And the winner is ...

… der Renault Clio Energy dCi 90 Start & Stop 83g Eco-Drive bei den 5-türigen Kleinwagen mit Dieselmotor in der 69. Folge der großen Flottenmanagement- Vergleichsserie. Der Kostenvergleich basiert wesentlich auf den Full- Service-Leasingraten und den Treibstoffkosten.

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Mit ganzen 33.170 Neuzulassungen und einem Anteil von 15,4 Prozent bei den Gesamtneuzulassungen im Dezember 2013, laut Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes, sind die Kleinwagen nach der Kompaktklasse das am stärksten vertretene Segment auf den deutschen Straßen. Rund die Hälfte der Neuzulassungen, etwa 16.500, entfielen dabei auf Modelle aus den Häusern Ford, Opel, Škoda und Volkswagen, deren Fahrzeuge allein im Dezember jeweils über 3.000 Mal neu zugelassen wurden.

Die Bezeichnung „Kleinwagen“ wird dabei den Modellen nicht mehr gerecht, denn beispielsweise ist die fünfte Generation des Volkswagen Polo rund 30 Zentimeter länger als der Golf I. Auch an anderer Stelle haben die Kleinen enorm an Größe zugelegt, so bietet beispielsweise der aktuelle Nissan Note mit satten 2.012 Liter maximalem Kofferraumvolumen fast 300 Liter mehr als ein Passat Variant. Dennoch wächst nicht nur dieses Segment, wodurch die Bezeichnung im Vergleich zu den anderen Fahrzeugklassen doch wieder gerechtfertigt ist. Aber nicht nur die Ausmaße der Kleinwagen haben sich im Laufe der Jahre verändert, sondern das Segment hat auch an Vielfalt hinzugewonnen: So werden hier vom Lifestyle- Flitzer über Elektrofahrzeug und sportlichen Zweisitzer bis zum Kombi nahezu alle Kundengruppen angesprochen.

Neben den Coupés und Lifestyle-Flitzern, die insbesondere in dem für dieses Segment wichtigen Bereich der Motivationsfahrzeuge Anklang finden, zählen die Fünftürer aufgrund der guten Zugänglichkeit und der daraus resultierenden Variabilität zu den gefragtesten Modellen im Fuhrpark. Trotz dieser Einschränkungen und der Leistungsvorgabe bei den Dieselmotoren stehen sich gleich 18 Kandidaten gegenüber; allein die Anzahl verdeutlicht einmal mehr, welch hohen Stellenwert dieses Segment für die Automobilhersteller einnimmt.

Im Vergleich zum letzten Kostenvergleich der Diesel-Kleinwagen in der Flottenmanagement- Ausgabe 1/2012 wurde der Nissan Micra durch den Note ersetzt. Aufgrund der Neuausrichtung in der Modellpolitik des Note und unserer Vorgabe von fünf Türen fand der Micra nicht mehr den Einzug in unseren Kostenvergleich. Mit dem ehemaligen Micro-Van Note möchte Nissan nun bewusst im Revier von Ford Fiesta, Opel Corsa und Volkswagen Polo wildern. Angesichts eines Kofferraumvolumens von über 2.000 Liter lässt sich seine ursprüngliche Herkunft dennoch nicht ganz verschleiern, aber sie bietet zumindest denen, die möglichst viel Ladung verstauen wollen, eine gute Alternative.

Für die Vergleichskandidaten haben wir als Basismotorisierung ein 60 kW (82 PS) starkes Dieselaggregat gewählt, was einer Wahl im Fuhrparkalltag entsprechen sollte. Eine solch motorisierte Kleinwagenvariante war mit einer Abweichung von sechs Kilowatt nach oben beziehungsweise unten bei fast jedem Modell in der Motorenpalette verfügbar. Lediglich der Ford Fiesta, Lancia Ypsilon, Mazda2 und Opel Corsa mit zehn Kilowatt über unserer Vorgabe weichen hiervon ab. Zudem bieten die Autohersteller ihre kraftstoffsparendsten Motorenvarianten in diesem Leistungsbereich an: Das beweisen auch die niedrigen CO2-Emissionen, die im Durchschnitt der 18 Vergleichskandidaten bei etwa 93 Gramm je Kilometer liegen und damit den CO2-Richtlinien für 2020 von 95 Gramm je gefahrenem Kilometer entsprechen.

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Insgesamt zeigen sich bei den Leistungsdaten kleinere Unterschiede zwischen den Vergleichskandidaten: Für den Sprint von null auf hundert brauchen die Kleinwagen zwischen 10,8 (Toyota Yaris) und 15,7 (Hyundai i20) Sekunden. Bei der Höchstgeschwindigkeit legt der Peugeot 208 mit 185 Kilometern pro Stunde den Bestwert vor, wohingegen der Hyundai i20 blue 1.1 CRDi ein maximales Reisetempo von 158 Stundenkilometern bietet. Jedoch werden diese beiden Werte keine Entscheidungskriterien für den Flotteneinsatz sein. Positiv zu vermerken ist die Einstufung in die Energieeffizienzklasse, denn alle verglichenen Fahrzeuge sind in den Klassen A+, A oder B eingestuft.

Der Einstiegspreis für einen Diesel-Kleinwagen beträgt rund 10.664 Euro netto beim Hyundai i20 blue in der Ausstattungslinie „Fifa World Cup Edition“. Damit liegt der Südkoreaner knapp 4.000 Euro unter dem Netto- Listenpreisdurchschnitt der Vergleichskandidaten. Das hintere Ende bildet der Mini One D Clubman in der Grundausstattung und mit einem Listenpreis von 16.933 Euro, wobei es sich bei diesem Modell eher um ein klassisches Motivationsinstrument handelt, was auch das unkonventionelle Türenkonzept von zwei Doppelflügeltüren am Heck sowie nur einer Tür im Fond eindrucksvoll beweist. Etwa 3,6 Liter auf 100 Kilometer verbraucht ein so motorisierter Diesel-Kleinwagen. Wer besonders spritsparend unterwegs sein will, sollte den Hyundai i20 blue, den Kia Rio oder den Renault Clio Energy in seine Betrachtung miteinbeziehen.

Aufgrund eines durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchs von 3,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer und eines 45 Liter fassenden Tanks übernehmen der Hyundai i20 blue 1.1 CRDi und der Renault Clio Energy dCi 90 Start & Stop 83g Eco-Drive auch die Führungspositionen in der Sonderwertung „Reichweite“. Mit über 1.400 Kilometer Reichweite ist eine Fahrt von Bonn nach Rom mit nur einer Tankfüllung rechnerisch möglich. Im Durchschnitt reicht ein voller Tank in der Mini-Klasse für eine Strecke von etwa 1.250 Kilometern – was immer noch ausreichend ist für die Strecke von Bonn nach Berlin und wieder zurück.

Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der maximalen Zuladung: Während der Renault Clio Energy mit satten 512 Kilogramm den Bestwert markiert, bleiben dem Fahrer des neuen Peugeot 208 lediglich 360 Kilogramm für zusätzliches Gewicht über – damit fehlen dem Peugeot über 40 Prozent im Vergleich zu seinem Landsmann. Über das gesamte Vergleichsfeld betrachtet bieten die Schräghecklimousinen heute rund 440 Kilogramm an Zuladung.

Wer hingegen Wert auf maximales Ladevolumen legt, würde sicher eher zum Kombi tendieren, jedoch bietet gerade das maximale Kofferraumvolumen des Nissan Note mit über 2.000 Liter, wie eingangs erwähnt, eine gute Alternative. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es auch beim maximalen Kofferraumvolumen deutliche Unterschiede bei den Kandidaten gibt. Die Werte reichen bei umgeklappter Rückbank von lediglich 653 Litern beim Chevrolet Aveo bis zu dem rund dreifachen Wert von 2.012 Litern beim Nissan Note. Im Durchschnitt verfügt ein Diesel-Kleinwagen über etwa 1.022 Liter Stauraum bei umgeklappter Rücksitzbank unter der Kofferraumklappe.

Insbesondere im Dienstwagenbereich sollte jedoch der Fokus auf den zu erwartenden Kosten liegen. Hier zeigen sich bei den Vergleichskandidaten teilweise erhebliche Unterschiede. So ist der Nissan Note in der Ausstattungsvariante „acenta“ mit Schaltgetriebe bei einer jährlichen Laufl eistung von 20.000 Kilometern und einer Laufzeit von 36 Monaten mit 218,89 Euro in der Full-Service-Leasingrate die günstigste Variante. Addiert man hierzu die monatlichen Treibstoffkosten, kann sich der Japaner auch bei den Betriebskosten die Spitzenposition sichern. Über das gesamte Feld der Vergleichskandidaten hinweg kristallisiert sich ein Führungstrio bei den Betriebskosten heraus – der Ford Fiesta, der Nissan Note und der Renault Clio. Diese Drei sind bei einer jährlichen Laufl eistung von 20.000 Kilometern fast 40 Euro günstiger als der Durchschnittspreis, der bei rund 340 Euro liegt.

Mit satten 15 Spitzenpositionen erkämpft sich der Renault Clio Energy dCi 90 Start & Stop 83g Eco-Drive recht klar den Platz an der Sonne. Aufgrund der günstigeren Full-Service-Leasingraten sowie der daraus resultierenden Betriebskosten setzt sich der Franzose in Kombination mit überdurchschnittlichen Leistungen in allen Sonderwertungen noch vor den Hyundai i20 blue 1.1 CRDi. Um den zweiten Platz lieferten sich Hyundai i20 blue und Kia Rio 1.1 CRDi ein packendes Duell, welches der i20 erst auf den letzten Metern durch die Spitzenposition beim Listenpreis für sich entscheiden konnte. Den dritten Platz sicherte sich somit der Rio in der Ausstattungslinie „Fifa World Cup Edition“, der besonders mit seinen Garantiezeiten sowie durchweg überdurchschnittlichen Leistungen in allen Kategorien auftrumpfte.

 

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