Outsourcing im Schadenmanagement

MICHAEL PFISTER, Geschäftsführer AFC Auto Fleet Control GmbH

Outsourcing im Schadenmanagement

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Der Bereich Schadenmanagement gehört in den meisten Fällen nicht zum Kernbereich der Unternehmen, da die eigentlichen Wertschöpfungsprozesse an anderer Stelle stattfinden. Somit legen viele Unternehmen nicht den notwendigen Fokus auf diesen Bereich, obwohl dieser ab einer gewissen Fuhrparkgröße einen erheblichen Kostenblock darstellt.

Das professionelle Management aller Schäden und die damit einhergehende Optimierung der Gesamtkosten können einem Unternehmen erhebliche Einsparungen in diesem Bereich bringen. Das ist Geld, welches wiederum in den Ausbau des eigentlichen Kerngeschäfts und somit in die Wertschöpfung fließen kann.

Was sind also die Gründe, warum viele Unternehmen diese Möglichkeit der Kosteneinsparung durch ein professionelles Schadenmanagement nicht vollumfänglich nutzen? Zunächst einmal gibt es drei unterschiedliche Ausgangslagen in Bezug auf das Schadenmanagement, in denen sich die meisten Unternehmen befinden:
1. Das Schadenmanagement wird im eigenen Unternehmen abgewickelt,
2. das Schadenmanagement ist auf mehrere Provider (zum Beispiel Leasinggeber des Fuhrparks) aufgeteilt,
3. das Schadenmanagement ist bereits an einen einzigen Provider (zum Beispiel Schadensteuerer, Versicherer) ausgelagert.

Unternehmen, die das Schadenmanagement selbst erbringen, haben zwar einerseits die komplette Kontrolle über alle Vorgänge und Daten ihres Fuhrparks, andererseits sollten sie sich selbstkritisch fragen, ob die Auslagerung an einen spezialisierten Dienstleister nicht ein wesentlich professionelleres, effizienteres und in Summe kostengünstigeres Schadenmanagement für sie erbringt. Zudem bietet ihnen das Outsourcing den Vorteil, sich mit Flotten gleicher Struktur und Größe zu vergleichen und von dieser Erfahrung zu profitieren.

Unternehmen, die ihr Schadenmanagement an mehrere Provider ausgelagert haben, verlieren hierdurch gleich mehrere wertvolle Vorteile: Durch die Verteilung auf unterschiedliche Anbieter haben sie weder die Kontrolle über alle Vorgänge noch stehen ihnen alle Daten ihres Fuhrparks vollumfänglich zur Verfügung, da diese bei den unterschiedlichen Providern liegen. Die verschiedenen Prozesse sorgen zudem für instabile Schadenverläufe und darüber hinaus gehen ihnen wertvolle Bündelungseffekte über den kompletten Fuhrpark verloren. In dieser Ausgangssituation sollten Unternehmen die Neuaufstellung ihres Schadenmanagements zwingend überdenken.

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Wenn Unternehmen ihr Schadenmanagement an einen externen Dienstleister auslagern, sollten sie das Geschäftsmodell des jeweiligen Providers genau prüfen. So bieten viele Leasinggesellschaften, Versicherer und Fuhrparkmanagementgesellschaften ein „kostenloses“ oder extrem günstiges Schadenmanagement an. Wer sich mit den Grundlagen ökonomischer Prozesse auseinandergesetzt hat, weiß, dass kein Unternehmen Wertschöpfung dadurch betreiben kann, indem es seine Leistung kostenlos oder deutlich unter rational nachvollziehbaren Preisen anbietet.

Bei diesen Angeboten gibt es meist intransparente Nebenerwerbsquellen, sodass die Dienstleistungsgebühr gering oder sogar kostenlos ist, später explodieren dafür die Kosten an anderer Stelle – beispielsweise bei den Versicherungsprämien und/oder den Leasingrückgaben.

Für die meisten Unternehmen ist es schwierig, die komplexen Zusammenhänge der Kostenblöcke (Reparatur- und Mietwagenkosten, Versicherungsprämien, Leasingrückläuferkosten et cetera) zu durchschauen. Hierfür benötigen sie eine neutrale Instanz ohne Interessensverflechtungen und mit hoher Expertise, die ihnen transparent die Wechselwirkungen der Kosten aufzeigt. Nur so können die Kunden das tatsächliche Optimum ihrer Gesamtkosten erreichen. Unabhängig davon, in welcher der oben beschriebenen Ausgangslage sie sich befinden, sollten Unternehmen sich sehr kritisch mit ihrem bestehenden Schadenmanagementkonzept auseinandersetzen. Denn Geld zu verschenken kann sich kein Unternehmen erlauben.

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