3 gute Gründe

Der neue Mazda3 möchte mit beachtlichem Design, moderner Dieseltechnik und umfangreichen Sicherheitsfeatures bei den Kunden punkten. Flottenmanagement unterzog die neue Kompaktklasse einem intensiven Test. Unter der Haube arbeitete der 150 PS starke Selbstzünder mit 2,2 Liter Hubraum.

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Machen wir uns nichts vor: Das robusteste Auto mit der modernsten Technik unter dem Blech ist nur so viel wert wie die Optik, die es verkörpert. Also haben die Verantwortlichen bei Mazda quasi von außen begonnen, ihre Modellpalette umzukrempeln – ein emotionales Blechkleid musste her, eine neue Designgeneration sogar. Genau die riefen die Japaner ins Leben, und der neue Mazda3 ist bereits das dritte Mitglied der auf den Namen „KODO“ getauften Designsprache. Die Gestalter scheinen ins Schwarze getroffen zu haben – manch vorübergehender Passant wirft einen zweiten Blick auf den Kompakten, wenn er am Straßenrand parkt. Eine nach hinten leicht ansteigende Gürtellinie lässt den Fronttriebler massiv aussehen, während die Sicken in den Flanken für einen muskulösen Eindruck sorgen. Der markante Kühlergrill mit großem Lufteinlass verleiht dem Mazda3 eine sportliche Note; schneidige Scheinwerfer tun ihr Übriges, um die Kompaktklasse gleichermaßen modisch wie drahtig erscheinen zu lassen. Wie ist es dagegen um die Innenarchitektur bestellt

Auch hier haben die Kreativen den notwendigen Schritt vollzogen von der reinen Funktionsbasis zum emotionalen Erlebnis, wenngleich das Interieur konservativer ausfällt als die äußere Erscheinung. Auffälliges Merkmal ist der aufgesetzte Farbmonitor – er thront, wenn man so will, über der Mittelkonsole und verleiht der Architektur eine stylische Note. Und gleichzeitig auch eine funktionale, denn die meisten Anwendungen werden per zentral sitzendem Controller über den Bildschirm gesteuert, der erfrischenderweise nicht als Touchscreen ausgeführt ist. Als Belohnung für das (immerhin intuitive) Erlernen des komplexen Menüs gibt es eine säuberlich aufgeräumte Tastenlandschaft – nur das Paneel für die Klimaautomatik bleibt übrig sowie die Schalter für die Sitzheizung. Auch der Volant beherbergt so einige Knöpfchen. Der Blick auf die Instrumente lässt eine Hauptskala mit großem Drehzahlmesser als einzige mechanische Anzeigenadel erkennen – die Geschwindigkeit wird digital und der Tankfüllstand elektronisch ausgegeben.

Schon nach kurzem Erstkontakt entpuppt sich der Mazda3 als sympathischer Alleskönner mit solider Materialverarbeitung. Klappern oder sonstige Fremdgeräusche sind für den Japaner kein Thema. Sämtliche Schalter und Drehregler rasten und klicken außerdem präzise – da besteht kein großer Unterschied zu den hiesigen Herstellern. Kann er auch Langstrecke? Schließlich muss eine Kompaktklasse heutzutage absolut allroundfähig sein; und bei genauem Hinsehen stellt sich denn auch heraus, dass die Untere Mittelklasse ihrem ursprünglichen Format längst entwachsen ist. Mit einer Länge von 4,47 Metern bewegt man sich gefühlt bereits in der Mittelklasse – vor allem aber beeindruckt der inzwischen auf 2,70 Meter angewachsene Radstand. Kniefreiheit in Hülle und Fülle selbst für groß gewachsene Personen lassen den Kompakten zum Reiseprofi erster Güte avancieren. Glücklicherweise kann sich auch das Gestühl selbst sehen lassen und verwöhnt mit gut konturierten Flächen – frühzeitige Ermüdung der Passagiere: Fehlanzeige.

Und wer definitiv oft weit fährt, sollte zum frisch entwickelten Selbstzünder greifen. Den Technikern ist es gelungen, dank für Dieselverhältnisse extrem niedriger Verdichtung (14:1) und speziell gestalteter Kolben (günstigere Verteilung des Gemischs im Brennraum) so saubere Rohemissionen zu erzeugen, dass keine aufwendige Abgas- Nachbehandlung notwendig wird, um die Euro- 6-Norm zu erreichen. Variabler Ventilhub auf der Auslassseite zwecks Verbrennungsoptimierung und ein Alu-Block machen sich ebenfalls auf dem Punktekonto bemerkbar. Auch die Eckdaten auf dem Papier müssen sich keineswegs verstecken. Aus 2,2 Liter Hubraum holt der Vierzylinder 150 PS, die dem auf Effizienz getrimmten und damit leichten Fronttriebler zu ansehnlichen Fahrleistungen verhelfen. So erreicht der 1,4-Tonner Landstraßentempo binnen lediglich acht Sekunden, während die Höchstgeschwindigkeit 213 km/h beträgt.

Schon früh anliegende 380 Nm Drehmoment, die über dem Durchschnittswert in dieser Leistungsstufe rangieren, können bei entsprechendem Pedaleinsatz für scharrende Pneus sorgen. Oder aber für schaltfaule Fahrweise. Andererseits dreht der Vierventiler auch leichtfüßig gen Skalenende – eine Disziplin, die nicht jedem Selbstzünder liegt. Dabei benimmt sich der Zwokommazwo kultiviert, wenngleich er keinen Hehl aus seinem Arbeitsverfahren macht. Wer es auf windungsreichem Terrain mal krachen lassen möchte, findet eine leichtgängig schaltbare Sechsgangbox vor; angesichts der Tatsache, dass die Untere Mittelklasse aus Hiroshima nun wirklich nichts mit einem Sportwagen zu tun hat, kann man durchaus von knackig einrastenden Übersetzungen sprechen. Dazu passt ein ausgewogenes Fahrwerk mit agiler Note, ohne den Kompakten hart wirken zu lassen.

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Kurze Querfugen entschärfen die Dämpfer effektiv, milde Wellen auf der schnellen Piste sowieso. Und dort zieht er seine Bahnen übrigens stoisch, glänzt mit einem robusten Geradeauslauf. Dynamisch gefahrene Wechselkurven pariert die elektrische Servolenkung mit guter Rückmeldung und exakter Arbeitsweise.

Ab netto 20.495 Euro ist der Mazda3 mit dem 150 PS starken Diesel zu haben und lässt in puncto Ausstattung nur wenige Wünsche offen. Immer an Bord sind Bluetooth-Freisprechanlage, Klimaautomatik, Radio sowie Tempomat. Die Sicherheitsausrüstung ist vorbildlich und umfasst sogar einen City-Notbremsassistent, damit der Beinahe- Auffahrunfall auch ein solcher bleibt. Das für Fuhrparkkunden unabdingbare Navigationssystem ist mit 504 Euro (netto) fair abgegolten. Zahlreiche Multimedia-Anwendungen sind zudem serienmäßig – dazu gehört auch das Internetradio. Wer noch etwas Budget übrig hat, sollte zum Licht- (546 Euro netto) und Touringpaket (756 Euro netto) greifen – dann gibt es Einparkhilfe, Regensensor, Sitzheizung, einen Spurwechselassistenten sowie Bi-Xenonscheinwerfer. Mit dem 1.386 Euro (netto) teuren Technikpaket ziehen sogar ein Kurvenlichtsystem sowie der aktive Tempomat ein in den Mazda3 – allerdings erst ab der höchsten Ausstattungslinie. Dann übrigens ist auch das Head-Up Display an Bord.

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