriebener Punch, sondern ein linearer, gut dosierbarer Vortrieb. Gerade im Alltag ist das fein. Der Wagen fährt sich entspannt, berechenbar und gleichzeitig ausreichend flott, wenn man es möchte.

Akustisch bleibt er außerdem angenehm zurückhaltend. Der Antrieb arbeitet nahezu lautlos, Wind- und Abrollgeräusche gibt es freilich, sie sind aber angenehm gedämpft. Selbst bei höheren Tempi bleibt es weitgehend ruhig im Innenraum. In Kombination mit dem stabilen Fahrwerk entsteht so ein Fahrerlebnis, das eher an ein größeres Auto erinnert als an einen B-Segment-Crossover.

Die Sitze sind straff gepolstert, aber keineswegs unbequem. Im Gegenteil: Sie bieten guten Halt, wirken ergonomisch durchdacht und bleiben auch auf längeren Strecken ermüdungsfrei. Das passt zum Gesamtcharakter des Fahrzeugs. Der Puma Gen-E ist kein Lounge-Auto, aber er strengt auch nicht an. Somit wird das Citycar zum dankbaren Allrounder.

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Beim Thema Reichweite bleibt Ford realistisch. Der Puma Gen-E ist kein Langstrecken-Monster, sondern klar als Stadtvehikel positioniert. Für den urbanen Einsatz und das tägliche Pendeln reicht die Reichweite problemlos aus. Aber: Man kann mit ihm auch längere Strecken fahren. Es scheitert nicht am Fahrkomfort, nicht an der Geräuschkulisse und nicht an der Stabilität. Man muss lediglich bereit sein, Ladepausen einzuplanen – und das ist in dieser Fahrzeugklasse absolut akzeptabel. Wer allerdings eher urban unterwegs ist, hat reelle Chancen, deutlich über 300 Kilometer weit zu kommen.

Die Ladezeiten bewegen sich im vernünftigen Rahmen. Unter einer halben Stunde bis zu einem hohen Ladezustand sind praxisnah und machen den Puma Gen-E auch für spontane Trips tauglich. Kein Rekordwert, aber alltagstauglich und ohne Verrenkungen erreichbar. Innen bleibt der Puma seinem pragmatischen Ansatz treu. Der Platz ist für die Fahrzeuggröße absolut in Ordnung. Vorn sitzt man luftig, hinten ausreichend bequem für Erwachsene auf kürzeren Strecken. Der Kofferraum ist ordentlich dimensioniert und macht den Puma zum veritablen Tool für Alltag, Einkauf und Wochenendausflug.

Die Bedienung folgt dem bekannten Ford-Schema. Sie präsentiert sich verständlich und logisch aufgebaut, ohne digitale Überforderung. Der zentrale Bildschirm ist im Zuge der Überarbeitung deutlich gewachsen und wird jetzt auch den Anforderungen der Digital Natives gerecht. Wichtige Funktionen lassen sich intuitiv steuern, ohne dass man sich durch verschachtelte Menüs kämpfen müsste. Das ist unspektakulär – und genau deshalb angenehm. Eine Handvoll physischer Tasten erleichtert die Bedienung, auch das Multifunktionslenkrad mit seinen mechanischen Bedienelementen trägt dazu bei. Unterm Strich ist der Ford Puma Gen-E ein bemerkenswert rundes Elektroauto. Er versucht nicht, mit Technik-Show oder futuristischem Design zu punkten, sondern überzeugt durch Ausgewogenheit. Präzises Fahrwerk, angenehmer Komfort, kultivierter Antrieb, realistische Reichweite und alltagstaugliche Ladezeiten ergeben ein stimmiges Gesamtpaket.

Der Puma Gen-E ist kein Auto für Schlagzeilen. Aber er ist ein Auto für Kunden, die ein unkompliziertes, leises und erwachsen wirkendes Elektrofahrzeug suchen, das sowohl in der Stadt als auch auf mittellangen Strecken gut funktioniert. Mit einem Grundpreis von netto 31.008 Euro ist der elektrisch angetriebene Puma nicht das günstigste Cityauto, er bietet aber ein gerütteltes Maß an Ausstattung. So kommt schon die Basis mit schicken 17-Zoll-Alus, Navi, Rückfahrkamera und Tempomat um die Ecke.

 

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