Wildunfallbescheinigung ausfüllenFotografieren Sie die Unfallstelle, das Tier und die Unfallspuren am Fahrzeug. Gemeinsam mit dem Förster und der Polizei füllen Sie eine Wildunfallbescheinigung für die Versicherung aus. Sie ist wichtig für die Schadensregelung. Außerdem notiert die Polizei die Namen und Adressen von Zeugen oder Beteiligten.Übernimmt die Versicherung den Schaden?Generell ist wichtig, dass Sie den Wildunfall nachweisen können. Dazu dient die Wildunfallbescheinigung. Sofern Sie eine Vollkaskoversicherung besitzen, wird Ihnen der entstandene Schaden in jedem Fall ersetzt. Auch eine Teilkaskoversicherung übernimmt die Kosten für Unfallschäden – allerdings nur bei einem Zusammenstoß mit sogenanntem Haarwild. Das sind etwa Rehe, Hirsche oder Wildschweine. Unfälle mit Federwild, also Vögeln, sind jedoch nicht von jeder Teilkaskoversicherung abgedeckt. Hier muss der Autofahrer bei der jeweiligen Versicherung nachfragen.Wann ist das Risiko am höchsten?Die Zahl der Wildunfälle ist zuletzt auf ein Rekordhoch gestiegen: Im Jahr 2019 erhielten die Kfz-Versicherer fast 300.000 Schadensmeldungen. Rein rechnerisch kommt es damit täglich zu 820 Wildunfällen. Das Risiko ist jedoch zu bestimmten Zeiten höher als zu anderen. Dazu zählen der Herbst mit seiner frühen Dämmerung und die Paarungszeit der Rehe ab der Mitte des Sommers. Und auch die Tage der Zeitumstellung gehören dazu.Nach 2019 ist die Zahl der Wildunfälle gesunken. Das lag aber vermutlich daran, dass wegen Corona weniger Auto gefahren wurde.Gefahr von Wildunfällen steigt mit ZeitumstellungAuch mit der Umstellung auf Sommer- oder Winterzeit zeit steigt die Gefahr von Wildunfällen. Denn dadurch ändern sich unser Lebens-Rhythmus und auch unsere Hauptverkehrszeiten: Der Straßenverkehr ist dann dichter, wenn auch das Wild aktiv ist. Deshalb nimmt die Zahl der Wildunfälle nach der Zeitumstellung und mit Beginn des Frühjahrs deutlich zu.Gefahr nicht nur in der DämmerungDass mit Wild nur in der Dämmerung gerechnet werden müsse, ist übrigens ein gefährlicher Irrglaube: Rehe müssen alle drei Stunden aufstehen und fressen. Deshalb kann es rund um die Uhr zu Wildwechsel kommen.