Eine runde Sache
Obwohl die Leistung des Motors von den Reifen auf die Straße gebracht wird und diese die einzige Verbindung vom Automobil zum Fahrbahnuntergrund darstellen, hat dieser essenzielle Bestandteil eines Fahrzeugs nicht gerade die höchste Priorität bei den Flotten. Da die Pneus aber gerade im Hinblick auf die Sicherheit enorm wichtig sind und eine zuverlässige Bereifung einen reibungslosen Fuhrparkalltag ermöglicht, hat Flottenmanagement sich mit dem Thema auseinandergesetzt und eine Auswahl an Anbietern im Bereich Räder- und Reifenbeschaffung sowie -service zusammengestellt.

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Jeder Flottenleiter wird sich in seinem Berufsleben wohl mit dem Bereich Räder und Reifen befassen müssen. Zum einen stellen die Reifen einen bedeutenden sicherheitsrelevanten Faktor dar, zum anderen sind sie auch ganz einfach aus monetärer Sicht wichtig. Neben der Anschaffung neuer Pneus kommen der alljährliche Wechsel, Wartung und Pflege sowie ein möglicher Austausch hinzu. Um eine Fahrzeugflotte effizient zu betreiben, was das Ziel jedes Unternehmens ist, kommt man an der Stellschraube Reifen also nicht vorbei. Dabei wird der Bereich immer komplexer und ist für Flottenverantwortliche teilweise kaum noch überschaubar: Eine riesige Markenvielfalt, fahrzeugspezifische Bereifung nach Art oder Gewicht, das Reifendruckkontrollsystem (RDKS), sich ständig ändernde gesetzliche Regelungen im In- und Ausland sowie eine Fülle von neuen Technologien, die zum Einsatz kommen, kosten den Flottenverantwortlichen viel Zeit, wenn er sich mit dem Thema befasst. Dazu der Verwaltungsaufwand, beispielsweise um Termine zu vereinbaren. Kein Wunder, dass diese Aufgabenfeld daher häufig von externen Dienstleistern übernommen wird, die die Aufgaben dann professionell abwickeln, wie Stefan Starzner, Head of Sales bei der Driver Handelssysteme GmbH, Geschäftsbereich Fleet Solution, weiß: „Die Fuhrparkmanager der Flotten haben immer komplexere Aufgaben in den Unternehmen (Halterhaftung, Beschaffung der Fahrzeuge, gesetzliche Vorschriften, Auswertungen) und benötigen einen professionellen Partner, der ihnen eine Lösung für das Räder-/Reifenmanagement inklusive nationaler Abdeckung, Kostentransparenz und elektronischer Abwicklung über entsprechende Systeme bietet.“ Natürlich stellt das Reifenmanagement für große Flotten aufgrund der Kosten, der Logistik und der Verwaltung eine Herausforderung dar und der Fuhrparkleiter wird alle Hände voll zu tun haben, wenn er sich um das Reifenmanagement ohne externe Hilfe kümmern muss. Aber auch für kleinere Flotten lohnen sich die Services der Anbieter. Doch wo fängt man am besten an
Fuhrparkanalyse
Fuhrparkleiter sollten sich zunächst einmal mit der Beschaffung auseinandersetzen, um die benötigte Menge an Reifen effizient planen und kostengünstig ordern zu können. Dafür ist es natürlich nötig, den Bedarf des Fuhrparks zu ermitteln. Auf dieser Basis kann dann der passende Dienstleister ausgesucht werden. Zu einer Bedarfsanalyse gehört auch die Überlegung, welche Reifenarten die Fahrzeuge erhalten sollen. Ganzjahresreifen ersparen einem zwar den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen und umgekehrt. Allerdings sind sie in ihrer Performance nie so gut wie saisonale Reifen und weisen zudem einen höheren Verschleiß auf. Auch die Art der Felgen, ob Alu oder Stahl, die für die Flotte zum Einsatz kommen, sollte überlegt sein. Bei dieser Aufgabe helfen erhobene Daten aus Fuhrparkmanagementsystemen oder natürlich die Anbieter selbst: Diese unterstützen den Flottenleiter in der gründlichen Analyse des Fuhrparks, um den Bedarf und die Anforderungen zu ermitteln. Denn nur so sind die optimalen Produktempfehlungen möglich, sodass sich Fehlinvestitionen und etwaige Folgekosten vermeiden lassen, wie Michael Kiefer, Geschäftsführer der RKKR GmbH, erklärt: „Die Reifenbeschaffung vieler Flotten ist getrieben von Ad-hoc-Beschaffungen (Reifen ist abgefahren), da es keine systemische Bedarfsplanung gibt. Das führt in der Regel dazu, dass nicht die wirtschaftlichste Reifenvariante (Soll-Bedarf) zum Einsatz kommt, sondern die gerade verfügbare. Professionelles Reifenmanagement hilft, den Reifenbedarf vorausschauend zu planen und die optimale Variante rechtzeitig zu beschaffen. Darüber hinaus lassen sich vorhandene (Gebraucht-)Reifenbestände in die Bedarfsplanung integrieren – nicht zuletzt bei Fahrzeugen, die ausgesteuert werden. Das wichtigste Argument für eine Zusammenarbeit mit einem professionellen Reifenpartner liegt daher in der permanenten Analyse der Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Bereifung, ergänzt um eine systemische Beschaffungsplanung, die dieser Analyse Rechnung trägt.“
Doch die Dienstleister helfen nicht nur dabei, den Beschaffungsprozess aufzubauen, sondern sorgen auch für eine reibungslose Abwicklung des Reifenmanagements durch effiziente und kosteneffektive Prozesse. Ein professionelles Reifenmanagement spart so Zeit und Geld. Der Flottenmanager kann sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren, ohne sich um administrative Aufgaben wie Warenbeschaffung, Verfügbarkeit oder Preisvergleiche kümmern zu müssen. „Bei uns profitieren Flottenkunden auf jeder Ebene. Die Fahrer erhalten in unseren Filialen eine bedarfsgerechte Beratung bei allen Fragen rund um Reifen, Service, Wartung und Verschleiß. Den Fuhrparkmanagern hingegen bieten wir effiziente Prozesse von der Order und der Auftragsautorisierung bis hin zur Abrechnung. Damit sor-gen wir für sichere und verlässliche Mobilität der gesamten Flotte“, erzählt Sebastian Becker, Leiter Flottenkundengeschäft Vergölst GmbH und Verantwortlicher für FleetPartner.
Vorteile
Ein großer Vorteil der externen Anbieter ist zudem die professionelle Einlagerung der saisonalen Bereifung, wie Jens Eigner, Leitung Vertrieb B2B Deutschland bei der ATU Auto-Teile-Unger GmbH & Co. KG, erklärt: „Ein professionelles Reifen-/Rädermanagement spart Zeit, Geld und Nerven. Dazu gehört das fachgerechte Einlagern der Reifen/Räder inklusive der Zustandsberichte der eingelagerten Räder und damit verbundener Kostentransparenz, welche Reifen erneuert werden müssen. Ein großer Vorteil ist auch die professionelle Terminvereinbarung über das Internet oder unsere spezielle Flottenhotline für Geschäftskunden.“ Die Einlagerung gewährt selbstverständlich auch eine schnelle Verfügbarkeit, die durch logistische Maßnahmen ergänzt wird, damit der Transport und die Verteilung der Reifen problemlos vonstattengeht.
Ein großer Vorteil der externen Anbieter ist zudem die professionelle Einlagerung der saisonalen Bereifung, wie Jens Eigner, Leitung Vertrieb B2B Deutschland bei der ATU Auto-Teile-Unger GmbH & Co. KG, erklärt: „Ein professionelles Reifen-/Rädermanagement spart Zeit, Geld und Nerven. Dazu gehört das fachgerechte Einlagern der Reifen/Räder inklusive der Zustandsberichte der eingelagerten Räder und damit verbundener Kostentransparenz, welche Reifen erneuert werden müssen. Ein großer Vorteil ist auch die professionelle Terminvereinbarung über das Internet oder unsere spezielle Flottenhotline für Geschäftskunden.“ Die Einlagerung gewährt selbstverständlich auch eine schnelle Verfügbarkeit, die durch logistische Maßnahmen ergänzt wird, damit der Transport und die Verteilung der Reifen problemlos vonstattengeht.
Einen weiteren Vorteil legt Artur Kemling, Senior Manager Autohaus Best4Tires, dar: „Ein professionelles Räder-/Reifenmanagement für Flottenkunden bietet eine Vielzahl von Vorteilen, die sich positiv auf die Betriebskosten, die Sicherheit und die Effizienz des Fuhrparks auswirken. Dazu gehören Reparaturen, um die Lebensdauer zu verlängern und eine optimale Nutzung der Reifen zu gewährleisten: Durch regelmäßige Inspektionen und Wartungen wird die Lebensdauer der Reifen maximiert, wodurch die Kosten für vorzeitige Ersatzbeschaffungen gesenkt werden. Gut gewartete Reifen tragen außerdem zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch bei, da korrekt aufgepumpte und gewuchtete Reifen den Rollwiderstand minimieren. Durch die regelmäßigen Kontrollen der Reifen auf Schäden und Abnutzung wird weiterhin das Risiko von Reifenpannen und Unfällen reduziert.“ Eine regelmäßige Prüfung der exakten Luftdruckeinstellung sowie eine Begutachtung des Abriebbildes und ein möglicher Tausch zwischen Vorderund Hinterachsenbereifung helfen darüber hinaus, das Reifenpotenzial optimal auszunutzen.

Aktuelles Magazin
Ausgabe 4/2024

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Services
Neben der Analyse des Reifenbedarfs für den Fuhrpark sowie der Lagerung und der Reparatur bieten die Dienstleister noch viele weitere Services an. Im Fokus der Anbieter steht dabei immer die Entlastung der Flottenmanager durch Zeitersparnis, Prozesserleichterung und Kostenoptimierung. „Flottenkunden profitieren vor allem von schlanken Prozessen. Die Abrechnung erfolgt per elektronischer Sammelrechnung in einem buchhaltungsfreundlichen Format. Wir arbeiten ausschließlich mit Profis, die ihr Handwerk verstehen. Das sind meistens inhabergeführte Familienbetriebe mit sehr guter Kundenorientierung, bei denen Zuverlässigkeit und Arbeitsqualität im Vordergrund stehen. Zusätzlich bietet das professionelle Räderund Reifenmanagement den Kunden neben der zentralen Fakturierung und Online-Autorisierung auch fuhrparkspezifische Analysen und professionelle Beratung zur Ausschöpfung von Kostensenkungspotenzialen. Die Kunden profitieren dabei von maßgeschneiderten Serviceprogrammen und hochwertigen Markenprodukten zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen“, erläutert Jochen Clahsen, Manager Fleet Operations Europe & 4Fleet Group EU Central. Zusätzlich haben die Anbieter noch weitere Services im Portfolio, das sind beispielsweise Inspektion nach Herstellerangaben, Scheibenservice, UVV-Prüfung, Hol- und Bringservice oder Führerscheinprüfung. Carsten Fischer, Bereichsleiter Verkauf B2B Euromaster Deutschland & Österreich, gibt hierzu an: „Die Hauptgründe bei der Entscheidung für einen professionellen Reifenpartner liegen in dem umfassenden Serviceangebot aus einer Hand, welches Euromaster One-Stop-Solution anbietet. Dazu gehören neben dem klassischen Reifengeschäft auch der komplette Fahrzeugservice nach Herstellervorgaben und die Reparatur von Steinschlägen im Pkw- und Lkw-Segment. Ausschlaggebend sind auch die Expertise und Erfahrung im Flottengeschäft sowie das internationale Servicenetz. Besonders gefragt bei den Fuhrparkverantwortlichen sind Module wie der Reifenwechsel, UVVPrüfungen und das digitale Reifenmanagement, da diese Dienstleistungen zur Effizienz und Sicherheit des Fuhrparks beitragen.“
Ein guter Service stellt für Flottenkunden selbstverständlich ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des passenden Partners dar. Dazu gehören ein Service vor Ort sowie eine kundenspezifische Beratung. Die Verfügbarkeit und das Servicenetz garantieren weiterhin, dass ein Ersatzreifen rasch beschafft werden kann, gerade bei Transportern. Hier bedeutet ein Fahrzeugausfall einen erheblichen Umsatzausfall. Die korrekte Wartung kann weiterhin unerwartete Ausfallzeiten minimieren, was die Fahrzeugverfügbarkeit und die Betriebszeit maximiert. Dies sagt auch Jens Eigner und führt weiter aus: „Extrem wichtig für die Entscheidung eines Servicepartners sind aus meiner Sicht die Flächenabdeckung des Werkstattnetzes, einheitliche Prozesse bei der Terminvereinbarung, spezialisiertes Personal, fachmännischer Service bei Rädertausch und Einlagerung sowie eine zentrale und einheitliche Rechnungslegung. Weitere Vorteile einer Zusammenarbeit sind: mehr Sicherheit durch geschultes Fachpersonal, Prüfung und Optimierung des Luftdrucks, Messung der Profiltiefe, Wartung der RDK-Sensoren, Überprüfung der Bremsanlage, optionale Wuchtung der Reifen, optimale Lagerbedingungen, Sichtprüfung bei jeder Einlagerung, Radeinlagerungsreporting und Radwäsche auf Wunsch.“ Doch die angebotenen Dienstleistungen gehen noch darüber hinaus, wie Artur Kemling aufzeigt: „Durch die Wahl eines professionellen Räder-/Reifenpartners können Fuhrparkverantwortliche sicherstellen, dass sie von Vorteilen und Dienstleistungen profitieren, wozu Mobilitätsservices wie ein schneller und effizienter Pannendienst bei Reifenproblemen oder ein Vor-Ort-Service für Reifenwechsel und -reparaturen gehört. Auch Schulungen und Beratung, wie Fahrerschulungen sowie Trainingsprogramme für Fahrer zur richtigen Nutzung und Pflege der Reifen, gehören dazu.“
Digitalisierung
Die Digitalisierung schreitet auch im Bereich des Räder- und Reifenmanagements weiter voran und hat im Flottenbereich eine steigende Bedeutung, nicht zuletzt durch den Wandel der Kundenanforderungen. Sämtliche Leistungen sollen digital verfügbar sein, vom aktuellen Status der Bereifung bis hin zu Serviceerinnerungen. Dies haben die Anbieter erkannt und umgesetzt. Dazu sagt Sebastian Becker: „Von besonderer Bedeutung sind effiziente Prozessabläufe – und das von der Order über die Auftragsautorisierung bis hin zur Rechnungsstellung. Hier ist ein digitales Handling entscheidend, das wir durch praktische Schnittstellen vielfach auch aus den eigenen Systemen unserer Kunden heraus ermöglichen. Im Kern geht es darum, administrative Aufwände zu reduzieren, um die Mobilität unserer Kunden zu vereinfachen. Wir bilden weiterhin die gesamte Kundenlösungsstrecke digital ab. Alle Abläufe bis hin zur Rechnungsstellung finden online statt, Rechnungen werden darüber hinaus langfristig archiviert. Den einzelnen Fahrern bieten wir zudem die Möglichkeit der Onlineterminvereinbarung.“ Die Wichtigkeit von digitalen Rechnungen, die der Kunde auf verschiedenen Wegen erhält und direkt in ein Abrechnungsprogramm einspeisen kann, sowie Anbindungsmöglichkeiten und Schnittstellen im Allgemeinen für Kunden und Partner zur Vereinfachung im Abwicklungsprozess hebt auch Stefan Starzner hervor: „Wir bieten unseren Flottenkunden unser B2Fleet+ System mit elektronischer Freigabemöglichkeit inklusive Schnittstellen in die verschiedenen Fuhrparkmanagementsysteme sowie ein Reporting-System für UVV und Führerscheinkontrolle. Dazu kommt eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Rechnungskontrollsystemen. Die Anforderungen an die digitale Abwicklung und Auswertung sowie an E-Invoicing werden, auch durch die immer komplexeren Vorgaben der Behörden, immer mehr ein Musskriterium zur Zusammenarbeit mit den Flottenkunden. Die Herausforderung besteht in der ständigen Anpassung der Systeme und Abwicklung wie auch in der Schulung der Mitarbeiter.“
Aussehen
Gerade die Felgen sind prägend für die Fahrzeugoptik und stellen damit eine Prestigefrage und ein ästhetisches Kriterium dar. Wer hier aber bloß Eitelkeit vermutet, liegt falsch: Firmenwagen sind auch als Visitenkarte des Unternehmens zu verstehen, und zwar auf zweierlei Wegen. Schicke Leichtmetallfelgen sorgen für einen sportlich-eleganten Auftritt beim Kunden und repräsentieren damit die eigene Firma, sie tragen somit zum Image des Unternehmens bei. Die positive Wirkung ist jedoch durch unansehnliche Räder dahin, weshalb es durchaus Sinn macht, schlichte Radkappen durch aufwendig gestaltete Aluminiumfelgen zu ersetzen, die dann im Einklang mit dem Fahrzeugdesign stehen. Zudem kann die modische Bereifung die Attraktivität des Arbeitgebers steigern. Der Firmenwagen ist immer noch das Hauptinstrument bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung. Und mal ehrlich, User-Chooser identifizieren sich dann doch ein wenig mit dem Dienstwagen. Ein Onlinekonfigurator kann bei der Auswahl behilflich sein, wie Sven Döbler, Geschäftsführer TyreSystem, anmerkt: „Wenn der Preis nicht passt, wird keine dauerhafte Partnerschaft zwischen Kunde und Händler zustande kommen. Ebenso wichtig wie ein durchgehend guter Preis ist allerdings auch der Faktor Schnelligkeit: Wie kommt der Kunde schnell, einfach und intuitiv zum Wunschprodukt? TyreSystem bietet seinen Kunden eine intuitive Nutzererfahrung durch ein benutzerfreundliches Webshop-Design, umfangreiche Filteroptionen und dadurch optimal zugeschnittene Suchergebnisse. Gerade bei Felgen und Kfz-Teilen ist auch die Passfähigkeit unerlässlich. Ein Produkt, das nicht zum Fahrzeug passt oder nicht zugelassen ist, ist ein absolutes No-Go. Wir bieten diese Passgarantie durch richtige Datenhaltung, einen Felgenkonfigurator, der es dem Kunden ermöglicht, das Produkt direkt am Fahrzeug zu sehen, und einen Support, der telefonisch schnell erreichbar ist.“ Die Alu-Felgen können dazu einer starken Wertverlustentwicklung entgegenwirken und verringern durch ihr geringeres Gewicht den Kraftstoffverbrauch, was sich positiv auf Umwelt und Bilanzen auswirkt.
Alter
Noch ein Wort zum Alter der Reifen: Der Flottenmanager sollte stets ein Auge darauf haben, wann die Reifen zu alt sind und gewechselt werden müssen. Die Lebenserwartung der Pneus beträgt etwa zehn Jahre, danach findet eine Aushärtung der Gummimischung statt und der Reifen ist nicht mehr fahrtauglich, egal wie viele Kilometer er gefahren ist. Dieses Alter ist aber nur bei wenig benutzten Pneus von Bedeutung, je länger und häufiger der Reifen benutzt wird, desto stärker fällt der Alterungsprozess aufgrund chemischer und physikalischer Prozesse ins Gewicht. Ihre durchschnittliche Lebensdauer bei 44.000 Kilometern im Jahr erreichen Sommerreifen bereits nach 3,5 Jahren. Winterreifen sollten bei dieser Laufleistung nach maximal sieben Jahren ausgetauscht werden. Ganzjahresreifen erreichen ihren Zenit übrigens nach circa 40.000 bis 50.000 Kilometern, was bei Vielfahrern, die einige Zeit mit ihrem Fahrzeug auf der Straße verbringen, möglicherweise schon nach zwei Jahren der Fall ist.
Entwicklung und Trends
Reifen werden stetig weiterentwickelt und die Reifenhersteller sind, neben der Haltbarkeit und Sicherheit ihrer Reifen, auch um den ökologischen Aspekt bemüht. Nachhaltigkeitsbestrebungen sind bei der Produktion und der Produktentwicklung daher ein wichtiger Punkt. Die Energieeffizienz, die bisher nach der Sicherheit und dem Preis eine untergeordnete Rolle spielte, ist gerade durch die Elektromobilität in den Vordergrund gerückt (siehe dazu auch den Artikel „Das Rad neu erfinden?“ ab Seite 62). Sparsame und haltbare Pneus wirken sich nicht nur bei E-Autos positiv auf die laufenden Kosten aus. Aber auch die Serviceanbieter tragen zu einer Reduzierung der Umweltbelastung bei: Korrekt gewartete Reifen weisen eine höhere Lebensdauer und einen geringeren Kraftstoffverbrauch auf. Auch kümmern sich die Anbieter um die umweltgerechte Entsorgung und das Recycling der alten Reifen.
Dabei steht die Reifenbranche wie andere auch vor Herausforderungen, wie Jochen Clahsen weiß: „Das Interesse an Autoservicedienstleistungen in der freien Werkstatt wächst. Der qualifizierte Fachhandel wird neben Reifen auch zunehmend Autoservicedienstleistungen anbieten, um den Fahrzeugnutzern ein bequemes One-Stop-Shopping zu bieten. Die Herausforderungen werden dabei zunehmend der Fachkräftemangel und die durch die Werkstattgrößen hervorgerufenen Kapazitätslimits sein. Nicht nur das Autohaus, auch der freie Handel wird durch die große Zahl an Standortschließungen in Zukunft immer mehr zu tun bekommen. Es gilt, die Kapazitäten stetig zu erweitern, um auch weiterhin ein umfangreiches, flexibles Angebot aufrechterhalten zu können.“ Dazu kommen zahlreiche technische Innovationen und verschiedene Trends, seien es die angesprochene Digitalisierung oder Nachhaltigkeitsbestrebungen. Intelligente Reifen, die mit Sensoren ausgestattet sind und Daten an den Fuhrpark liefern, oder Räder aus dem 3-D-Drucker könnten bald schon zum Alltag gehören. Carsten Fischer erinnert jedoch daran: „Es ist unerlässlich, dass sämtliche Leistungen von professionellen Fachleuten durchgeführt werden. Das gesamte Servicenetz muss aufgrund der rasanten technischen Entwicklungen immer auf dem neuesten Stand sein und die Mitarbeiter müssen fortlaufend entsprechend ausgebildet werden. Das betrifft auch die zunehmende Elektrifizierung der Flotten. Zusätzlich spielt die Flexibilität eine immer wichtigere Rolle: Kurze Vorlaufzeiten bei Terminen sind in Zeiten knapper zeitlicher Ressourcen immer stärker gefragt.“

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