Alle Jahre wieder...

Die Wechselzeit von Winter- auf Sommerreifen mag zwar regional verschieden sein und die Faustregeln dafür vielfältig, doch eintreffen wird sie in jedem Fall. Daher ist es sinnvoll, sich schon früh einen Überblick über die verschiedenen Modelle und deren Vorzüge zu verschaffen. In einer kleinen Übersicht erläutert Flottenmanagement, was es beim Reifenkauf zu beachten gilt.

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Eine erste Hürde beim Wechsel von Winter- auf Sommerreifen ist die Wahl des richtigen Zeitpunkts. So manche Faustregel soll dabei eine erste Orientierung geben. Weit verbreitet ist dabei die Regel von O bis O – also von Oktober bis Ostern. Allerdings bestimmt dieser Merksatz den Wechselzeitraum für Sommerreifen relativ ungenau, denn Ostern kann je nach Kalender frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April fallen. Zudem unterscheiden sich die klimatischen Bedingungen in Deutschland zwischen München und Hamburg relativ deutlich.

Genauer legt dann schon die sogenannte „Sieben- Grad-Regel“ den Wechselzeitpunkt fest. Wenn die Temperaturen dauerhaft über sieben Grad steigen, können die Sommerreifen aufgezogen werden. Dann nämlich ist nur noch in Ausnahmefällen mit einem Wintereinbruch zu rechnen.

Warum wechseln?
In Deutschland sind im Sommer noch etwa drei Millionen Pkw mit Winterpneus unterwegs. Viele Autofahrer tun dies, um die Kosten für einen neuen Sommerreifen einzusparen. Doch häufig zahlt man dabei spätestens an der Zapfsäule drauf. Auch hier liefert der Temperaturanstieg einen der wichtigsten Gründe für den Wechsel der Bereifung. Denn neben dem speziellen Profil für verschneite Straßen besitzen Winterreifen auch eine andere, weichere Gummimischung, die besonders bei kalten Temperaturen für mehr Haftung sorgen soll. Umgekehrt ist die Haftung von Sommerreifen bei wärmeren Temperaturen deutlich besser. So verkürzen Sommerreifen im Vergleich zur Winterbereifung den Bremsweg schon bei 16 Grad um mehrere Meter, ein Unterschied der mit dem Ansteigen der Temperaturen noch größer wird. Hinzu kommt, dass ab einer Profiltiefe von deutlich weniger als drei Millimetern ein Wechsel ohnehin empfehlenswert ist: „Unter dieser Grenze nehmen die Bremswege auf Nässe sowie die Aquaplaning- Gefahr deutlich zu“, warnt Björn Bolze, Leiter des Kundendienstes für Reifen von Continental. Zudem ist der Reifenverschleiß eines im Sommer gefahren Winterreifens deutlich höher und das Handling des Fahrzeuges wird meist schwammiger.

Gleiches gilt auch für sogenannte Ganzjahres- oder Allwetterreifen, nur das bei diesen Spezialreifen die Unterschiede zum Sommerpneu im Rollwiderstand und Handling entsprechend geringer ausfallen. Hauptsächlich besitzen Ganzjahresreifen die Eigenschaften von Winterreifen, mit den entsprechenden Nachteilen im Sommer. Der Wechsel zu einem speziellen Sommerreifen ist demnach eine Frage der Sicherheit und des Fahrkomforts. Darüber hinaus spricht für einen Wechsel auf Sommerpneus die Kraftstoffersparnis durch einen geringeren Rollwiderstand. Gerade bei Dienstwagen mit einer hohen Laufleistung macht sich ein guter Sommerreifen in der Jahresbilanz auch im Geldbeutel bemerkbar.

Orientierung im Reifenangebot
Das EU-Reifenlabel ist 2012 mit dem Ziel eingeführt worden, die Sicherheit, den Umweltschutz und die Wirtschaftlichkeit im Straßenverkehr durch die Förderung von kraftstoffsparenden, sicheren und leisen Reifen zu fördern. Dem Verbraucher soll mit dem Label eine Kennzeichnung an die Hand gegeben werden, mithilfe er bereits vor dem Reifenkauf auf einer breiteren Grundlage sich informieren und diese Kriterien neben denen anderer Reifentests in seine Kaufentscheidung einbeziehen kann. Dabei gilt zu beachten, dass sich pro Labeleinstufung (A bis G) der Verbrauch bei 100 gefahrenen Kilometern um circa 0,1 Liter verbessert oder verschlechtert. Größer ist der Unterschied da schon bei den Bremswegen. Diese unterscheiden sich pro Labelstufe im Bereich Haftung um sechs Meter bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 80 Kilometern in der Stunde.

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Tatsächlich können die Labels bei der Kaufentscheidung hilfreich sein, wenn man bedenkt, dass etwa 200 Sommerreifen in der Dimension 205/55 R16 91V derzeit auf www.reifen.com gelistet sind, die sich zum Teil in ihren Eigenschaften stark unterscheiden. Für den Fuhrparkentscheider ist neben der Sicherheit der ökonomische Aspekt entscheidungsrelevant. Der optimale Reifen für den Fuhrpark muss vor allem kosteneffizient sein. In unserer kleinen Übersichtstabelle zeigt sich, dass man mit einem mit „B“ ausgezeichneten rollwiderstandsoptimierten Satz Sommerreifen bereits 247 Euro Kraftstoffkosten gegenüber einem herkömmlichen Reifensatz mit dem Label „F“ sparen kann. Dennoch sollte das Ziel, einen rollwiderstandsoptimierten Reifen zu konzipieren, nach Möglichkeit nicht die Sicherheitseigenschaften wie Bremsweg und Nasshaftung beeinträchtigen. Diesen Zielkonflikt zu beheben, zeichnet einen guten Reifen aus. Flottenmanagement stellt eine Auswahl aktueller rollwiderstandsoptimierter Sommerreifen vor:

Continental EcoContact 5
Der EcoContact 5 soll sicher und umweltfreundlich sein. Gegenüber dem Vorgängermodell konnte der Reifen von Continental dank neuer Karkasse, Gummimischung, Reifenkontur und Profildesign den Rollwiderstand um 20 Prozent verringern und gleichzeitig die Laufleistung um zwölf Prozent steigern. Trotz des optimierten Rollwiderstandes sorgt der Pneu für kurze Bremswege auf nasser und trockener Straße.

Dunlop Sport BluResponse
Mit der Wertung „B“ im Bereich Kraftstoffverbrauch erzielte der Sport BluResponse gute Rollwiderstandswerte. Doch vor allem bei Nässe soll der Reifen seine Stärken ausspielen. So profitiert der Dunlop-Reifen von seinen breiten Profilrillen, die das Wasser – besonders bei hohen Geschwindigkeiten – effizient aus der Aufstandsfläche ableiten und somit das Aquaplaning-Risiko reduzieren. Der High-Performance-Pneu bietet außerdem eine gute Nassbremsleistung.

Goodyear EfficientGrip Performance
Dank der neuen WearControl Technology von Goodyear gelingt dem EfficientGrip eine gute Balance von niedrigem Rollwiderstand und hohem Grip bei Nässe. Bei der Konzipierung dieser Reifentechnologie legten die Entwickler Wert auf eine hochwertige Laufflächenmischung mit endfunktionalisierten Polymeren, haftungsintensiven Harzen und Füllstoffen der neuesten Generation.

Hankook Kinergy eco K425
Neben der Verwendung von Silica-Nanopartikeln für ein spritsparendes Rollverhalten zeichnet sich der Kinergy eco durch ein angenehmes Handling aus. Das ausbalancierte, asymmetrische Profil fördert das Fahrverhalten des Reifens maßgeblich. Dabei sorgt die optimierte Profilteilung des Sommerreifens für ein insgesamt komfortables und geräuscharmes Fahrverhalten.

Nexen N‘Fera SU1
Auch bei dem Nexen N’Fera SU1 kommen Silica- Nanopartikel zum Einsatz. Der koreanische Reifenhersteller verspricht mit seiner speziellen 3D-Edge-Technologie ein gutes Handling und optimalen Grip sowohl auf trockener als auch auf nasser Straße. Darüber hinaus sollen vier asymmetrische Rillen im Reifenprofil für eine gute Straßenlage und einen verbesserten Wasserabfluss sorgen und somit die Aquaplaning-Gefahr senken.

Pirelli Cinturato P1 Verde
Der Cinturato P1 Verde ist eine weiterentwickelte Version des Cinturato P1. Ziel der Pirelli-Ingenieure war es, einen ausgewogenen Sommerreifen zu entwickeln, der den Ansprüchen des heutigen Reifenmarktes gerecht wird. Das Resultat ist ein Reifen, der in den Bereichen Kraftstoffverbrauch, Laufleistung und vor allem auch bei der Nasshaftung dem Vorgängermodell überlegen ist.

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