GaN4EmoBiL präsentiert bidirektionalen DC-Charger für 800-Volt-Systeme

Das Forschungsprojekt GaN4EmoBiL hat einen neuen Ansatz für bidirektionales DC-Laden vorgestellt. Gemeinsam haben das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF und Ambibox ein leistungselektronisches Modul auf Basis von Galliumnitrid entwickelt, das für bidirektionale Ladesysteme der 800-Volt-Klasse ausgelegt ist. Ein entsprechender Demonstrator soll vom 9. bis 11. Juni 2026 auf der PCIM Expo & Conference in Nürnberg gezeigt werden.

GaN4EmoBiL präsentiert bidirektionalen DC-Charger für 800-Volt-Systeme

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GaN4EmoBiL präsentiert bidirektionalen DC-Charger für 800-Volt-Systeme

Bidirektionales Laden gewinnt derzeit zunehmend an Bedeutung. Dabei kann die Batterie eines Elektrofahrzeugs nicht nur Strom aufnehmen, sondern diesen später auch wieder abgeben. So lässt sich ein E-Auto beispielsweise als Zwischenspeicher für überschüssigen Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage nutzen. Ebenso kann Energie bei Bedarf wieder ins Hausnetz oder perspektivisch auch ins öffentliche Stromnetz zurückgespeist werden. Anwendungsszenarien sind unter anderem Vehicle to Home, kurz V2H, und Vehicle to Grid, also V2G.

Bislang stehen bidirektionale DC-Ladelösungen allerdings noch vor technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Viele der am Markt verfügbaren Systeme basieren auf Leistungshalbleitern, die entweder besonders effizient, aber vergleichsweise teuer sind, wie etwa Siliziumkarbid, oder günstiger, dafür aber weniger effizient arbeiten, wie klassische Siliziumbauteile. Genau hier setzt das bereits 2023 gestartete Projekt GaN4EmoBiL an. Ziel ist es, durch den Einsatz alternativer Halbleitermaterialien die Kosten für bidirektionales Laden zu senken und die Technologie damit massentauglicher zu machen.

Im Mittelpunkt steht dabei Galliumnitrid, kurz GaN. Dabei handelt es sich um eine Verbindung aus Gallium und Stickstoff, die in der Leistungselektronik besondere Vorteile bieten kann. Fraunhofer IAF und Ambibox nutzen dieses Material für ein neuartiges Modul, das in bidirektionalen DC-Ladegeräten mit 800 Volt Spannung eingesetzt werden kann. Die verwendeten GaN-Bauelemente gehören zur 1.200-Volt-Klasse und wurden auf einem speziellen isolierenden Substrat integriert.

Der nun angekündigte Demonstrator ist als einphasiges Off-Board-Ladegerät für Elektrofahrzeuge ausgelegt und erreicht eine bidirektionale Leistung von bis zu 3 kW. Nach Angaben von Jun.-Prof. Dr. Stefan Mönch vom Fraunhofer IAF, der das Projekt koordiniert, soll der Demonstrator eine bestehende Lücke zwischen Kosten, Flexibilität, Effizienz und Kompaktheit beim bidirektionalen Laden adressieren.

Anders als ein On-Board-Charger ist das System nicht fest im Fahrzeug verbaut. Der Off-Board-Charger befindet sich außerhalb des E-Autos und übernimmt dort die Umwandlung zwischen Wechselstrom und Gleichstrom. Gegenüber klassischen On-Board-Ladesystemen mit 11 oder 22 kW fällt die Leistung mit 3 kW zwar deutlich geringer aus. Dafür ist der entwickelte Demonstrator mobil einsetzbar, kompakter und leichter. Durch CCS- und Schuko-Stecker lässt er sich zudem flexibel verwenden. Das System kommt auf ein Gesamtvolumen von 8,3 Litern und wiegt inklusive Steckern 5,7 Kilogramm.

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Wichtig ist dabei die Einordnung: Bei dem im Projekt GaN4EmoBiL entwickelten Off-Board-Charger handelt es sich nicht um eine klassische Ladestation, die fest mit dem Stromnetz verbunden ist. Vielmehr ist das System als kompaktes, mobiles Leistungselektronik-Modul zu verstehen, das als eigenständiger Wandler arbeitet. Während bei vielen bisherigen V2G-Lösungen die bidirektionale AC/DC-Wandlung fest in einer DC-Wallbox verbaut ist, wird diese Technik hier in ein mobiles Gerät ausgelagert.

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Toyota Motor Europe und LeasePlan kooperieren im Bereich Elektrofahrzeuge

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Höchststand an den Tanksäulen

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Kia Venga: Günstiges Leasing-Angebot für Gewerbekunden

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DIGges Ding

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