Echt Porsche
Kurzstrecke elektrisch, weite Reise hybridisch – so verläuft der Alltag mit dem Porsche Panamera S E-Hybrid. Dabei spart der Schwabe nicht nur mächtig Sprit, sondern bietet obendrein mächtig Fahrspaß. Mit der Luxuslimousine, die auch mit E-Motor an Bord 100 Prozent Porsche ist, war Flottenmanagement unterwegs.

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Eigentlich ist es ein Panamera wie jeder andere. Und er ist mitnichten mager motorisiert. Was die Fans wissen wollen, ist vor allem: Welches Triebwerk verbirgt sich unter der Motorhaube? Drei Liter Hubraum und 333 PS, alle Achtung. Nur eine Sache fällt auf bei genauem Hinsehen. Der Panamera-Schriftzug ist grün-gelb umrandet, und die Tachonadeln leuchten den Betrachter in einem schrillen Gelb an. Auch die Bremssättel blitzen mit einem kräftigen Gelb durch die schicken Alus. Ist das ein Zeichen? Exakt so ist es – denn neben dem Benziner befindet sich auch noch ein kräftiger Elektromotor an Bord. Mit 95 PS ist der zwar nicht gerade für sportliche Fahrleistungen gut, aber treibt den 2,1-Tonner beflissen voran. Bleibt die Frage, wie man ein solches Hightech- Gerät bedient.
Zunächst sollten Kunden des E-Hybriden eine Steckdose in Reichweite haben, sonst macht der Öko-Renner natürlich keinen Sinn, wenngleich der Akku auch per Verbrenner geladen werden kann, um zumindest zeitweise emissionsfrei unterwegs zu sein. Im Heckabteil befindet sich – gut angeschnallt – eine Tasche mit Netzteil und Stecker. Letzteren einfach mit der Stromquelle verbinden – dann schaltet sich nach geladener Batterie beim morgendlichen Losfahren ganz automatisch der E-Modus ein. Wer behutsam mit dem Gaspedal umgeht, fährt rein elektrisch. Wenn man das rechte Pedal etwas weiter niederdrückt, springt der Verbrenner aber doch in die Bresche.
Das muss schon alleine aus Sicherheitsgründen gewährleistet sein, beispielsweise bei einem notfallmäßigen Überholvorgang. Große Sprünge sind mit der E-Maschine freilich nicht zu machen. Erstens ist der Saft in der Praxis nach rund 15 km verbraucht, und zweitens ist sportliches Fahren auf diese Weise kaum möglich. Wer aber einen recht kurzen Weg ins Büro hat, kann im Alltag viel Kraftstoff sparen – denn der Verbrenner schweigt. Und mal ehrlich: In urbanen Gefilden muss nicht immer maximal beschleunigt werden.
Ist die Batterie leer, schaltet der Panamera automatisch in den Hybridmodus. Dann ist der kompressoraufgeladene Direkteinspritzer die Hauptantriebsquelle. Auf einen Drehzahlmesser wird bei einem waschechten Porsche natürlich nicht verzichtet, und das ist der Hybrid-Panamera allemal. Aber der analoge Zusatztacho entfällt – stattdessen zeigt die Nadel links neben dem Tourenzähler, ob gerade geboostet oder rekuperiert wird. Bei Vollgas sprintet der Hecktriebler nachdrücklich aus den Startlöchern und erreicht 100 km/h in beeindruckenden 5,5 Sekunden. Auch die Höchstgeschwindigkeit von 270 Sachen lässt nicht gerade auf Magerkost schließen. Das Ganze hat natürlich seinen Preis – 92.780 Euro hätte der Händler gerne auf seinem Konto. Dafür sind die volle Sicherheitsausrüstung und so manche Komfortfeatures serienmäßig, allerdings ist noch jede Menge Luft nach oben. So schlägt beispielsweise das Navigationssystem mit netto 2.644 Euro zu Buche. LED-Hauptscheinwerfer kosten 2.219 Euro (netto) extra. An die drahtig orientierte Kundschaft haben die Verantwortlichen ebenfalls gedacht und spenden dem umweltfreundlichsten Sportwagen aus Zuffenhausen auf Wunsch Keramik-Bremsscheiben. Kostenpunkt: 7.149 Euro netto.

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