Volle Flexibilität
Ist ein Mitarbeiter noch in der Probezeit oder aus anderen Gründen nicht von Anfang an klar, dass dieser seine (dienstwagenberechtigte) Position über die volle Leasingdauer behalten wird, empfiehlt es sich, über alternative Mobilitätsmodelle nachzudenken. Vor allem dann, wenn im Unternehmen kein Fahrzeugpool vorhanden ist, in dem man den Dienstwagen im Zweifel weiter sinnvoll verwenden könnte.

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Dem Fuhrparkleiter stehen für diesen Einsatzzweck eine Fülle alternativer Mobilitätskonzepte zur Verfügung. Dies wären hauptsächlich: Langzeitmiete, Miete oder Carsharing; Anbieter für die Überbrückung derartiger Mobilitätsengpässe gibt es inzwischen sehr viele. In unserer aktuellen Online-Umfrage haben wir gefragt, ob und welche Leasingalternativen die Fuhrparkleiter nutzen, und warum.
Um kurzfristigen Mobilitätsbedarf zu decken, nutzen 48 Prozent der Unternehmen Mietfahrzeuge (Grafik 1), wobei dies auch Kurzstrecken beispielsweise im Rahmen von Dienstreisen mit der Bahn oder dem Flugzeug mit einschließt.
Bei der Langzeitmiete (Grafik 2) ist der Anteil der Nutzer mit 31 Prozent schon geringer, aber immer noch sehr deutlich. Die Gründe für die Langzeitmiete sind eindeutig (Grafik 3): 89 Prozent der Fuhrparkleiter geben vor allem die Flexibilität als Hauptgrund an, auf Langzeitmiete statt klassischem Leasing oder Finanzierung zurückzugreifen. Dies beinhaltet nicht nur einen flexiblen Nutzungszeitraum, sondern auch die schnelle Verfügbarkeit – denn bei einem durch den Dienstwagenberechtigten konfigurierten Fahrzeug kommt ja neben der langen Laufzeitbindung auch noch die Wartezeit hinzu. 59 Prozent der Fuhrparkleiter wollen mit der Langzeitmiete speziell das Risiko ausschließen, ein Fahrzeug „übrig“ zu haben, wenn der dienstwagenberechtigte Mitarbeiter beispielsweise die Probezeit nicht übersteht. 40 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass Mietfahrzeuge generell kostengünstiger sind als eigene Poolfahrzeuge, da hier eben nur der tatsächliche Bedarf abgedeckt werden muss mit den tatsächlich genutzten Kilometern. Allerdings scheiden sich hier die Geister: Denn 49 Prozent der Fuhrparkleiter, nämlich jene, die sich gegen die Nutzung von Miete oder Langzeitmiete entschieden haben, sind explizit der Meinung, dass diese Nutzungsart im Vergleich zu anderen Modellen zu teuer ist (Grafik 4). Das korrespondiert dann wohl auch mit der Flottenstruktur dieser Unternehmen: Denn 46 Prozent der Befragten gaben an, ohnehin über genügend eigene Poolfahrzeuge zu verfügen. Für immerhin 41 Prozent der Fuhrparkleiter stellt sich die Problematik Miete oder Langzeitmiete überhaupt nicht, denn diese gaben an, überhaupt keinen kurzfristigen Fahrzeugbedarf zu haben. Lediglich für zehn Prozent der Gegner von Miete und Langzeitmiete war übrigens der Grund für die Entscheidung, dass sich die Autos beispielsweise in Modell, Motorisierung oder Farbe nicht mit der Corporate Identity des Unternehmens decken.
Angesichts des auch medialen Booms von Carsharing kamen wir natürlich auch nicht um die Frage herum, ob zusätzlich oder statt der Miete oder Langzeitmiete auch Carsharing, ob klassisch oder als Inhouse-Lösung, zum Einsatz kommt (Grafik 5). Und der Trend scheint tatsächlich da zu sein: 82 Prozent der befragten Unternehmen nutzen insgesamt die klassische Miete, 63 Prozent die Langzeitmiete, 18 Prozent bereits externe und 17 Prozent interne Carsharing-Systeme.

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Ausgabe 1/2014

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Das neue Jahresspecial Elektromobilität.
Ab sofort veröffentlicht Flottenmanagement regelmäßig eigene Studien zu aktuellen Themen rund um den Fuhrpark. Die Teilnehmer sind Sie, unsere Leser, die sich an den Aufrufen im Magazin und im Internet beteiligen; abgestimmt wird online.
An der Umfrage „Miete und Langzeitmiete im Fuhrpark“ beteiligten sich rund 400 Fuhrparkleiter. Etwa 50 Prozent der Teilnehmer haben bis zu zehn Fahrzeuge im Bestand, 22 Prozent zwischen 11 und 50 Fahrzeuge, 28 Prozent haben über 50 Fahrzeuge, drei Prozent davon sogar über 500 Fahrzeuge. 76 Prozent der Fahrzeuge unserer Studienteilnehmer sind Pkw, 17 Prozent Kleintransporter und Transporter, sieben Prozent entfallen auf Sonstige Fahrzeuge.
Die nächste Flottenmanagement-Umfrage finden Sie auf: www.flotte.de/umfrage
Das Thema dieses Mal lautet: Trends in der CarPolicy

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