Zukunftsplan Volkswagen: Kernmarke gibt bei Betriebsversammlung ersten Ausblick auf elektrisches Einstiegsmodell

Auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg hat Thomas Schäfer, CEO der Marke Volkswagen, die Pläne für die Zukunft der Kernmarke konkretisiert. Die Beschäftigten haben zudem einen ersten Blick auf das Design des künftigen Einstiegsmodells der Marke Volkswagen für rund 20.000 Euro werfen können.

Zukunftsplan Volkswagen: Kernmarke gibt bei Betriebsversammlung ersten Ausblick auf elektrisches Einstiegsmodell

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Zukunftsplan Volkswagen: Kernmarke gibt bei Betriebsversammlung ersten Ausblick auf elektrisches Einstiegsmodell

 „Mit dem Verhandlungsergebnis im Dezember haben wir den größten Zukunftsplan in der Geschichte von Volkswagen auf den Weg gebracht. Wir folgen einem ambitionierten Kurs, um unsere gemeinsam vereinbarten Ziele verbindlich zu erreichen. Ein entscheidender Schritt dabei: E-Mobilität für alle attraktiv machen – das ist unser Markenversprechen“, sagte Schäfer. Gleichzeitig betonte der Volkswagen CEO, dass Wolfsburg das Zentrum für Innovation und Fertigungskompetenz bleibe. Das Stammwerk werde neue Maßstäbe in der Automobilproduktion setzen.

Volkswagen plant, das Showcar des elektrischen Einstiegmodells Anfang März der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Weltpremiere der Serienversion ist für 2027 vorgesehen. Mit einem Basispreis von rund 20.000 Euro ist das neue elektrische E-Modell für viele unterschiedliche Kundengruppen attraktiv. Thomas Schäfer: „Ein erschwinglicher, hochwertiger, profitabler E-Volkswagen aus Europa für Europa: Das ist die Champions League des Automobilbaus!“

Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG: “Das neue vollelektrische Einstiegsmodell wird im wahrsten Sinne des Wortes ein Volkswagen. Dazu passt, dass unsere Beschäftigten am Standort Wolfsburg bei der Betriebsversammlung als erste einen Blick auf das Design werfen konnten – noch vor der breiten Öffentlichkeit.”

Preisgünstige Einstiegsmobilität im E-Zeitalter ist eine der zentralen Säulen im Zukunftsplan der Marke. Zusammen mit der Serienversion des ID. 2all01 ist das neue E-Modell Teil der neuen elektrischen Kleinwagen-Familie, die unter dem Dach der Markengruppe Core im Volkswagen Konzern entwickelt wird. Die Modellfamilie umfasst kompakte, vollelektrische Fahrzeuge auf Basis der neuen Evolutionsstufe des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB). Den Auftakt macht die Serienversion des Showcars ID. 2all, die im Jahr 2026 als erster elektrischer Kleinwagen von Volkswagen in den Handel kommt – zu einem Einstiegspreis von unter 25.000 Euro.

Schon heute ist Volkswagen bei den vollelektrischen Fahrzeugen (Battery Electric Vehicles – BEV) breit aufgestellt. Seit dem Start der ID.-Produktfamilie im Jahr 2019 hat die Marke weltweit insgesamt über 1,35 Millionen ID. Fahrzeuge verkauft, davon rund 500.000 ID.3. Im vergangenen Jahr setzte die Marke Volkswagen 383.100 vollelektrische Fahrzeuge ab.

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Klare Perspektive für den Standort Wolfsburg
Markenchef Thomas Schäfer betonte bei der Betriebsversammlung, dass der Standort Wolfsburg auch im elektrischen Zeitalter das Herz der Marke Volkswagen und bleibe: „Das Werk Wolfsburg hat eine klare Zukunftsperspektive. Durch die vereinbarte Verlaqerung des Golf nach Mexiko schaffen wir Platz für moderne Technologien. In Halle 54 werden neue Produktionsverfahren Einzug halten. Wir wollen dort den elektrischen Golf-Nachfolger auf der neuen SSP-Plattform bauen, ebenso den volumenstarken elektrischen T-Roc. Damit machen wir Wolfsburg zur Hauptstadt für unsere neue vollelektrische Kompaktklasse.“ 

Mit der Scalable Systems Platform (SSP) entsteht die nächste Generation einer rein elektrischen, volldigitalen und hochskalierbaren Mechatronikplattform auf Basis einer einheitlichen Software-Architektur.

Cavallo: „Auf Wolfsburg als Herz der Konzern-Welt warten entscheidende Aufgaben, die wir mit Nachdruck angehen müssen. Die Technische Entwicklung wird mit der konzernweit genutzten SSP-Plattform Pionierarbeit für alle anderen Pkw-Marken leisten. Dieser Hebel wird mindestens so entscheidend für unseren zukünftigen Erfolg sein wie die Baukasten-Strategie für unsere aktuellen Verbrenner. Im Stammwerk wird die nächsten Jahre weiterhin nicht nur entwickelt, sondern auch kräftig produziert werden: Die zukünftigen elektrischen Flaggschiffe Golf und T-Roc aus Wolfsburger Fertigung stehen für eine Volumengröße von aktuell mehr als 500.000 Einheiten pro Jahr. Damit hat sich das Stammwerk ein hochattraktives Fahrzeugsegment gesichert – und schreibt im Übrigen die mehr als 50-jährige Golf-Tradition in Wolfsburg fort. Ausschlaggebend ist jetzt, konsequent die nötige Vorarbeit für den Erfolg der kommenden Jahre zu leisten: Volkswagen muss in Sachen Komplexität, Arbeitsabläufe und Synergien die Weichen stellen. Betriebsrat und Unternehmensspitze werden das zusammen eng begleiten, unter anderem mit einer gemeinsamen Bilanz-Klausur in jedem Quartal.“

Der „Triple A“-Plan der Marke Volkswagen: Aufholen, Angreifen, Anführen
Mit der Vereinbarung „Zukunft Volkswagen“ hat sich die Volkswagen AG Ende Dezember 2024 mit der Arbeitnehmerseite auf ein Zielbild verständigt, das wirtschaftliche Stabilität, Beschäftigung und technologische Spitzenposition im Bereich nachhaltiger Mobilität vereint. Verbindliche Ziele und die dafür vereinbarten Maßnahmen bilden das Fundament für zentrale Zukunftsprojekte. Das gemeinsam erklärte Ziel: Die Marke Volkswagen Pkw wird bis 2030 als Kern der Volkswagen AG weltweit technologisch führender Volumenhersteller.

Dazu verfolgt Volkswagen den klaren Drei-Phasen-Plan:

  • Aufholen: Wettbewerbsfähigkeit stärken, indem Kostenstrukturen optimiert und die bestehende Modellpalette gezielt erweitert wird.
  • Angreifen: Neun neue Modelle kommen bis 2027, darunter die Serienversion des ID. 2all für unter 25.000 Euro sowie der Einstiegsstromer für rund 20.000 Euro.
  • Anführen: Volkswagen setzt als technologisch führende Marke im Volumensegment neue Standards und treibt Mobilität weltweit voran.

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