Wann das Auto besser stehen bleibtWerden Stürme vorhergesagt, sollten baumreiche Strecken gemieden werden. Ab Windstärke 5 (29 bis 38 km/h Windgeschwindigkeit) sollte man bereits vorsichtig sein. Wird vor schwerem Sturm (ab Windstärke 10) oder Orkanen gewarnt, rät der ADAC, gar nicht erst loszufahren."Wer unterwegs überrascht wird, bleibt im Zweifel am nächstmöglichen sicheren Platz stehen", sagt Vincenzo Lucà vom Tüv Süd. Dabei meiden Schutzsuchende aber Orte, wo etwa herabfallende Äste oder Bäume gefährlich werden können. Das gilt auch fürs Parken. Am sichersten steht das Fahrzeug in einer Garage. Wer keine hat, könnte für die absehbare Zeit des angekündigten Unwetters ein Parkhaus nutzen. Das koste vergleichsweise wenig Geld, das Auto bleibt aber heil, so Lucà.Besonders besonnen mit Motorrad, Anhänger und Co.Die Fahrtipps gelten im Grunde auch fürs Motorrad. Biker halten sich nach Möglichkeit eher mittig auf der Fahrbahn. Das bringt laut ADAC beidseitig mehr Spielraum fürs Lenken. Auf flatternde Bekleidung verzichten sie besser und stellen Kleidung möglichst körpernah ein. Tankrucksäcke, Koffer oder Gepäckrollen erhöhen die Angriffsfläche.Auch Fahrzeuge wie Wohnmobile und Lieferwagen sind windempfindlicher. Schlimmstenfalls könnten sie sogar umkippen, so der ADAC. Das gilt auch für Anhänger-Gespanne: "Wer merkt, dass der Anhänger unruhig wird, sollte sofort Tempo rausnehmen und unter Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs bremsen", sagt Lucà. Das kann stabilisieren.Vorsicht auf der nassen StraßeAuf nasser Fahrbahn besteht die Gefahr des Aquaplanings. Groß ist die Gefahr laut ADAC speziell da, wo Regenwasser nicht richtig ablaufen kann, etwa in Senken, in Unterführungen, bei Spurrillen oder in Kurven. Das Profil der Reifen kann das Wasser dann nicht mehr verdrängen und sie schwimmen auf.Wenn das passiert, sollte man weder am Lenkrad drehen, noch bremsen oder Gas geben, sondern ohne hektische Manöver ausgekuppelt rollen lassen, bis die Reifen wieder Kontakt haben. Bei Autos mit Automatik sollte der Fuß behutsam vom Gas gehen und nicht die Fahrstufe gewechselt werden.Mit dem Sturm kommt oft die FlutRegnet es sehr ergiebig, sollten überflutete Abschnitte oder Unterführungen umfahren werden. Im Zweifel anhalten und umkehren, wenn die Wassertiefe nicht ganz genau abzuschätzen ist. Denn das ist nicht immer möglich, zumal dazu Hindernisse im Wasser verborgen sein können. Besonders vorsichtig ist man dort, wo Schlamm und Geröll über die Straße fließen. Hier kann der Boden so rutschig sein, dass schon eine leichte Strömung das Auto von der Fahrbahn zieht, so der ADAC.Wer schwungvoll durch zu tiefes Wasser fährt, riskiert durch Spritzwasser Motorschäden. Als Faustregel sollte man den Schweller nicht oder wenig eintauchen und möglichst nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren, so der ADAC